Saison 2025/26

Kreispokal Alsfeld

(Halbfinale)

 

Sportplatz Hahnwiese
(Mücke - Groß-Eichen)

 
Dienstag, 12. Mai 2026 / 18:30 Uhr
 
FSG Kirtorf -
SpVgg. Leusel


1:2 (0:0)


Tore:

1:0 (48.) Loris Andreas Widauer

1:1 (65.) Phil Sommer

1:2 (90.+5.) Tristan Gross

  

Gelbe Karten: Phil Sommer (70.), Erik Schmidt (90.+4.) / Fatih Celiksoy (48.), Jonas Simon (90.+3.), Andre Karl (90.+7.).

Schiedsrichter: Peter Wiederhold

Zuschauer: ca. 95

 

Da es heute keinen von mir noch nicht besuchten Kreisoberliga-Ground gab, schaute ich mich um, was sonst noch für fehlende Plätze möglich sind. Letztendlich fand ich ein Kreispokal-Halbfinale im Fußballkreis Alsfeld, wobei es hier in diesem Kreis die Besonderheit gibt, dass normalerweise die beiden Halbfinals und das Finale alle am gleichen Spielort stattfinden. Dieses Jahr ist es ein klein wenig anders, denn heute findet das erste Halbfinale statt und und am Freitag das zweite Vorschlussrundenspiel, der Austragungsort ist Groß-Eichen, dort wo aktuell der seit dieser Saison erstmals seit Jahren wieder im Spielbetrieb stehende TSV Bernsfeld seine Heimspiele austrägt. Man bekommt derzeit seinen eigenen Platz saniert und dort findet dann am Pfingstmontag auch das Finale statt. Die Organisation übernimmt bei allen Spielen aber der TSV selbst. Wenn man nächste Spielzeit wieder am eigenen Platz spielt, kann es sein, dass in Groß-Eichen vielleicht sogar gar nicht mehr gekickt wird, zumindestens ist mit derzeit nichts anderes bekannt. Von daher ganz gut, dass wir hier und heute das Kreuz setzen, wer weiß ob und wann hier dann mal wieder bespielt wird.

 

Da Sven das gleiche Ziel hatte, taten wir uns zusammen und er holte mich um 17:30 Uhr zuhause ab. Die Wegstrecke von mit zu unserem Zielort waren ja nur 34 Kilometer und wurden vom Navi mit 36 Minuten angegeben. Via Nidda, Ulfa, Gonterskirchen, Freienseen, Lardenbach ging es also nach Groß-Eichen, wo wir knapp 25 Minuten vor Anpfiff ankamen. Unsere Sorge wegen der Parkplatzknappheit war vollkommen unberechtigt, denn äääähem, es waren etwa maximal Dutzend andere Zuschauer vor Ort. Nun gut, macht nix, da bereits andere Hopperkollegen ebenfalls schon da waren, war noch genug Zeit um ein wenig dummes Zeug zu labern, bevor ich im Anschluss meine Fotorunde drehte und wir uns alle gemeinsam seitlich hinter das eine Tor stellten.

 

Das Duell heute heißt FSG Kirtorf gegen die SpVgg. Leusel und ist somit ein Matchup zwischen einer Truppe aus der Kreisliga A und einer Mannschaft aus der Kreisoberliga. Aufgrund der höheren Klassenzugehörigkeit gehen die nominellen Gäste sicherlich als Favorit in dieses Duell, auch wenn natürlich in einem einzigen Spiel immer alles möglich ist, das haben schon viele, viele Pokalspiele gezeigt. Kirtorf ist in der Kreisliga A auf dem siebten Tabellenplatz, hat aber aus den letzten 9 Pflichtspielen 7 Siege und 2 Remis geholt und dabei mit der FSG Altenburg/Eudorf/Schwabenrod sogar einen Kreisoberligisten aus dem Pokal geworfen. Die SpVgg. Leusel war die letzten acht Saisons Gruppenligist und ist im vergangenen Sommer als 15. abgestiegen. Mein OFC hatte im Achtelfinale des diesjährigen Hessenpokals übrigens so seine liebe Mühe mit der Spielvereinigung und kam tatsächlich erst im Elfmeterschießen weiter. Aktuell ist die Mannschaft aus dem Alsfelder Stadtteil Fünfter in der KOL Gießen/Marburg Süd und nach der Winterpause bei 8 Siegen und 5 Remis sogar noch komplett ohne Niederlage. Bei beiden Mannschaften geht es also nicht mehr um Auf- oder Abstieg, aber man ist aktuell sehr gut drauf, wie die jeweiligen Formkurven so zeigen.

 

In der ersten Hälfte war es quasi ein Spiel auf ein Tor und zwar auf das des A-Ligisten, denn Leusel war das klar überlegene Team und hatte offensiv einige Angriffe, während Kirtorf eigentlich nur mit verteidigen beschäftigt war. Da man aber für wenig bis gar keine Entlastung sorgte, kamen die Bälle postwendend aber ruckzuck immer wieder zurück in die eigene defensive Zone. Die SpVgg. vergab aber ihre Chancen recht flapsig, scheiterte öfters mal am gegnerischen Torhüter und ein Pfostentreffer war auch dabei. Dennoch eigentlich kaum zu glauben, dass es zum Gang in die Kabinen nach 45 Minuten immer noch torlos 0-0 stand. Nach dem Seitenwechsel überlegten wir die Seiten zu wechseln, waren aber irgendwie zu faul und blieben vor dem vermeintlich ruhigere Tor stehen. Zuerst sahen wir aber ein dämliches Leuseler Foul 20 Meter vor dem eigenen Tor und daraus entstand ein wunderschöner Freistoß, der genau im Winkel einschlug. Das hinterließ wohl erstmal Eindruck, denn der Kreisoberligist brauchte einige Minuten, um selbst offensiv wieder etwas vorzeigen zu können. Nach 65 Minuten traf man aber zum Ausgleich, der natürlich absolut verdient war, aber danach war es dann doch halbwegs offen, auch wenn die nominellen Gäste natürlich weiterhin optisch überlegen waren. Kirtorf war durch einige Verletzungen mittlerweile doch arg gebeutelt, spielte zeitweise sogar in Unterzahl und einer ihrer Spieler wurde mit dem Krankenwagen abgeholt (gute Besserung meinerseits!). Die Zeit lief so dahin und wir freuten uns schon auf das Elfmeterschießen, welches es direkt im Anschluss an die reguläre Spielzeit geben sollte. Der Unparteiische zeigte aber erstmal acht Minuten Nachspielzeit an, die man wegen der vielen Wechsel und Verletzungsunterbrechungen durchaus geben kann. Diese zusätzliche Zeit war etwas mehr als zur Hälfte abgelaufen, da traf Leusel mit einem satten Schuss doch noch zum 1-2. Der gebeutelte A-Ligist konnte nun nichts mehr drauf setzen und als auch der letzte gefährliche Freistoß in die Mauer gesetzt wurde, war kurz darauf das Spiel dann auch rum. Wegen des Zeitpunkts der Sieg des Kreisoberligisten vielleicht etwas glücklich, aber vom Spielverlauf her natürlich absolut verdient.

 

Mit der langen Nachspielzeit war es dann doch wieder 20:30 Uhr, als wir in Svens Auto saßen. Direkt die Heizung angestellt, denn es fühlte sich fast wie ein Herbsttag an und auf den Heimweg gemacht. Es war wieder genau die gleiche Strecke wie auf der Hinfahrt, jedoch logischerweise in die entgegengesetzte Richtung. Als Sven mich um 21:05 Uhr bei mir raus warf, war es sogar noch hell, was schon ziemlich lange her ist bzw. in diesem Kalenderjahr noch gar nicht der Fall war, dass ich im Hellen von einem Werktags-Kick nachhause komme. Zuhause den Bericht noch fertig gemacht, meine Eishockey-WM Tasche weiter gepackt, ging ich bereits um 22:30 Uhr in die Waagrechte. Morgen letzter Arbeitstag vor dem ersten Urlaub in diesem Jahr, der mich dann wieder auf Reisen führt.


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