Tore:
0:1 (47.) Fabian Steffens
0:2 (74.) Florian Pietzner
Gelbe Karten: Kevin Wiesemann (45.), TRAINER (52.) / Max Winter (63.), Florian Pietzner (76.).
Schiedsrichter: David Schug
Zuschauer: ca. 90
Saison 2025/26
Kreisoberliga Schwalm-Eder
(Nachholspiel vom 22. Spieltag)
Sportplatz Geismar
(Fritzlar - Geismar)
0:2 (0:0)
Tore:
0:1 (47.) Fabian Steffens
0:2 (74.) Florian Pietzner
Gelbe Karten: Kevin Wiesemann (45.), TRAINER (52.) / Max Winter (63.), Florian Pietzner (76.).
Schiedsrichter: David Schug
Zuschauer: ca. 90
Heute gibt es dann endlich wieder einen Kreuz bei einem Kreisoberligisten und dann dazu auch noch in einer Staffel, die wegen der eher geringen Teilnehmerzahl nicht einen einzigen Werktags-Spieltag angesetzt hat, was für mich zum Beispiel bedeutet um hier einen neuen Ground besuchen zu können, muss ich schon auf Spielausfälle und -verlegungen unter die Woche hoffen. Soooooo schlecht war das Wetter im Herbst/Frühjahr jetzt auch nicht, ergo: Wenig Nachholer vorhanden! Den heute hatte ich mir deshalb direkt in meine Planungen geschrieben, als ich die Terminierung gesehen hatte und habe auch nicht mehr daran gerüttelt. Im Gegenteil, denn jeder Kreisoberligist in Nordhessen tut mir gut, da hier die Füllstände tatsächlich die schwächsten sind (KOL Kassel 4 von 16, KOL Hofgeismar-Wolfhagen 6 von 14, Werra-Meissner 6 von 15, KOL Waldeck-Frankenberg 6 von 17 und in der heutigen KOL Schwalm-Eder waren es vor dem heutigen Kreuz 5 von 15). Dadurch versuche ich natürlich immer ganz gerne die Chance zu nutzen, wenn hier ein Verein ein Heimspiel unter der Woche hat.
Nach Feierabend und Abendessen sollte zuhause eigentlich noch eine halbe Stunde für die Couch drin sein und ich legte mich auch kurz dort hin. Zum Glück kam mir aber halbwegs früh in den Sinn mal die Strecke zu kontrollieren und, oh schreck, zwei Staus! Statt 1:18 Std. plötzlich 1:43 Std. und ein ganzes Stückchen Landstraße mehr. Meine Ruhe war somit quasi von jetzt auf sofort beendet, wobei ich heute sogar durchaus genug Alternativen gehabt hätte und einfach ein anderes Spiel hätte nehmen können: Oben hatte ich aber bereits erklärt, warum ich diesen Kick ausgewählt hatte und deswegen wollte ich es auch unbedingt durchziehen. Also war nun aufstehen und fertig machen angesagt und um 17:12 Uhr ging es auf die 110 Kilometer. In Nidda war es schon ein wenig chaotisch durch den Arbeitsverkehr, hatte ich ab Ulfa einen polnischen LKW vor mir, der wohl die vollen Autobahnen umfahren wollte und dafür die kurvige und teilweise auch recht enge Strecke wählte, kannste mittlerweile echt nur noch mit dem Kopf schütteln. Bei seinem „Tempo“ waren wir kaum Ulfa raus, hatte ich hinter mir bereits sechs Autos (wenn ich es richtig gesehen habe). Bei der ersten Geraden zwängte ich mich vorbei, was ihm nicht passte, mir aber auch ehrlicherweise völlig egal war. Freiwillig auch nur mal ein klein wenig Platz zu machen, wenn ich merke, dass Jemand vorbei will, das kommt logischerweise nicht in Frage, kennt man ja. Egal, ich war vorbei und nun war erstmal freie Fahrt angesagt. Normalerweise wäre ich hinter Mücke auf die A5 gefahren, aber hier waren immer noch die gemeldeten sechs Kilometer Stau vor dem Ohmtal-Dreieck, also unter der Autobahn hindurch und weiter Landstraße. Nachdem Homberg (Ohm) passiert war, ging es endlich auf den Highway, nun dann halt direkt auf die A49. Allerdings auch nur für etwa 35 Kilometer, denn an der Ausfahrt Neuental (also dort von wo die heutige Gäste-Mannschaft her kommt) fuhr ich erneut runter, um den zweiten Stau ebenfalls zu umfahren, auch wenn dieser mittlerweile nur noch zwei Kilometer lang war. Nach etwa einem Dutzend Kilometer (u.a. durch Bad Zwesten) fuhr ich nochmal auf die A49 und sollte laut Navi vier Minuten gespart haben. Zwei Ausfahrten (oder auch zehn Kilometer) später, an der Ausfahrt Fritzlar, musste ich wiederum die Ausfahrtsspur benutzen und war vier Kilometer später erreichte ich mein Zielort, das Sportgelände des TSV Geismar. Zuerst war tatsächlich ein wenig Parkplatzchaos, was aber auch daran lag, dass es direkt am Platz nur wenig Parkplätze gab und die einzige Zufahrtsstraße einseitig zugeparkt war. Nachdem ich gewendet hatte und dem kleinen Durcheinander entflohen war, fand ich einen Stellplatz, wo ich um 18:54 Uhr den Schlüssel aus dem Zündschloss zog. Zwei Minütchen später stand ich an der Kasse und nachdem ich vier Euro auf den Zisch gelegt hatte, bekam ich eine nette Eintrittskarte und startete drinnen direkt meine Fotorunde. Nachdem ich damit durch war und den Anstoß abgelichtet hatte, setzte ich mich auf die mittlere der drei Bank-Reihen.
In der Kreisoberliga Schwalm-Eder hatten wir ein Nachholspiel des 22. Spieltags angesetzt zwischen den Spielgemeinschaften Geismar/Züschen und Neuental/Jesberg. Ein Derby ist es nicht, aber getrennt von nur zwei Autobahnabfahrten bzw. knapp 15 Kilometer, liegen die beiden Kontrahenten nicht weit auseinander. Tabellarisch sieht das Ganze anders aus, denn in der 15er Liga stehen sich der Elfte und der Zweite gegenüber. Die Hausherren haben zum ersten der drei Regelabstiegsplätze fünf Punkte Vorsprung, aber das heutige Spiel noch in der Hinterhand als Joker. Da es nur noch sieben komplette Spieltage sind, ist das schon ein kleiner Puffer, aber natürlich alles andere als genug um sich zurücklehnen zu können. Ganz anders die heutige Auswärtsmannschaft, die auf dem ersten Verfolgerplatz des Tabellenführers, FC Domstadt Fritzlar, steht. Man befindet sich mitten im Aufstiegskampf, allerdings sind es bis zur Spitze schon elf Zähler Rückstand und beide Mannschaften haben jeweils ein Nachholer. Der Vorsprung auf den Dritten sind allerdings auch schon zehn Punkte und der Konkurrent hat schon ein Spiel mehr absolviert. Da jeweils insgesamt überhaupt nur noch 21 Punkte möglich sind, läuft alles klar darauf hin, als würde man nach Abschluss der regulären Saison mit der Relegation noch eine weitere Chance auf den Gruppenliga-Aufstieg bekommen. Geismar/Züschen ist übrigens Aufsteiger aus der KLA und war 2017/18 sogar noch B-Ligist, die Gäste waren 2012/13 und 2013/14 sogar zwei Jahre in der Verbandsliga, damals noch als SG Gilsa/Jesberg/Waltersbrück (während dieser Zeit kreuzte ich den Sportplatz in Gilsa). Seit 2014 spielt man als SG Neuental/Jesberg und pendelte in den letzten Jahren öfters mal zwischen Gruppen- und Kreisoberliga hin und her. Auch die Formkurven sind komplett entgegen gesetzt, denn die SGGZ konnte seit der Winterpause keinen Sieg mehr einfahren (zwei Remis, zwei Niederlagen), während die SGNJ in diesem Kalenderjahr in der Liga vier Mal siegreich war und zudem im Kreispokal-Halbfinale trotz 0-2 Rückstand bis zur 70. Minute mit dem Melsunger FV zum zweiten Mal im Verlauf des Wettbewerbs einen Gruppenligisten eliminierte. Im Finale geht es am 14. Mai mit dem FSG Gudensberg gegen das dritte klassenhöhere Team, ob hier alles guten Dinge Drei sind?
Es war ein eher ruhiger Beginn, die favorisierten Gäste waren optisch schon überlegen, versuchten es aber immer wieder mit langen Bällen, die von den kopfballstarken Hausherren aber immer recht schnell abgewehrt wurden. Man stellte auf spielerische Mittel um, was aber auf dem holprigen Rasenplatz, der an vielen Stellen einfach nur mit einem Haufen Sand „geflickt“ wurde, nicht wirklich einfach war. In der 28. Minute die größte Chance des Tabellenzweiten im ersten Abschnitt, aber der Fernschuss klatschte an den Querbalken. Da von den Einheimischen offensiv quasi gar nichts zu sehen war, ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel ließ der Tabellenzweite aber dann keine Zeit verstreichen und traf etwas mehr als zwei Minuten nach dem Wiederanpfiff zum 0-1. Nun hatte man etwas mehr Zug zum Tor, vergab aber erstmal zwei, drei richtig gute Möglichkeiten. Da die Heimelf aber weiterhin keine Aktionen in der gegnerischen Hälfte hatte, war das aber kein Problem. Dann folgte der große Auftritt des Rechtsverteidigers von Neuental/Jesberg, der den Ball aus über 20 Metern in die Maschen jagte und wenn man die Reaktionen von Mitspielern, Trainer und Zuschauer so sah, dann hat er wohl nicht oft das Glück als Torschütze im Spielbericht zu stehen. Damit war dann ein wenig die Luft raus, denn zur klar waren die Kräfteverhältnisse auf dem Grün verteilt. Das sah wohl der Unparteiische genau so und beendete das Match nach nur einer Minute Nachspielzeit und der Dreier geht hochverdient mit ein paar Kilometer weiter südlich.
Trotz verspätetem Beginn waren wir aufgrund von eingehaltener 15 Minuten Pause und fast keiner Nachspielzeit super in der Zeit. Schon um 20:50 Uhr lief ich zum geparkten Auto zurück und startete kurz darauf auch den Motor. Nun fuhr ich die ganz normale Route zurück, die auf dem Hinweg in Richtung Süden auch jederzeit frei war, nur nach Norden gab es diese oben beschriebenen Probleme. In Fritzlar auf die A49, herunter bis zum Ohmtal-Dreieck, entschied ich mich gegen die kürzeste Strecke in Grünberg abzufahren, da es mir hier zu viel durch Wälder und Wiesen geht. Stattdessen blieb ich bis Fernwald auf der A5, um ab hier auf der B457 an Lich und Hungen vorbei bis zur Sperrung bei Rodheim zu fahren. Von hier ging es durch Rodheim und Rabertshausen auf die Straße zwischen Ulfa und Harb. Durch Nidda musste ich auch noch durch und kam sieben Kilometer später zuhause an, wo ich mein Fahrzeug um 22:25 Uhr in der Garage abstellte. Oben verfolgte ich noch die letzte halbe Stunde des Champions League Spiels des FC Bayern gegen Real Madrid und haute mich irgendwann in Richtung Mitternacht in die Falle.