Saison 2025/26

Bezirksliga Südwest Rheinhessen

(23. Spieltag)

 

Sportzentrum Mühlbachaue - Platz 2 (KR)
(Saulheim)

 

Samstag, 28. März 2026 / 17:00 Uhr
FSV Saulheim -
FC Fortuna Mombach


4:1 (1:1)


Tore:

0:1 (6.) Ricardo Parlov

1:1 (24.) Dominik Klein

2:1 (51.) Alkan Volkan Yildiz

3:1 (75.) Eljano Pergjegai (Handelfmeter)

4:1 (90.) Eljano Pergjegai

  

10-Minuten-Zeitstrafe: Ernesto Kullolli (77./FSV.)

Gelbe Karten: Leopold Menges (68.), Ernesto Kullolli (77.) / Karim El Gourari (55.), Luka Garic (66.), Dayan Micheal Malheiro Rivera (69.), Michele Lombardo (76.).

Schiedsrichter: Felix Pallmann-Heger

Zuschauer: 80

 

Auch heute sollte nach dem OFC-Heimspiel noch ein neuer Ground fallen und hierzu hatte ich zwei Optionen in der näheren Gegend, eine weite Fahrt fiel eh aus, da es in der kommenden Nacht wieder früh auf Tour geht. Die eine Option wäre ein Bezirksligist gewesen (8. Liga), aber erstens wäre dieser im Südwest-Bezirk gewesen, also nochmal ein ganzes Stück weiter von zuhause weg und zudem nur auf dem Kunstrasen-Nebenplatz. Aus diesem Grund entschied ich mich für einen Zehntligisten, also einen B-Ligisten, aus dem Fußballkreis Fulda. Statt anderthalb Stunden nachhause ist es von hier nur die Hälfte und es ist ein Kick auf Naturrasen. So zumindestens meine Pläne... Wie so oft kam es dann aber mal wieder ganz anders, was ihr aber gleich im folgenden Bericht alles noch nachlesen könnt.

 

Heute morgen verbrachte ich nach nach dem Besuch der Abschlussfeier des EC Bad Nauheim mit ausschlafen und chillig auf der Couch bzw. fing an meine Tasche für die Oster-Tour zu packen. Um 12:30 Uhr ging es nach Offenbach um meine sich im Abstiegskampf befindlichen Kickers aus Offenbach zu unterstützen im Heimspiel gegen den SV Sandhausen - Erfolgreich! Endlich mal wieder über 90 Minuten ein starkes Spiel und eigentlich muss bereits in der ersten Hälfte führen, aber wenigstens machte man mit zwei schnellen Treffern nach dem Seitenwechsel früh klar, dass diese drei Punkte in Offenbach bleiben! Am Ende war es bei 12-0 Eckbällen ein 2-0 Erfolg, der den Gästen noch schmeichelte. Nach etwa 70 Spielminuten in Offenbach, also anderthalb Stunden vor Anpfiff des B-Liga Spiels vom TSV Heubach bekam ich von fussball eine Push-Nachricht mit der Absage der Partie. Somit war klar, dass ich doch zum oben benannten Bezirksliga-Match fahren werde. Ärgerlich nur, dass die Absage nicht früher erfolgte, denn sonst hätte ich am Bierbrauerweg geparkt und wäre schneller und einfacher auf dem richtigen Wege gewesen. So hieß es direkt mit Abpfiff in Offenbach schnellen Schrittes zum Parkplatz und von hier musste ich erstmal in die entgegengesetzte Richtung zurück bis Obertshausen fahren, um dann hier auf die A3 zu gelangen. Um 16:01 Uhr hatte ich den Motor meiner Karre gestartet und das Navi sagte 55 Minuten für die 77 Kilometer voraus, also recht knapp. Die Autobahnen waren aber weitestgehend nicht ganz so voll und auf der A3 blieb ich bis hinter den Flughafen FRA, bevor ich am Mönchhof-Dreieck auf die A67 und kurz darauf am Rüsselsheimer Dreieck auf die A60 wechselte. Bei Mainz am dortigen Kreuz Süd noch auf die A63 In Richtung Kaiserslautern, aber an der dritten Ausfahrt musste ich herunter und war auch direkt an meinem Zielort, Saulheim, angekommen. Ein wenig Stadtverkehr später kam ich um 16:50 Uhr auf dem Parkplatz des Sportgeländes an. Kurzzeitig hatte ich Hoffnung, dass vielleicht doch auf Naturrasen gespielt wird, weil auf der Plastikwiese kein einziger Spieler zu sehen war (den Rasenplatz konnte ich nicht einsehen). Leider waren aber nur die beiden Mannschaften nach dem aufwärmen schon in der Kabine und als ich an der Kasse gerade meine fünf Euro zahlte, konnte ich sehen, dass der Naturrasen nicht abgestreut war und weder Tore standen, noch Eckfahnen eingesteckt sind, schade. Ich drehte meine Fotorunde und auf dieser begann das Spiel auch bereits.

 

In der Bezirksliga Südwest (Staffel Rheinhessen) spielte in einer 16er Liga der Vierte des Rankings gegen den Tabellenletzten. Der Zug zum Direktaufstiegsplatz ist für die Hausherren bereits abgefahren und bei 22 Punkten Rückstand selbst rein rechnerisch schon fast nicht mehr möglich, aber der Aufstiegsrelegationsplatz ist nur sechs Zähler entfernt und bei noch acht Spielen (inklusive dem heutigen) durchaus noch im Bereich des Möglichen, zumal man noch ein direktes Duell mit dem Zweitplatzierten vor der Brust hat. Für die heutigen Gäste wird die Luft so langsam dünn im Kampf um den Klassenerhalt bzw. wird es für sie realistischerweise keine Rettung mehr geben. Nach der Winterpause setzte es bisher vier Niederlagen und mit insgesamt nur zehn gesammelten Pünktchen ziert man mittlerweile das Ende des Klassements. Die Rückstände zum Relegationsplatz und dem komplett rettenden Ufer sind bereits auf 15 bzw. 17 Punkte angewachsen - inklusive gibt es überhaupt nur noch 24 Zähler zu holen. Das wird logischerweise nicht mehr machbar sein und war man in der vergangenen Spielzeit sogar noch Landesligist, wird man in der Saison 2026/27 nach zwei Abstiegen in Folge nur noch in der A-Klasse unterwegs sein. Saulheim spielt seit 2014/15 ununterbrochen in der Bezirksliga und wenn man nicht doch noch aufsteigt, wird man ab Sommer im 13. Jahr in Folge dort unterwegs sein.

 

Erstaunlicherweise waren die Gäste in der Anfangsphase das aktivere Team und hatten die ersten kleinen Möglichkeiten der Partie. Ihre Führung nach einem Standard war tatsächlich sogar verdient und in den Folgeminuten versuchten sie das Ergebnis noch auszubauen - vergebens. Erst nach knapp 20 Minuten wurde der favorisierte FSV stärker und traf auch direkt zum Ausgleich. Bis zur Pause waren sie nun zumeist im Vorwärtsgang und zwischen Latte und Klärung auf der Linie war fast alles dabei, dennoch ging es mit dem 1-1 in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel profitierte der FSV von einem kapitalen Fehler des gegnerischen Torhüters, der eine harmlose Flanke fallen ließ und der Ball fiel direkt einem der komplett in schwarz gekleideten vor die Füße. Saulheim hatte nun weitestgehend das Kommando übernommen, traf u.a. per direktem Freistoß auch den Pfosten. Kurz darauf erhöhten sie per Handelfmeter auf 3-1 und waren endgültig auf der Siegerstraße, hätten sogar noch höher gewinnen können, auf jeden Fall ein hochverdienter FSV-Dreier. Ein Highlight gab es aber noch wenige Sekunden vor Ablauf der 90 Minuten, als der Schütze des dritten Tores seinen Doppelpack perfekt machte, mit einem Schuss aus der eigenen Hälfte(!) über den zu weit aufgerückten FC-Torhüter. Zwischendurch gab es extrem spannende „Fach-Gespräche“ von Gäste-Fans neben mir zu belauschen: „Das finden vielleicht Sie, dass das ein guter Trainer ist, das ist er aber nicht. Mein Sohn hat überall immer Stürmer gespielt und muss jetzt hier links spielen. Aber die Trainer haben allgemein auch wenig Ahnung, überall...!“ Ja gut, „Mama“, wenn du das sagst - was ein herrlicher Fall von Spielereltern, schwer zum schmunzeln für einen neutralen Zuschauer, wie ich es Einer war.

 

Da wir erstaunlicherweise wieder recht pünktlich waren und addiert in beiden Hälften auf gerade einmal zwei Minuten Nachspielzeit kamen, saß ich schon um 18:50 Uhr wieder in meinem Fahrzeug. Da es im Sportheim nur Würstchen aus dem Wasserkocher gab, was gar nicht so meins ist, besuchte ich am Ortsausgang von Saulheim noch einen Supermarkt und die Reste der Backwarenabteilung mussten als Abendessen her halten. Danach setzte ich meine Heimfahrt fort, die vom Navi mit 130 Kilometer und 1:27 Std. Fahrstrecke angegeben war. Die Autobahnen A63, A60 und A67 brachten mich wieder auf die A3 und diese mich am Flughafen vorbei. An der Abfahrt Hanau herunter hatte ich wieder mal die ca. zehn Kilometer B43a und zum Abschluss noch die A45 bis zur Ausfahrt Staden. Hier tankte ich noch schnell randvoll, so dass wir diese Zeit morgen früh gespart haben. Das Teilstück von hier sind wieder die üblichen knapp 15 Kilometer Landstraße und um 20:40 Uhr zog ich zuhause den Schlüssel aus dem Zündschloss. Oben machte ich noch den Bericht fertig, setzte ihn auf die Homepage und nach einer Dusche lag ich irgendwo so in Richtung 21:30 Uhr im Bett.


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