Letzter Kick in Deutschland für knapp eine Woche, denn die Eishockey-Weltmeisterschaft zieht mich für ein verlängertes Wochenende in die Ferne (wobei Zürich jetzt auch nicht
sooooo weit entfernt ist). Obwohl ich morgen früh bereits um 6 Uhr wieder abstarten will, wollte ich etwas weiteres machen, denn ich muss ja morgen nicht arbeiten. Es gab für heute auch
tatsächlich einiges an Auswahl, aber ich hatte mich recht schnell entschieden, denn mit dem FC Domstadt Fritzlar hatte der unangefochtene Tabellenführer (der seit vorletztem Wochenende auch
bereits als Meister feststeht) der Kreisoberliga Schwalm-Eder ein Heimspiel und somit baue ich schon mal für die kommende Saison vor. Im Kampf gegen die Komplettierung der acht hessischen
Gruppenligen würde mir dann nämlich schon wieder einer weniger fehlen, wenn ihn proaktiv jetzt vorher schon kreuze.
Matthias war auch mit dabei, hatte aber vorher noch einen Termin und so verabredeten wir uns auf 17:50 Uhr in Freienseen. Ich kam heute ein wenig später aus dem Büro, so wie
es am letzten Tag vor einem Urlaub halt meistens so ist und nach dem Abendessen zuhause packte ich den Großteil meine Tasche für den Urlaub fertig. Um 17:20 Uhr musste ich dann aber los auf
die 115 Kilometer, die vom Navi mit 1:31 Std. angegeben, also knapp zehn Minuten länger als gedacht, denn das kleine Stückchen A5 vor dem Ohmtal-Dreieck war mal wieder komplett orange und rot
eingefärbt. Mit Matthias traf ich mich heute in Freienseen, wo er bei mir zustieg und wir gemeinsam weiter fuhren. Aber nicht an der Auffahrt Homberg (Ohm) auf die Autobahn, sondern unten
drunter eben durch Homberg hindurch und dahinter dann direkt auf die A49. Hier war zwar auch einiges an Verkehr unterwegs, aber immerhin nicht so viel, dass es irgendwie zu Stau oder
Stockungen kam. An der Ausfahrt Fritzlar ging es runter von der Autobahn und wir hatten nur noch zwei Kilometer Landstraße, bis wir knapp zehn Minuten vor Anpfiff am Sportgelände ankamen. Am
Eingang vier Euro Eintritt gezahlt, drehte ich direkt erstmal meine Fotorunde, bevor wir uns seitlich der Tribüne hin stellten.
Wie bereits oben erwähnt, handelt es sich um die Kreisoberliga Schwalm-Eder, die wir heute besuchen werden, hier war/ist gestern/heute der 28. Spieltag angesetzt, also der
drittletzte in dieser Spielzeit. Mit dem FC Domstadt Fritzlar steht der Meister bereits fest und bei 72 von 75 möglichen Punkten muss man natürlich gar nicht darüber diskutieren ob und wie
verdient dieser Titel und der Aufstieg in die Gruppenliga Kassel ist. Nach 24 Siegen am Stück erwischte es sie vergangenes Wochenende und als feststehender Champion kassierte man die
allererste Niederlage der laufenden Saison (mal abgesehen vom Kreispokal, wo man im Juli 2026 dem klassenhöheren SC Edermünde mit 2-5 unterlag). Aber auch die heutigen Gäste spielen eine
super Saison und stehen aktuell auf einem guten dritten Tabellenplatz. Trotz sieben Siegen aus den letzten sieben Spielen ist der Zug zum Aufstiegsrelegationsplatz aber bereits abgefahren,
denn der Rückstand beträgt bereits elf Punkte, was in drei Partien logischerweise nicht mehr aufholbar ist. Vor zwei Jahren trennten beide Teams übrigens noch zwei Ligen, als Fritzlar
A-Ligist war und Obermelsungen selbst noch Gruppenligist war - man ist vergangenen Sommer sogar erst abgestiegen.
In den ersten Minuten war es noch ein ausgeglichenes Spiel, die ersten ein, zwei Chancen gingen auch an den Meister, aber danach kamen die Gäste immer besser in die Partie. Ihren ersten
richtigen Angriff schlossen sie per Kopf sogar mit der Führung ab und wir waren früh die Sorge eines 0-0 Spiels los. Es blieb auch weitestgehend ausgeglichen im weiteren Verlauf der ersten 45
Minuten, beide Seiten hatten mal das Momentum auf ihrer Seite. Die SGO erhöhte kurz vor dem Gang in die Kabinen noch, kassierte aber postwendend den Anschlusstreffer der Domstädter und so
ging es mit dem knappen 1-2 in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel legte Obermelsungen früh einen weiteren Treffer drauf und man merkte doch, dass beim Meister irgendwie ein wenig die Luft
raus ist. Ich will nicht sagen, dass man sich nicht bemühte, aber der letzte Kick, der letzte Biss, der fehlte dann doch hier und da. Man drängte zwar, gerade in der Schlussviertelstunde doch
nochmal enorm darauf nochmal ran zu kommen, aber der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie. Im Gegenteil: Bei einem Konter in der Nachspielzeit gab es noch ein Foulspiel, der
Unparteiische zeigte auf den Punkt und der Strafstoß wurde souverän zum 1-4 Endstand verwandelt, was natürlich viel zu hoch für den Spielverlauf war. Von den vom Stadionsprecher durchgesagten
80 Zuschauern waren übrigens sicherlich die Hälfte den Gästen zuzuteilen, Respekt.
Um 20:55 Uhr saßen wir wieder in meinem Fahrzeug und fuhren die Schnellstraße am Stadtrand von Fritzlar in die südliche Richtung. ich musste noch ein paar Liter in den Tank
jagen, damit wir heute überhaupt noch heim kommen, morgen früh muss ich dann ja sowieso für die AUT/CH-Tour nochmal volltanken. Danach ging es an der Auffahrt Wabern auf die A49. Kaum
unterwegs fing es an zu regnen, was im Auto natürlich egal ist, außer dass es sich blöder fahren ließ. Die Hauptsache war aber, dass es über 90 Minuten beim Kick trocken war: Am
Ohmtal-Dreieck auf die A5 gewechselt und an der Ausfahrt Homberg (Ohm) wieder herunter. Durch Mücke hindurch, wurde dahinter Matthias in Freienseen heraus gelassen und wir führten unsere
restliche Heimfahrt jeweils alleine weiter. Letztendlich kam ich um 22:25 Uhr zuhause an und nachdem ich oben diesen Bericht fertig gemacht hatte, packte ich noch meine Tasche komplett
fertig. Gegen 23:20 Uhr verzog ich mich in die Waagrechte, denn der Wecker klingelt morgen mal wieder sehr früh, aber dafür steht man natürlich gerne so früh auf.