Saison 2025/26

Kreisoberliga Waldeck-Frankenberg

(vorgezogener 34. Spieltag)

 

Sportplatz Höringhausen
(Waldeck - Höringhausen)

 
Mittwoch, 01. April 2026 / 19:00 Uhr
 
SG Höringhausen/Meineringhausen -
SG Eder Frankenberg


2:1 (0:0)


Tore:

1:0 (51.) Sven Martin

1:1 (55.) Hugo Herrmann (Handelfmeter)

2:1 (77.) Marc Jungrichter

   

Gelbe Karten: Sven Martin (45.+2.), Adam Pendzich (80.) /// Michael Happe (45.+1.).

Schiedsrichter: Xaver Koppe

Zuschauer: ca. 100

 

Eigentlich hatte ich heute vor mit Baumberg den nächsten Oberligisten abzureißen, allerdings Spielbeginn 20 Uhr in Verbindung mit einer Fahrzeit von 2,5 Stunden ließen mich schon zweifeln. Ihre neue Sportanlage hat neben dem Hauptplatz aus Naturrasen auch einen neuen Kunstrasenplatz und da in den Vorberichten anirgendwo explizit erwähnt wurde auf welchen Platz das Match stattfinden soll, war mir dieses Risiko einfach zu groß diese Tortur auf mich zu nehmen und am Ende an der lieblosen Plastikwiese neben dem Stadion zu stehen. Stattdessen sah ich, dass die Kreisoberliga Waldeck-Frankenberg einen kompletten Spieltag angesetzt hat und hier wird um 19 Uhr begonnen und bei meinen beiden möglichen Spielen ist die Anfahrt zudem 30-40 Minuten kürzer, was also dazu noch eine über anderthalb Stunden frühere Rückkehr nachhause bedeutet. Grundsätzlich war es mir egal welches Spiel es werden würde, es waren beides Naturrasenplätze und keiner der Plätze konnte den anderen jetzt durch besondere Schönheit ausstechen und tabellarisch sind beide Teams in Sicherheit, also entschied ich mich für den mit der 12 Minuten längeren Fahrzeit, denn wenn ich schon mal wieder „da oben“ bin, dann nutze ich es auch komplett aus.

 

Wie bereits erwähnt, handelt es sich um ein Spiel der KOL Waldeck-Frankenberg und in der Liga mit 17 Mannschaften stehen sich die Teams auf den Rängen 7 und 5 gegenüber - beide getrennt nur durch ein einziges Pünktchen. Der Zug nach oben zum direkten Aufstiegs- und auch zum Aufstiegsrelegationsplatz sind schon abgefahren, nach unten hingegen sollen beide Teams lieber noch ein offenes Auge behalten. Die Regelabsteiger-Zahl sind nämlich Fünf plus ein Relegationsplatz. Zu Platz 13, der am Saisonende den direkten Gang in die Kreisliga A bedeuten würde, ist der Vorsprung immerhin bereits 13 bzw. 14 Punkte, allerdings hat die Mannschaft dort noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand und ist derzeit (drei Siege in Folge) sehr gut drauf. Zum Abstiegsrelegationsplatz sind es aktuell sieben bzw. acht Punkte (bei gleicher Anzahl an ausgetragenen Spielen), was schon ein Polster ist, aber keins zum kompletten ausruhen darauf. Es sind nach den heutigen 90 Minuten immer noch neun weitere Partien auszutragen, genug Zeit um noch Punkte zu sammeln. Die heimische ist seit ihrer Gründung vor der Saison 2018/19 durchgehend in der Kreisoberliga unterwegs und bis auf zwei Jahre war man jeweils am Ende der Saison immer auf einem einstelligen Tabellenplatz zu finden. Die Kreisstädter sind Aufsteiger in die KOL, nachdem man acht Jahre lang am Stück nur in der Kreisliga A unterwegs war und dafür spielt man echt eine gute Runde bisher.

 

Nach Feierabend und Abendessen zuhause blieben ziemlich genau zehn Minuten Couch Time um etwas herunter zu kommen. Danach musste ich direkt in meine Klamotten hüpfen und stecke den Schlüssel um 17:02 Uhr ins Zündschloss meines Fahrzeugs. Bei 143 Kilometer Strecke sagte das Navi 1:48 Std. voraus und somit hatte ich zehn Minuten Puffer, die irgendwie ausreichen sollten und mussten. Da ich aber bis hinter Mücke auf Landstraßen verbleibe und dann direkt auf die A5 auffahre, rechnete ich damit hier erstmal die ein oder andere Minute noch heraus fahren zu können und falls ich unterwegs doch merke, dass es zeitlich nicht hinhaut, könnte ich unterwegs im Notfall noch meine Route ändern und das oben benannte andere KOL-Spiel anfahren. So weit kam es aber nicht und meine Erfahrung war auch korrekt, denn als ich den Highway befuhr, war mein Puffer um fünf auf 15 Minuten gestiegen. Kaum auf der A5 musste ich am Ohmtal-Dreieck auf die A49 in Richtung Norden wechseln, fuhr nun einen spritsparenden Stil und blieb hier bis zur Ausfahrt Wabern. Ab nun waren es noch 35 Kilometer Landstraßen in die nordwestliche Richtung, u.a. auf der B485 gefühlt nur einen Steinwurf von Waldeck (und somit auch vom Edersee) entfernt. Um 18:48 Uhr stellte ich mein Auto auf dem Parkplatz unterhalb des Sportgeländes ab und war zwei Minuten später im Innenraum des Grounds. Logischerweise drehte ich zuerst meine übliche Foto-Runde und stellte mich dann auf die Längsseite mit der Barriere.

 

Es war von Beginn an ein Spiel, welches mehr über die kämpferische Schiene lieg, spielerisch war doch vieles eher Stückwerk. Die Gäste waren optisch überlegen, brachten aber das Tor der Spielgemeinschaft nur selten in Bedrängnis. Da auch die Hausherren offensiv mal abgesehen von zwei Fernschüssen auch kein offensives Feuerwerk abbrannten, war das 0-0 nach 45+2 Minuten das logische Ergebnis zum Gang in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel ging es dafür dann aber erstmal Schlag auf Schlag, denn die Hausherren trafen früh per Flachschuss zum 1-0, aber fast im Gegenzug rutscht einer ihrer Spieler in eine Flanke und bekommt diesen an den Arm. Ungewollt, aber der Regel entsprechend Handelfmeter, es gab auch keinerlei Proteste. Der ruhende Ball aus elf Metern wurde souverän ins untere rechte Eck versenkt und der Spielstand war wieder ausgeglichen. Nur weitere vier, fünf Minuten danach köpft die SG Eder an die Latte des Gehäuses der HöMei‘erer Mannschaft und auf die Folgeminuten gingen klar an die Gäste, die einige hochklassige Chancen hatten. Erst in den letzten 20 Minuten konnten sie die Spielgemeinschaft befreien und nach zwei, drei „Warnschüssen“ trafen sie per Kopf nach einem Eckball zu ihren zweiten Führung des Abends. Das gab Auftrieb und sie hatten Möglichkeiten mit dem 3-1 vermutlich den Deckel auf die Partie zu machen, da dies aber nicht gelang, musste man in der Schlussphase (plus der drei Minuten Extra Time) nochmal zittern, denn Frankenberg kam dem 2-2 doch das ein oder andere Mal recht nah. Aber auch sie konnten das Leder nicht mehr im Netz unterbringen und so blieb es beim knappen Heimsieg und dem Platztausch in der Tabelle zwischen den beiden heutigen Kontrahenten. Die intensive zweite Hälfte entschädigte auf jeden Fall für die recht ereignislosen ersten 45 Minuten.

 

Nach dem sonnigen Tag war mittlerweile der Vollmond am Himmel empor gestiegen und dafür die Temperatur auf dem Thermometer fast wieder unter den Gefrierpunkt gefallen, so war ich doch recht froh, als ich um 20:53 Uhr wieder im Auto saß und mich direkt auf dem Heimweg machte. Die 35 Kilometer über kleinere Landstraßen und durch einige Dörfer brachte ich in exakt 35 Minuten hinter mich und erreichte endlich wieder die A49. Diese in südliche Richtung befahren, wechselte ich am Ohmtal-Dreieck auf die A5, welche ich aber nach nur zehn Kilometern an der Ausfahrt Homberg (Ohm) auch schon wieder verließ. Von hier ab waren es 41 Kilometer auf Landstraßen quer durch die Wälder des Vogelsbergs, die ich wieder recht vorsichtig hinter mich brachte, da ich hier auch massig Wildwechsel erlebt habe in den letzten Jahren. Heute ließen die Wald- und Wiesenbewohner mich glücklicherweise in Ruhe und ich kam um 22:45 Uhr wieder wohl behütet zuhause an. Nachdem ich diesen Bericht hier upgeloadet hatte, verzog ich mich recht schnell in die Koje. Morgen dann letzter Arbeitstag für diese Woche und nach einer (kurzen) Nacht startet dann endlich unsere Oster-Tour 2026.


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