Tore:
0:1 (8.) Valentin Nasarov
1:1 (20.) David Blaumer
1:2 (43.) Valentin Nasarov
1:3 (51.) Fynn Butterweck
Gelbe Karten: Nils Maurer (60.) / Jannik Lehnert (45.).
Schiedsrichter: Simon Hesse
Zuschauer: ca. 180
Saison 2025/26
Kreispokal Frankenberg
(Halbfinale)
Sportplatz Jahnstraße
(Allendorf - Battenberg)
1:3 (1:2)
Tore:
0:1 (8.) Valentin Nasarov
1:1 (20.) David Blaumer
1:2 (43.) Valentin Nasarov
1:3 (51.) Fynn Butterweck
Gelbe Karten: Nils Maurer (60.) / Jannik Lehnert (45.).
Schiedsrichter: Simon Hesse
Zuschauer: ca. 180
Weiter geht’s auch an diesem Mittwoch, wobei erneut kein koch fehlender Gruppen- oder Kreisoberligist mit dem Hauptplatz möglich war und so machte ich ein wenig “vorausschauendes Hopping”, denn mein besuchter Ground sollte höchstwahrscheinlich in der kommenden Saison KOL spielen, denn man ist sportlich derzeit auf einer Erfolgswelle unterwegs. Mein Match heute war aber zuerst einmal ein Kreispokalspiel und zwar das erste Halbfinale des Fußballkreis Frankenberg zwischen der SG Rennertehausen/Battenfeld und dem FC Ederbergland. Kreisliga A gegen Verbandsliga, also drei Ligen Unterschied, was den Gast natürlich automatisch zum Favoriten macht. Die Hausherren sind aktuell Spitzenreiter der Kreisliga A Frankenberg und haben sieben Spieltage vor Schluss neun Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Nach 13 Siegen am Stück hat man vergangenes Wochenende das erste Mal wieder ein Remis zugelassen, erst das Vierte in dieser Saison (drei davon waren in den ersten sieben Spielen), man hat also in dieser Spielzeit noch kein einziges Pflichtspiel verloren. Auf dem Weg ins Halbfinale musste man aber erst zwei Partien absolvieren, man schlug den Verfolger aus der Liga auswärts mit 2-4 und siegte in der letzten Runde zuhause gegen den Kreisoberliga-Ersten mit 4-3, das war schon ein gehöriges Ausrufezeichen. In den letzten Jahren pendelte man selbst desöfteren zwischen zwischen KLA und KOL. Die Gäste hingegen waren bis 2018/19 sogar in der höchsten Spielklasse unseres schönen Bundeslandes, der Hessenliga, unterwegs und seit dem Abstieg am Ende dieser Spielzeit ist man durchgehend in der Verbandsliga aktiv. In dieser Saison ist der Zug nach oben bei 16 Punkten weniger als der Relegationsplatz auch bereits abgefahren sein, auch zu den fünf Regelabstiegsplätzen beträgt der Vorsprung schon neun Punkte (und man hat noch ein Nachholspiel in der Hinterhand), einzig den Abstiegsrelegationsplatz sollte man noch im Auge behalten, da hier der Puffer bei geringen vier Zählern liegt. Die gleichen beiden Vereine beatritten übrigens im vergangenen Mai schon das Endspiel des letztjährigen Kreispokal-Wettbewerbs und hier setzte sich der FCE in Haine souverän mit 5-0 durch.
Der übliche Tagesablauf mit kurz nach 16 Uhr Feierabend, zuhause Abendessen, blieb heute aber keine Zeit großartig die Couch zu drücken o.ä., denn um 17:20 Uhr saß ich bereits wieder im Auto in Richtung Nordhessen und das Navi sagte 104 Kilometer Fahrstrecke und 1:20 Std. Fahrzeit voraus. In Nidda machte ich am Bürgerhaus noch einen kleinen Schlenker und sammelte Snicki noch ein, der sich gestern gemeldet hatte und mitfahren wollte. Wegen der Sperrung Harb/Hungen konnten wir nicht über die Bundesstraße nach Gießen fahren, sondern machten den kleinen Bogen ab Berstadt über die A45 bis zum Gießener Südkreuz. Hier auf die A485 gewechselt, die dann in die B3 überging und dieser blieben wir bis hinter Marburg, genauer gesagt bis bei Cölbe Auf der B252 fuhren wir an Wetter vorbei. Die B236 brachte uns als Querverbindung in Battenberg auf die B253 und nachdem wir an Allendorf/Eder vorbei waren, kamen auch schon der Stadtteil Rennertehausen an, wo ich um 18:38 Uhr mein Auto direkt in der Nähe des Sportgeländes parkte. Nach dem Bezahlen von fünf Euro betraten wir den Innenraum und Snicki „brauchte jetzt dringend einen Äppler“, bevor wir uns dann erstmal auf die Foto-Runde machten und uns unter die Überdachung des Schützenhauses stellten, auch wenn natürlich klar war, dass es heute nicht regnen würde.
Von Sekunde Eins an machte der Verbandsligist klipp und klar, dass es hier heute eigentlich nur einen Sieger geben kann. Früh rollte Angriff um Angriff auf das Gehäuse der Einheimischen und bereits in der 8. Minute klingelte es nach einem Flankenball. Auch fortan eine Körpersprache, die zeigte, dass sie es absolut ernst nehmen. Sie hatten viele Offensivaktionen und auch einige Torchancen, aber der zweite Treffer wollte einfach nicht fallen. Nach 20 gespielten Minuten waren sie mal wieder im Vorwärtsgang, verloren aber den Ball und standen plötzlich an der Mittellinie mit Eins gegen Zwei. Einer Pass in die Tiefe und ihr schneller Stürmer (der in der Liga schon 23 Buden gemacht hat) überlief den letzten Verteidiger und netzte im direkten Duell mit dem Torhüter eiskalt zum Ausgleich ein. Dieser Treffer nahm dem Favoriten ein wenig die Luft aus dem Spiel. Klar, sie waren optisch immer noch überlegen, aber der letzte Zug zum Tor fehlte plötzlich und auch die Zuspiele wurden ungenauer. Dennoch gingen sie unmittelbar vor der Halbzeit ein zweites Mal in Führung, hatten aber doppelt Glück dabei, denn zuerst rutscht der SG-Starstürmer vorne bei einem der ganz wenigen Angriffe im Strafraum aus und im direkten Gegenzug fällt das 1-2 durch einen abgefälschten Schuss, der den Ball für den Schlussmann unhaltbar machte. Nach dem Seitenwechsel traf der FCE früh durch einen flachen Schlenzer, der an Freund und Feind (und auch am Schlussmann) vorbei ins lange Eck kullerte. Danach verflachte die Partie zusehends, Ederbergland wollte sicherlich noch in einen Konter laufen und die Hausherren konnten mit dem Ergebnis vermutlich auch ganz gut leben. Viel passierte nicht mehr und der große Favorit auf den Pokalsieg zog souverän und verdient ins Kreispokalfinale ein, wo der Gegner in der kommenden Woche in einem Duell zweier Kreisoberliga-Mannschaften entschieden wird.
Leicht verspätet wurde angepfiffen und somit auch leicht verspätet abgepfiffen, dennoch ist so ein früher 19 Uhr Kick immer gut, so dass wir um 20:55 Uhr schon wieder in meiner Karre saßen. Zuerst ging es wieder die ganzen Bundesstraßen an Allendorf/Eder, Wetter und Marburg vorbei, bis wir erneut auf der A485, dem Gießener Autobahnring, waren. Da aber am Gießener Südkreuz die Abfahrt zur A45 in Richtung Süden derzeit auch gesperrt ist, fuhren wir an der Ausfahrt Gießen "Licher Straße" vom Highway herunter und auf der Bundesstraße an Lich und Hingen vorbei. Wegen der Sperrung ging es durch Rodheim und Rabertshausen, bevor wir in Harb dann wieder auf die normale Strecke zurückkehren konnten. In Nidda wurde Snicki raus gelassen und um 22:20 Uhr stellte ich mein Auto in der Garage ab und nachdem ich oben diesen Bericht online gestellt hatte, verzog ich mich recht schnell ins Bett.