Wahrscheinlich könnt ihr mein Gejammer über die geringe Auswahl an Spielen schon nicht mehr hören, aber heute waren es tatsächlich in ganz Hessen nur zwei Spiele von ersten
Mannschaften, wobei auch nur bei zwei sicher war, dass sie auf von mir noch fehlenden Plätzen spielen werden. Ein weiteres gab es noch in der Nähe der Landesgrenze, aber bereits hinter Mainz
in Rheinland-Pfalz. Ich hätte die sichere Variante wählen können und ein Kreisliga A Match in Frankfurt nehmen können, aber eigentlich war mir hier der Anpfiff um 20 Uhr zu spät und so sah
ich es erstmal als Plan B an. Plan A war ein Spiel in Wieseck mit 19:30 Uhr Kick Off und einer Anreise von nur etwa einer Dreiviertelstunde, wobei es hier das Problem gab, dass ich leider
nicht wusste auf welchem Platz gespielt wird. Ursprünglich hatte man vor Ort einen Rasenplatz mit schöner Tribüne und einen Kunstrasen nebenan, welche ich beide bereits gekreuzt habe. Den
Rasenplatz hat man allerdings im vergangenen Sommer platt gemacht und stattdessen quer zur Tribüne zwei Plätze darauf gemacht, einer mit Rasen (ich denke, der wird eher selten bespielt!?) und
einer mit Kunstrasen. Auf fussball.de war Kunstrasen 1 angegeben, aber das ist es immer und dennoch spielte man, wenn ich die Bilder so auf ihren Social Media Kanälen verfolgte, mal hier und
mal da. Eine Anfrage via Facebook und Instagram Messenger blieb leider komplett unbeantwortet und so nahm ich mir vor, dass ich früh genug nach Wieseck fahren werde, falls dort aber auf dem
von mir bereits besuchten Platz gespielt wird, will ich es dann noch pünktlich nach Frankfurt schaffen. In meiner Mittagspause hatte es sich dann erledigt, denn es kam von fussball.de die
Pust-Nachricht von „Nichtantritt Gast“ bei meinem Pokalspiel in Wieseck und so blieb mir heute nur ein Kunstrasen in der Großstadt übrig, wenn es denn ein neues Kreuz geben sollte.
Es war ein Nachholspiel des 26. Spieltags in der Kreisliga A Frankfurt (Staffel 2), in welchem der Sechste auf den Ersten trifft, was dann ja wenigstens sportlich noch ganz
okay sein dürfte. In einer Liga, die mit 17 Mannschaften begann, in der es aber einen Mannschaftsrückzug gab und somit noch 16 Vereine aktiv sind, dürfte es für die Hausherren bei 21 Punkten
Rückstand bzw. 12 Punkten Vorsprung auf die Relegationsplätze oben und unten um nichts mehr gehen, außer um die bestmögliche Platzierung am Saisonende. Die Gäste haben vier Punkte Vorsprung
auf den Relegationsplatz und sechs Punkte Vorsprung auf Platz 3, der am Ende bedeuten würde, dass man mit leeren Händen da steht. Ein kleiner Joker ist aber die heutige Partie noch, denn
dieses Nachholspiel haben von der Spitzengruppe nur sie und man könnte mit einem Dreier den Vorsprung weiter anwachsen lassen, ohne dass die anderen Team etwas dagegen machen könnten. Bei nur
noch fünf verbleibenden Rest-Partien dürfte das die halbe Miete sein, zumal man mit fünf Siegen derzeit einen Lauf hat, zuvor gab es direkt nach der Winterpause zwei Remis und unmittelbar vor
dem Saisonteiler weitere sieben Siege in Folge, also man ist seit 14 Partien ungeschlagen und hat in diesem Zeitraum 38 von 42 möglichen Zählern geholt. Tarik konnte am vergangenen Wochenende
mit einem Sieg gegen den Vorletzten wenigstens ihre Durststrecke von vier sieglosen Spielen am Stück beenden. Beide Vereine waren im vergangenen Sommer aus der KOL abgestiegen, wo die Gäste
erstmals für drei Jahre waren, nachdem man zuvor maximal in der KLA unterwegs war. Griesheim war eigentlich seit 2015 durchgehend Kreisoberligist und ihren einzigen Abstieg zwischendurch
reparierte man 2023 mit dem direkten Wiederaufstieg, der letzten Abstieg (der angesprochene im vergangen Sommer) wird nicht direkt wieder wett gemacht. Wie gesagt, 21 Zähler Rückstand zu viel
und selbst rein rechnerisch nicht mehr aufzuholen.
Dadurch, dass der Spielbeginn erst auf 20 Uhr angesetzt war, musste ich auch entsprechend spät erst weg, so dass nach Feierabend und Abendessen noch ein wenig Zeit für
Couching übrig war. Heute wählte ich mal nicht die direkteste Strecke, denn wegen Verkehr sollte die eine Viertelstunde länger dauern. Meine ausgesuchte Route waren 83 Kilometer und sollte 56
Minuten dauern, ich wollte aber vorher noch ein wenig Sprit in den Tank jagen, um bis Donnerstag Abend über die Runden zu kommen, wo ich dann eh für die Freitag-Tour dann wieder komplett
volltanken muss. In Ranstadt war zu viel los, also stoppte ich in Staden, hier war es der gleiche Preis an den Zapfsäulen. Bei Staden ging es dann auf die A45 bis zum Hanauer Kreuz, ein
Stückchen B43A und dann noch die A3 in westliche Richtung. An der Abfahrt Frankfurt-Süd verließ ich die Autobahn und befuhr die B43 in Richtung Kelsterbach, wechselte in der Nähe des
Flughafens aber nochmal auf die B40. Exakt ein Dutzend Minuten vor Spielbeginn kam ich am Sportgelände an und konnte mir sogar noch einen der letzten Stellplätze auf dem kleinen Parkplatz am
Kopfende des Spielfelds ergattern.
Ich hatte noch genug Zeit meine Fotorunde zu drehen, zumal dann sowieso erst mit +5 angepfiffen wurde und sowas ist bei einem sowieso schon späten Spielbeginn dann nochmal
doppelt nervig. Das Match nahm früh Fahrt auf, der Tabellenführer war das bessere Team und traf früh. Neben dem Tor stand nach 13 Minuten auch schon drei gelbe Karten im Spielbericht, das war
schon alles andere als ein ruhiger Spielbeginn. Ich wollte mich auch in das schnelle Spiel einschalten, einen Ball schnell zurück spielen und knickte seitlich weg. Ein wenig Knieschmerzen,
aber es dürfte alles okay sein, denke ich. Es ging aber flott weiter, die Hausherren bekamen einen Foulelfmeter, der wurde aber flach rechts an den Torpfosten gesetzt. Keine fünf Minuten
später erhöhten die Zweite des Spitzenteams aus der Verbandsliga Süd auf 0-2, was auch der Halbzeitstand und hochverdient war. Nach dem Seitenwechsel trafen Bornheim direkt den Pfosten, das
wäre wohl schon mehr als eine frühe Vorentscheidung gewesen, aber mit einem Dreierpack zwischen der 57. und der 69. räumte man dann doch noch schnell alle Zweifel aus, sofern es überhaupt
welche gab!? Viel passierte nicht im weiteren Verlauf nicht mehr, außer dass der Spitzenreiter noch zwei weitere Buden drauf packte, einen absolut souveränen Auswärtssieg feierte und weiter
in Richtung Wiederaufstieg in die KOL marschiert.
Der Unparteiische hatte ebenfalls genug gesehen und beendete das
Match überpünktlich, so dass ich um 21:50 Uhr in meiner Karre saß. Nun zeigte das Navi den kürzesten Weg in Richtung Heimat an und der lotste mich dieses mal nach ein wenig Stadtverkehr
direkt auf die A5 in Richtung Norden. In Rosbach ging es schon herunter von der Autobahn und nach ein paar Minuten erreichte ich Bad Nauheim, von wo es die schon viele hunderte Male gefahrene
Strecke vom Eishockey nachhause ist. Dennoch machte ich ein wenig langsam, wie ich es ja immer im Dunkeln mache und war nach 57 Minuten und 64 Kilometer Fahrstrecke zuhause. Bis kurz vor
Mitternacht blieb ich noch wach und begab mich dann aber doch so langsam in die Waagrechte,