Der Donnerstag ist erreicht und dank dem Osterfest ist dieser Tag Geündonnerstag und somit bereits der letzte Arbeitstag für diese Woche. Dass wir das komplette verlängerte
Wochenende unterwegs sind, das habe ich in den letzten Berichten ja schon das ein oder andere Mal bereits erwähnt, muss es aber hiermit nochmal tun, denn das ist auch der Grund, warum ich am
Tag vor einem freien Tag nur den Ground in Hirzenhain - Glashütten besuche, der nur exakt sieben Kilometer von meiner Home Adresse entfernt liegt. Es handelt sich um die Kreisoberliga meines
heimischen Büdinger Fußballkreises, in welcher ich die Hauptplätze aller teilnehmenden Mannschaften schon besucht habe, beim heutigen Spielfeld handelt es sich aber um den Ground B einer
Spielgemeinschaft. Natürlich habe ich bereits selbst darauf gekickt, vermutlich sogar in zweistelliger Anzahl und auch von der Seitenlinie habe ich schon zugeschaut, aber das war alles, bevor
ich angefangen habe zu zählen bzw. meine ganzen Spiele notiere. Da ich nicht einfach das Kreuz setzen will (obwohl ich ja weiß, dass ich definitiv da war), besuche ich die ganzen Grounds
(größtenteils aus dem Büdinger Fußballkreis) eben bei Gelegenheit nochmal. So eine Gelegenheit war eben heute, wo ich sowieso keine weite Strecke machen wollte, damit ich frühestmöglich im
Bett liegen kann.
in dieser Liga nimmt auch mein Heimatverein teil und dümpelt am unteren Ende der Tabelle herum. Ziemlich sicher muss man nach drei Jahren KOL das erste Mal wieder den Gang
nach unten in die KLA antreten. Mein heutiges Match war ein Duell der Teams auf den Plätzen Dreizehn und Vier, also mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen und Zielen im weiteren Verlauf der
Saison. Für die Hausherren, die bis zur Corona-Abbruchsaison 2020/21 in einer anderen Spielgemeinschaft befanden und seit Bestehen der neuen SG in der Kreisliga A unterwegs waren, ist es nach
den Aufstieg im letzten Sommer die erste KOL-Saison und man hat 13 Punkte Vorsprung auf den ersten Direktabsteiger und auch bereits fünf Zähler auf den Abstiegsrelegationsplatz. Mit drei
Siegen aus den fünf Spielen seit der Winterpause ist man tatsächlich auch auf einem ordentlichen Weg die Spielzeit erfolgreich zu gestalten. Die Gäste hingegen sind mit 59 Punkten erster
Verfolger des Top-Trios aus Oberau, Wenings und Nidda, die 63 bzw. 62 Punkte auf dem Konto haben. Man hat seit der Winterpause sechs Siege aus sechs Spielen und wenn man die drei Dreier von
unmittelbar vor der Unterbrechung mit dazu gerechnet hat man 27 der 27 möglichen Punkte geholt seit Anfang November 2025. Die direkte Konkurrenz aus Wenings und Oberau hat man zudem im
laufenden Saisonverlauf noch zuhause auf dem eigenen Sportgelände, so dass es gar nicht mal utopisch ist, dass die Alemannia vielleicht nochmal in das Rennen um Tabellenspitze eingreift. Seit
2019/20 war Gedern bereits zwei Mal in der Gruppenliga, nur in 20/21 schaffte man den Klassenerhalt durch den Abbruch aufgrund von Corona (wobei man sogar zum Abbruchzeitpunkt auch
tatsächlich über dem Strich stand), im Jahr darauf stieg man trotz 44(!) gesammelter Punkte direkt ab, zwei Jahre danach ergatterte man nach dem direkten Wiederaufstieg erneut ordentliche 38
Punkte, die dieses Mal für den Relegationsplatz reichte. In einer Dreier-Runde gab es einen Sieg und eine Niederlage, was nur zu Platz 2 reichte und somit den erneuten Abstieg bedeutete.
Jetzt ist man das zweite Jahre in Folge wieder in der KOL Büdingen und nach Platz 3 im Vorjahr, will man nun diese Spielzeit mindestens einen Platz höher beenden.
Nach Feierabend und Abendessen blieb noch Zeit um die Tasche für die Oster-Tour final zu packen und auch danach noch auf der Couch ein wenig zu ruhen. Um 19:10 Uhr saß ich
aber im Auto und hatte die unfassbar weite Anreise von sechs Minuten und die aber auch nur, weil ich ein etwas langsameres Auto vor mit hatte. Weil ich die schnellere Route über die
Bundesstraße wählte, musste ich nicht mal durch einen anderen Ort fahren. Weil ich so früh am Sportgelände war, entwchied ich mich kurzfristig noch schnell in den Nachbarort zu fahren und die
Karre voll zu tanken, damit ich das morgen oder nachher nach dem Spiel nicht noch machen muss. Trotz des Tankvorgangs kam ich immer noch früh genug um 19:25 Uhr am Ground, wo gerade Matthias
und Thorsten Mankel bereits schon ihre Runde drehten. Ich stieg aus und nach kurzer Begrüßung lief ich auch mein Ründ‘chen, bevor wir uns auf der Geraden gegenüber des Sportheims an die
Barriere stellten.
Auf dem holprigen und nicht wirklich gemähten Rasenplatz sahen wir ein Spiel auf nicht allzu hohem Niveau, auch mit sehr vielen technischen Fehlern. Die Hausherren kamen eher
über den Kampf, die Alemannen versuchten es zu Beginn eher spielerisch zu lösen, was aber auf diesem Platz sehr schwer war. Wirklich große Chancen gab es in den ersten 45 Minuten nicht und so
war das 0-0 auch das einzig gerechtfertigte Ergebnis zum Gang in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel wenig Änderung, außer dass Gedern nach etwa einer Stunde Spielzeit ein wenig den Druck in
Richtung des SG-Gehäuses erhöhte, aber der letzte Pass oder auch die Abschlüsse waren viel zu ungenau. Der aufgrund einer Verletzung des ersten Mannes eingewechselte Ersatz-Torhüter musste
nur selten eingreifen. Die besten Tormöglichkeiten hatten in den letzten zehn Minuten tatsächlich zwei Mal die Einheimischen und der FCA-Schlussmann musste jeweils sein ganzes Können zeigen.
Der größte Aufreger dann noch in der vierten Minute der Nachspielzeit, als ein Spieler der Gastgeber an der Mittellinie ein grobes Foul hinlegte und vom Gefoulten dafür geschubst wurde. Beide
erhielten den knallroten Karton, aber mit noch mehr Platz auf den Spielfeld passierte in den weiteren vier Minuten Aufschlag auch nichts mehr und es bleib nach 90+8 Minuten bei dem torlosen
Remis und einer Punkteteilung, die dem Aufsteiger definitiv mehr hilft, als dem ehemaligen Gruppenligisten.
Um 21:29 Uhr steckte ich den Schlüssel in das Zündschloss meines Autos und fuhr direkt los. Obwohl ich jetzt sogar durch Ober-Lais fuhr, was ein Kilometer kürzer ist, dauerte
auch diese Fahrt ganze sechs Minuten. Um den Fauerbacher Sportplatz machte ich einen Bogen, denn so gerne ich dort noch ein, zwei Bierchen mit meinen Buddys getrunken hätte, das hätte aber
gar keinen Sinn gemacht. So fuhr ich auf direktem Weg nachhause und nachdem ich bei laufender Darts Premier League im TV diesen Bericht fertig gemacht und hoch geladen hatte, legte ich mich
in Richtung 22:30 Uhr in mein Bett, natürlich in der Hoffnung recht schnell einzuschlafen, denn die Nacht wird eh wieder mal kurz genug.