Saison 2025/26

Kreisliga A Alsfeld/Gießen

(Nachholspiel vom 15. Spieltag)

 

Sportplatz Weickartshain
(Grünberg/Hessen - Weickartshain)

 
Donnerstag, 19. März 2026 / 19:30 Uhr
FC Weickartshain -
SG Trohe/Alten-Buseck II


1:1 (1:1)


Tore:

1:0 (7.) Ben Dietz

1:1 (32.) Thorsten Stopfkuchen

  

Gelbe Karten: Tim Hessler (31.), Julian Justin Hopp (65.), Ben Dietz (87.) / - .

Schiedsrichter: Lars Falkenberg

Zuschauer: ca. 65

 

Natürlich soll auch heute der Ball wieder rollen, erst Recht, nachdem ich gestern aufgrund des ECN-Auswärtsspiel in Weiden keinen Kick besuchen konnte. Rückkehr aus der Oberpfalz war erst um 1:30 Uhr und bis das Adrenalin vom Spiel & der Fahrt weit genug runter war und ich einpennen konnte, ging nochmal eine Stunde drauf. Um 7:30 Uhr stand ich aber wieder pflichtbewusst an der Stechuhr, es war also eine kurze Nacht für mich. Aber auch dieser Arbeitstag ging rum, dennoch war es ein Grund dafür heute keine mega weite Tour zu planen, zumal sowieso kein fehlender Kreisoberligist möglich gewesen wäre. Ich entschied mich von daher für einen Kreisliga A Verein, der mit nur etwas mehr als einer halben Stunde Fahrstrecke schnell erreichbar ist und ich somit auch nicht allzu spät nachhause komme. Morgen ist zwar schon wieder Freitag, aber die vergangene Nacht war echt kurz und zudem habe ich am letzten Werktag der Woche immer Frühdienst im Büro. Des Weiteren ist es ein Naturrasen-Platz ohne Nebenplatz, also besteht diese Gefahr schon mal nicht, man müsste im Fall der Fälle das Match schon komplett absagen bzw. verlegen.

 

Es handelte sich um ein Kreisliga A Match aus dem Fußballkreis Alsfeld/Gießen und in der 16er Liga hieß das Duell Platz Acht gegen Platz Vierzehn. Die Einheimischen stehen im Mittelfeld jenseits von gut und böse irgendwo im nirgendwo, bei 12 Punkten Rückstand bzw. 18 Punkten Vorsprung auf die jeweiligen Relegationsplätze geht es für sie auch nur noch um die bestmögliche Platzierung am Ende der Runde. Noch 2021 zog man sich wegen Personalmangel vom Spielbetrieb zurück, kehrte erst 2022/23 in die B-Klasse zurück und marschierte direkt im ersten Jahr nach oben in die Kreisliga A. Nach zwei Saisons im Abstiegskampf (vergangene Spielzeit hatte man nach 15 Spielen ganze fünf Punkte gesammelt, rettete sich aber mit einem furiosen Endspurt nach der Winterpause) scheint man dieses Jahr in ruhigeren Gefilden zu bleiben. Ganz und gar nicht ruhig ist es für die Zweitmannschaft des Kreisoberligisten, die nach dem Aufstieg im letzten Sommer erstmalig seit 2017/18 wieder A-Ligist ist, denn man steht bei drei Regelabsteigern auf dem ersten Direktabsteiger-Platz. Mit dem Relegationsplatz ist man punktgleich, der (vermutlich) rettende Platz 12 ist auch „nur“ drei Zähler entfernt, Platz 11 davor dann aber bereits zehn Punkte. Was natürlich noch negativ ist, dass die SG bereits ein oder zwei Partien mehr absolviert hat, gegenüber allen Teams vor ihnen. Nach Abpfiff des heutigen Nachholspiels hat man nur noch neun Mal 90 Minuten Zeit um das Punktekonto weiter aufzustocken.

 

Heilfroh, als ich den Arbeitstag hinter mir lassen konnte und nach dem Abendessen noch über eine Stunde Zeit hatte ein wenig Augenpflege zu betreiben. Geweckt erst durch den Wecker, musste ich mich natürlich irgendwann auf den Weg machen, heute war es um 18:48 Uhr der Fall und das Navi sagte mir 32 Minuten für die 32 Kilometer voraus. Es geht aber mal wieder nur über mir gut bekannte Landstraßen und deswegen waren die zehn Minuten Puffer bei dieser kurzen Anreise auch total ausreichend. Durch Nidda, Ulfa, Gonterskirchen und Freienseen ging es dahinter in Seenbrücke links ab und ich hatte meinen Zielort schon erreicht. Um 19:18 Uhr zog ich den Schlüssel aus dem Zündschloss direkt auf einer Straße seitlich des Naturrasenplatzes. Die Klamotten angezogen, machte ich mich natürlich direkt auf meine Foto-Runde, um pünktlich zum Anpfiff bereit zu sein, das Spiel verfolgen zu können.

 

Dieser erste Pfiff des Tages verzögerte sich allerdings um etwa zehn Minuten, da der Platz (bzw. zumindestens die Straf- und Fünfmeter-Räume) auf Hinweis des Unparteiischen nochmal abgestreut werden mussten - und das Ganze mit einer kaputten Maschine, bei der man alle paar Meter gegen ein eierndes Rad treten musste. Mein Heimweg war nicht allzu lang, aber nervig was es auf jeden Fall trotzdem. Der Platz war übrigens total schief, das obere Tor am Sportheim dürfte locker den ein oder anderen Höhenmeter über dem entgegengesetzten Kasten sein und auch die Eckfahnen fallen von der Spielfeldmitte ab, das alles kann man gut mit dem bloßen Auge erkennen. Kultiger Platz und dass das eine Tor ein wenig in einen Abhang gebaut ist, passt dann noch gut ins Bild. Die Hausherren waren in den Anfangsminuten klar dominierend und ihr Torjäger vom Dienst brachte sie auch bereits in der 7. Minute in Führung, nachdem er den Ball im Strafraum gekonnt abwehrte und aus der Drehung einnetzte. Erst langsam konnte sich die SG-Zwoote eine wenig aus der Umklammerung befreien und auch den Ausgleich erzielen, dieser fiel aber aus eigentlich unmöglicher Position. Der FCW wehrte einen Eckball ab und von kurz hinter Mittellinie(!) schlug ein Gäste-Verteidiger den Ball als Befreiungsschlag einfach nach vorne, der Ball kam einmal auf Höhe der Strafraumlinie auf und flog im hohen Bogen über alle Spieler (inkl. des Weickartshainer Torhüters) ins Tor. Genauso überrascht, wie erfreut, wurde das 1-1 entsprechend frenetisch gefeiert. Dieses Remis war dann auch der Spielstand zum Gang in die Kabinen (obwohl beide Teams jeweils auch einmal noch das Torgestänge trafen) und immerhin verkürzte man die Halbzeitpause auf zehn Minuten. Nach dem Seitenwechsel war die Spielgemeinschaft zuerst offensiv recht aktiv, Chancen waren aber eher Mangelware und allgemein war der zweite Abschnitt weniger hochklassig. Dir vermutlich beste Tormöglichkeit hatten dann aber doch die Gastgeber, als in der Nachspielzeit ein Flachschuss am langen Pfosten vorbei rauschte. Es blieb am Ende bei der halbwegs gerechten Punkteteilung, die den Gästen aber auch nicht wirklich weiter hilft.

 

Da ich die zweite Halbzeit von der Seite ohne Barriere verbrachte, wo ich auch parkte, hatte ich nach Abpfiff vielleicht 15-20 Meter und saß um 21:25 Uhr wieder in meinem Auto. Natürlich wurde direkt der Rückweg angetreten und im ersten Wald musste ich direkt mal in die Eisen, da ein kleines Rehkitz  wenige Meter neben der Straße stand. Der Rest der Strecke, die ich dann nach diesem kleinen Schrecken wieder mal sehr aufmerksam hinter mich brachte, konnte ich dann ohne weitere Zwischenfälle hinter mich bringen. Um exakt 22 Uhr stellte ich mein Fahrzeug zuhause in der Garage ab und nachdem ich oben diesen Bericht online gestellt hatte, ging ich noch schön warm duschen und freute mich, als ich mich dann direkt endlich ins Bett verziehen konnte.

 


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