Saison 2025/26

Kreisliga B Marburg 1

(Nachholspiel vom 14. Spieltag)

 

Sportplatz Schönstadt
(Cölbe - Schönstadt)

 
Donnerstag, 16. April 2026 / 19:00 Uhr
 
1. FC Sinderfeld -
TSV Speckswinkel


3:0 (3:0)


Tore:

1:0 (10.) Ole Franz

2:0 (22.) Ole Franz

3:0 (33.) Aykut Varlik

  

Gelbe Karte: Lucien Fleischhammel (88.) / - . 

Schiedsrichter: Afanli Charles Tegladza

Zuschauer: ca. 50

 

Nachdem ich gestern wieder meinen Kreisoberligisten kreuzen konnte, sah es heute damit wieder mau aus. Allgemein waren die Alternativen für mich nicht ganz so großartig vorhanden, wenn man erstmal versucht Zweitmannschaften und Nebenplätze außenvor zu lassen. Bereits irgendwann in der vergangenen Woche legte ich mich auf ein Spiel im Fußballkreis Marburg fest und da seitdem (in meinen Augen) keine bessere Möglichkeit mehr angesetzt wurde, blieb ich auch dabei. Beim kontrollieren meiner Partien am Montag sah ich, dass mein ausgewählter Verein gar nicht auf ihrem Home Ground spielt, da ihr Sportgelände im Laufe der Rückrunde auf Kunstrasen umgebaut wird. Man tritt also im Exil an und zwar in Cölbe - Schönstadt wird man die Spiele austragen, wobei man bei schlechter Witterung auch bereits einmal auf dem Kunstrasen in Marburg - Bauerbach gespielt hat. Finde ich persönlich zwar nicht so prickelnd nicht das Heim-Team auf dem besuchten Sportgelände zu sehen, aber wenn ich ganz sturr danach gehe, dann dürfte ich z.B. auch keine Relegations- oder Pokalendspiel schauen, da diese oftmals auf neutralem Platz sind. Hinzu kam wie oben schon beschrieben die geringe Anzahl an Ersatzspielen und so blieb ich dennoch bei meinem Platz dieses Match zu besuchen und änderte nichts mehr daran.

 

Es war ein Nachholspiel des 14. Spieltags der Kreisliga B Marburg 1 zwischen dem 1. FC Sindersfeld und dem TSV Speckswinkel. Tabellarisch gesehen, reden wir von dem Teams auf den Rängen Drei und Zwölf in einer 14er Liga. Die die KLB in diesem Fußballkreis die niedrigste Spielklasse ist, gibt es bei den Gästen auch keinerlei Abstiegssorgen, obwohl man nur auf dem drittletzten Platz rangiert. Man sammelte im bisherigen Saisonverlauf 14 Punkte und hat fünf Punkte Vorsprung auf den Vorletzten und die Distanz zu dem Team davor auf Platz elf ist aktuell bei vier Zählern. Die „Hausherren“ stehen im Moment als Verfolger der ersten beiden Tabellenplätze in Lauerstellung, der Rückstand auf den Direktaufsteiger beträgt aktuell 13 Punkte, auf den Aufstiegsrelegationsplatz sind es aktuell nur zwei Zähler Unterschied. Der große Joker des FCS ist aber, dass man noch zwei (gegenüber des Zweiten) und sogar drei (gegenüber des Ersten) Nachholspiele in der Hinterhand hat. Da man den Tabellenführer Anfang Mai sogar nochmal „zuhause“ empfängt, sehe ich die Meisterschaft noch nicht mal als komplett unrealistisch an - klar ist aber auch, dass man sich vermutlich keinen einzigen Ausrutscher mehr erlauben darf. Seit 2018/19 ist Sindersfeld wieder im Spielbetrieb aktiv und spielt seitdem durchgehend in Kreisliga B, in den letzten fünf Jahren war man am Ende vier Mal in den Top 3 der Tabelle, zum Aufstieg hat es bisher aber nicht gereicht. Im letzten Sommer war man in der Relegation und sah bis zur 90.+3. Minute wie der Aufsteiger aus, allerdings kassierte man dann noch ein Tor und gab in der Verlängerung alles aus der Hand. Auch Speckswinkel ist seit Anfang der 2010er Jahre durchgehend in der KLB, die einzige Ausnahme bildete das Spieljahr 2017/18, als mein eine Saison mal eine Spielklasse höher spielte, aber postwendend wieder den Gang nach unten antreten musste.

 

Um 17:35 Uhr setzte ich mich zuhause in mein Auto und machte mich auf den Weg in Richtung Norden. Die Strecke war 80 Kilometer und sollte 1:04 Std. dauern. Ich selbst fuhr aber nur durch Nidda, die Baustellenumgehung durch Rabertshausen und Rodheim, sowie an Hungen und Lich vorbei. Am Pendlerparkplatz in Fernwald-Steinbach bog ich kurz ab und stieg hier bei Roland ins Auto zu. Er fuhr zurück auf die Bundesstraße bis nach Gießen, wo es zurrst auf die A485 ging, die dann direkt in die B3 mündete. Hier blieben wir bis hinter Marburg, genauer gesagt sogar bis hinter Cölbe. Dort fuhr Roland dann von der Bundesstraße herunter und es waren nur noch vier Kilometer, bis wir den Zielort Schönstadt erreicht hatten. Hier kamen wir etwa 20 Minuten vor offiziellem Spielbeginn am nett gelegenen Ground an und es blieb genug Zeit die Fotorunde zu drehen, bevor wir uns auf eine Bank oberhalb der beiden Trainerbänke setzten. Anpfiff, wie sollte es auch anders sein, mal wieder mit +5.

 

Es war der erwartete B-Klassen-Fußball, also nicht mit Hacke, Spitze, Eins, Zwei, Drei, sondern viel Kampf, viel Krampf und natürlich auch viele Sachen, die nicht so funktionierten, wie sie eigentlich geplant waren. Aber auch hier heißt das Spiel Fußball und 22 Mann rennen einem Ball hinterher und wenn sie ihn haben, schießen sie ihn wieder weg. Spaß beiseite, zeitweise war es nicht wirklich gut, aber das ist auch gar nicht schlimm, wir fanden das Ambiente super, die Erwartungen heute an das Spiel waren sowieso nicht allzu hoch. Die "Gastgeber im Exil" waren ihrem Gegner weitestgehend komplett überlegen, aber besannen sich zwischendurch mehr auf andere Dinge, als einfach nur zu kicken und den schwächeren Gegner viel höher zu schlagen. In der ersten Halbzeit erzielte man drei Tore wobei der Zweite sogar noch ein schöner Schuss in den Winkel war. Nach dem Seitenwechsel kam dann das bereits angesprochene lamentieren am Schiedsrichter, am Rasen, am Gegner und zu guter Letzt auch an den eigenen Mitspielern hinzu und so brachte man es fertig in den ganzen zweiten 45 Minuten nicht ein einziges Tor noch drauf zu packen. Die Gäste fighteten bravourös, aber waren gefühlt im ganzen Spiel nicht einmal durch einen geordneten Angriff bis vor das 1.FC-Gehäuse gekommen. Mit diesem Dreier rutscht Sindersfeld auf jeden Fall schon mal auf den Relegationsplatz nach oben, schauen wir mal, ob es noch zu mehr reich!?

 

 

Nachspielzeit gab es fast gar keine und die Halbzeitpause wurde nur etwas mehr als zehn Minuten gemacht, deswegen saßen wir um 20:50 Uhr schon wieder in Rolands Auto. Nach den vier Kilometern waren wir direkt schon wieder auf der B§, gefolgt von der A485 bis nach Gießen. Am Pendlerparkplatz in Fernwald ließ er mich wieder raus und ich machte mich alleine auf den Weg nachhause. In Hingen wurde noch vollgetankt, damit ich das für morgen auch schon mal aus dem Kreuz habe und nachdem ich mein Auto zuhause um 22:10 Uhr abgestellt hatte, machte ich diesen Bericht fertig, packte ich noch schnell meine Tasche zu Ende und lag um 23 Uhr im Bett. Morgen zwar Frühdienst, dafür aber auch früherer Feierabend, Wochenende und die nächste kleine Nord-Tour.


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