Die Kickers wurden in dieser Woche wieder auf Samstag terminiert, da wollte ich natürlich danach noch einen zusätzlichen neuen Ground machen. Es gab drei, vier interessante
Alternativen, zu denen aber auch wieder Kunstrasen-Nebenplätze gehörten. So lange das Wetter gut ist und wie in diesem Fall kein Nebenplatz existiert, dann nehme ich mir doch lieber
Naturrasenplätze mit in meine Planungen auf, auch wenn das Spiel dann vielleicht in einer niedrigeren Liga ist - es sei denn natürlich es handelt sich um einen KR-Hauptplatz meiner größten
Suchfelder (die deutschen Oberligen oder die hessischen Gruppen- und Kreisoberligen). Ich entschied mich für die Kreisliga B Fulda Süd, wobei der Spielort von mir zuhause sogar noch vor der
Domstadt liegt und obwohl ich eigentlich zwischen Offenbach und dem Abendkick zu viel Zeit hatte, aber die werde ich schon irgendwie rum bringen, dachte ich. Letztendlich entschied sich aber
mein Dad mit nach Offenbach zu fahren und so nahm ich den kleinen Schlenker von etwa 15 bis 20 Kilometer über zuhause in Kauf nach dem OFC-Spiel, Zeit war ja wirklich genug.
Es handelte sich um das Match zwischen der KSG Radmühl und der KSG Wüstwillenroth/Lichenroth, was zudem sogar noch ein Derby ist, da nur wenige Kilometer zwischen den
Ortschaften liegen. Tabellarisch gesehen bedeutete dies in der 14er Liga der Fünfte gegen den Achten, hört sich eigentlich eher nach einem Duell von Teams aus dem vorderen Mittelfeld an. Nun
das große Aber... Der Tabellenführer, der eigentlich mit elf Punkten enteilt ist, darf nicht aufsteigen, weil sich die Reserve-Spielgemeinschaft im Sommer auflöst. Gerüchteweise zu Folge
(stand in der heimischen Zeitung) würde der Zweitplatzierte das Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen und dann hätte man die Mannschaften auf den Plätzen Drei bis Sieben, die alle innerhalb von nur
sieben Zählern Differenz liegen und die Teams auf 6 & 7 beide jeweils noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand haben, so dass es hier noch ganz, ganz eng werden kann. Radmühl kam als
Aufsteiger 2018/19 in die Kreisliga B und ist seitdem durchgehend dort, Wüstwillenroth/Lichenroth ist sogar bereits seit 2013/14 durchgehend Kreisliga B, wechselte aber vor dieser
Saison vom Fußballkreis Gelnhausen in den Kreis Fulda bzw. Schlüchtern.
Der OFC liefere endlich mal und schlug den designierten Absteiger TSG Balingen auf dem Bieberer Berg mit 5-0 und danach fuhr ich gemütlich nachhause meinen Das absetzen und
war immer noch viel zu früh. Nach einer halben Stunde auf der Couch fuhr ich um 17:42 Uhr zuhause los uns hatte auf dem Navi 35 Kilometer Fahrstrecke und 33 Minuten Fahrzeit stehen. Durch
Gedern hindurch, ging es vor Hartmannshain rechts ab, musste ich dann auch noch durch Lichenroth und Wüstwillenroth, den beiden Ortschaften der heutigen Gäste-Spielgemeinschaft. Es folgte
noch Wettges, danach hatte ich dann auch bereits Radmühl, den Spielort, eine Viertelstunde vor Spielbeginn erreicht. Ich drehte meine Foto-Runde, lichtete den Anstoß ab und gönnte mir danach
erstmal eine Currywurst-Pommes als Abendessen.
Zu Spielbeginn entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, mit kleinen Möglichkeiten hüben wie drüben, aber insgesamt wenig spektakuläres. Die Gastgeber vielleicht optisch ein
wenig überlegen, aber wie gesagt, das torlose Remis ging schon eher in Ordnung so. Nach der Hälfte der ersten Halbzeit übernahmen die Gäste immer mehr das Kommando und hatten bis zur Pause
mindestens noch ein halbes Dutzend Eckbälle, eher noch mehr. Ein Tor schossen sie auch, nach einem Angriff über außen wurde der Pfosten getroffen und der Abpraller konnte ins ziemlich leere
Tor eingeschoben werden. Nach dem Seitenwechsel ging es Schlag auf Schlag, in der 48. Minute der Ausgleich nach einem Zweikampf im Strafraum, keine Ahnung ob der Stürmer oder der Verteidiger
zuletzt am Ball war!? Sieben Minuten später ging die Spielgemeinschaft erneut in Front, um nur weitere sechs Minuten später das 2-2 zu kassieren. Zwischendurch entwickelte sich direkt neben
mir noch die spannende und wichtige Unterhaltung zwischen Fynn, Luis und Lennox neben mir, wer von ihnen denn schon konfirmiert ist und am geschenkten Äppler-Cola mit trinken darf. Bei der
allgemeinen Frage, ob denn Äppler oder Cola-Bier besser schmeckt, da waren sie sich nicht mehr einig. Aber zurück zum sportlichen: Hier war es weiterhin hart umkämpft und zwischendurch auch
mal nickelig, aber es blieb alles im Rahmen. Durch einen Fernschuss aus etwa 25 Metern gingen die Gäste ein drittes Mal in Führung, aber dieses Mal reichte es nicht zum dritten Ausgleich,
sondern keine fünf Minuten später wurde das 2-4 nachgelegt. Beide Tore ähnelten sich stark, jeweils Fernschüsse, die sich beide hinter dem nicht allzu großen Radmühler Torhüter ins Netz
senkten. Damit war dann der Wille der Hausherren gebrochen und das war dann auch das Endergebnis in diesem Derby, welches vor knapp 180 Zuschauern ausgetragen wurde, absolut top.
Ich saß bereit um 20:22 Uhr wieder in meiner Karre und machte mich direkt auf den Weg nachhause, obwohl dieser ja alles andere als weit war. Der Weg war exakt der Gleiche,
wie auch bereits auf dem Hinweg - nur natürlich in die entgegen gesetzte Richtung. Da es aber wieder mal durch viele Wälder und an einiges an Felder & Wiesen vorbei ging, fuhr ich aber
lieber mal wieder vorsichtig. So war ich gegen 21 Uhr dann zuhause und schaute im TV noch die zweite Halbzeit des Topspiels der 2. Bundesliga. Da ich aber immer noch ein wenig müde war und es
morgen ja auch wieder on Tour geht, haut ich mich aber schon kurz vor Mitternacht um.