Tore:
1:0 (6.) Amando Reinhardt
2:0 (15.) Luciano Reinhardt
3:0 (20.) Luciano Reinhardt
4:0 (73.) Manjano Gerhartz
Gelbe Karte: xxx (81.) / - .
Schiedsrichter: Axel Bach
Zuschauer: ca. 215
Saison 2025/26
Kreisliga A4 Koblenz
(18. Spieltag)
Bezirkssportanlage Asterstein - Platz 2 (Asche)
(Koblenz - Asterstein)
4:0 (3:0)
Tore:
1:0 (6.) Amando Reinhardt
2:0 (15.) Luciano Reinhardt
3:0 (20.) Luciano Reinhardt
4:0 (73.) Manjano Gerhartz
Gelbe Karte: xxx (81.) / - .
Schiedsrichter: Axel Bach
Zuschauer: ca. 215
Ziemlich emotionale Geschichte gestern Abend, als der EC Bad Nauheim nach schwacher Spielzeit über den Umweg Play-Downs den Klassenerhalt mit 4-0 Siegen gegen Weiden doch recht souverän geschafft hatte. Es war in diesem Moment mehr Erleichterung, als pure Freude und zuhause lag ich nach einem Bier einem Schnaps auch gegen 1:30 Uhr schon im Bett, denn die Saison hat echt Kraft gekostet und für unruhige Nächte gesorgt. Heute war eigentlich nur der OFC beim Tabellenführer in Freiberg am Neckar eingeplant und da in Süd-Deutschland kein Abendspiel damit zu kombinieren war, tat ich mich Alex und Supsi zusammen, Sven komplettierte die Autobesatzung. Gestern Abend im Bett aber gesehen, dass man aber von unserem Treffpunkt der Nähe des Flughafens FRA noch ein 19:30 Uhr Kick direkt bei Koblenz möglich wäre, sofern auf der Heimfahrt aus dem schwäbischen alles klappt. Ich informierte Sven aber erstmal noch nicht, sondern sagte es ihm, als wir morgens nach Zeppenlinheim fuhren. Wir einigten und darauf abzuwarten, ob alles funktioniert und ob wir Abends überhaupt noch Lust dazu haben.
Der OFC holte sich beim Spitzenreiter trotz ordentlichem Spiel die erwartete Niederlage ab, aber da es zu Spielende anfing zu regnen, saßen wir ziemlich zügig danach wieder im Auto. Die Rückfahrt verlief absolut problemlos und um 17:50 Uhr waren wir bereits wieder zurück am Treffpunkt am Parkplatz Hurenschneise in Zeppelinheim: Die Klamotten waren wieder halbwegs trocken und nach kurzer Abstimmung wechselten wir in mein Fahrzeug und starteten ab. Das Navi zeigte 114 Kilometer und knapp 65 Minuten Fahrt an, die wir in gemütlicher Fahrt hinter uns brachten. Zuerst auf die A5, ging es nach nur zwei Kilometer am Frankfurter Kreuz auf die A3. Hier blieben wir auch bis zur Abfahrt Montabaur, von hier waren es noch 25 Kilometer auf der B49, bis wir den Vorort von Koblenz (noch auf der anderen Seite des Rheins liegend) erreichten. Das Auto abgestellt, den Ground betreten, sahen wir in der Nähe des Platzes ein kleines Fort und dahinter bzw. darunter Koblenz liegend. Wir drehten zuerst unsere Foto-Runde und gönnten uns jeweils noch eine Wurst als Abendessen. Diese musste man im Verkaufsraum des Sportheims zahlen, der auch gleichzeitig als Umkleide für das Schiedsrichtergespann. Pünktlich zum Anpfiff hatten wir uns dann schon ein Plätzchen an der Barriere gesucht, bei einer starken Zuschauerzahl von knapp über 200.
In der Kreisliga A4 Koblenz standen sich in einer 14er Liga die Plätze Neun und Elf gegenüber, beide nur getrennt einem einzigen Punkt. Da es drei Regel-Direktabsteiger (ohne Relegation) gibt, stehen beide Mannschaften zwar über den Strich, der Vorsprung auf die rote Zone ist aber mit fünf bzw. vier Zählern nicht gerade groß. Es geht hie aber nicht nur um wichtige Punkte im Abstiegskampf, sondern noch um viel mehr, denn das Hinspiel wurde abgebrochen, da sich der SV Reinhardt‘s Elf von Schiedsrichter verschaukelt fühlte und es zudem laut ihrer Aussage eine Spuckattacke und rassistische Beleidigungen gegen sie gab. Es folgten lange Sperren für zwei Schlüsselspieler, eine Geldstrafe und das Match wurde als verloren gewertet. Zu diesem Zeitpunkt war man nach fünf Siegen aus genauso vielen Tabellenführer, das war aber ein Wendepunkt, denn aus den folgenden zwölf Spielen wurden insgesamt nur noch sieben weitere Punkte geholt. Brisanz pur, was wir heute am frühen Abend noch gar nicht wussten, als wir anreisten. Gegründet wurde der Heimverein 1976 tatsächlich durch eine Familie Reinhardt, wie der Vereinsname ja auch so sagt. Zu dieser Familie gibt es auch eine spezielle Geschichte, das würde hier aber komplett den Rahmen sprengen - bitte selbst googlen, sofern es Jemanden interessiert. Man zog sich wegen Spielermangels mal vom Spielbetrieb zurück, startete auch 2022/23 erst wieder und war viel zu stark für die Kreisliga D und so folgten direkt drei Aufstiege am Stück nach dem Wiedereinstieg und auch vergangene Spielzeit war man als Neuling in der Kreisliga A zum Saisonende auf Rang 4 platziert. Die Gäste hingegen sind sogar Absteiger aus der Bezirksliga, spielten aber (eben mit Ausnahme von 24/25) seit Anfang der 2010er durchgehend in der KLA Koblenz.
Dafür, dass man sich tabellarisch in annähernd gleichen Gefilden befand, waren die 90 Minuten weitestgehend recht einseitig. Von Minute Eins an waren die Hausherren das aktivere und bessere Team, die auch direkt den Weg in die Offensive suchten. Man legte in der 6., 15. und 20. Minute jeweils einen Treffer vor und zu diesem Zeitpunkt, wo sie 3-0 in Front waren, waren die Gäste tatsächlich noch nicht ein einziges Mal geordnet vor dem Tor der Einheimischen. Diese hochverdiente Führung wurde mit in die Kabinen genommen und nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig. Einzig der SVR war im letzten Offensivdrittel nicht mehr ganz so druckvoll und dadurch plätscherte der zweite Abschnitt doch teilweise arg dahin. Da die Einheimischen aber alles im Griff hatten, erzielten sie etwas mehr als eine Viertelstunde vor dem Spielende sogar noch ihre vierte Bude und damit war der Endstand auch schon hergestellt. Nach dem Vorkommnissen im Hinspiel war es heute extrem ruhig, was aber auch durchaus okay so war.
Um 21:18 Uhr startete ich in Rheinland-Pfalz den Motor meiner Karre und wir machten uns auf den Heimweg. Das erste Ziel war natürlich Lindheim, wo ich mich am Vormittag mit Sven getroffen hatte und das Navi sagte hierfür 143 Kilometer und 1:27 Std. voraus. Als Erstes mussten wir wieder die 25 Kilometer Landstraße bis zur A3 hinter uns bringen, aber auch hier blieben wir nur bis Limburg, wo wir auf die B49 wechselten. Diese Bundesstraße brachte uns bis nach Wetzlar und ab hier war es zum Schluss die A45 bis zur Ausfahrt Altenstadt, wo ich um 22:45 Uhr meinen Mitfahrer im Ortsteil Lindheim heraus warf. Neben 20 Minuten verbleibender Rückstrecke tankte ich noch mein Auto für morgen voll und kam um 23:10 Uhr zuhause an. Oben wurde ich auch nicht wirklich alt und legte mich kurz nach Mitternacht ins Bett.