Saison 2025/26

Kreispokal Gießen

(Achtelfinale)

 

Sportplatz Jahnstraße
(Biebertal - Frankenbach)

 
Dienstag, 17. März 2026 / 19:00 Uhr
 
FSG Biebertal -
FC Turabdin-Babylon Pohlheim


2:5 (1:0)


Tore:

1:0 (6.) Sven Fischer

1:1 (46.) Brian Mukasa

1:2 (63.) Noah Tafferner

2:2 (65.) Jannik Mühlich

2:3 (69.) Johannes Toprak

2:4 (71.) Aziz Toprak

2:5 (90.+2.) Ely Ndombe Kayembe

  

Besond. Vorkommnis: Julian Reinhardt (65./FSG) verschießt Foulelfmeter.

Gelbe Karten: Till Kraft (90.+1.) / Ely Ndombe Kayembe (36.), Mika Oberheim (47.).

Schiedsrichter: Alexander Kessler

Zuschauer: ca. 125

 

Der Dienstag ist ja meistens der Start in meine Fußballwoche und tatsächlich hätte ich heute mal wieder die Chance auf einen Kreisoberligisten gehabt, aber musste schweren Herzens darauf verzichten. Es war nämlich im Fußballkreis Wiesbaden und bei Spielbeginn 20 Uhr, wäre ich vermutlich gegen 23:30 Uhr zuhause gewesen. Normalerweise kein Problem, aber morgen steht die nächste Auswärtsfahrt mit dem EC Bad Nauheim an und da diese nach Weiden in die Oberpfalz geht, wird die Rückkehr nachhause etwa um 2 Uhr sein und am Donnerstag muss ich ja auch wieder ganz normal arbeiten. Da es sich um Play-Downs handelt, kann es durchaus auch Verlängerung „open end“ geben, bis halt eine Mannschaft in der Overtime ein Tor erzielt. Somit war klar, dass ich mir heute ein frühes und möglichst nahes Spiel heraus suchen werde. Glücklicherweise gab es tatsächlich einen 19 Uhr Kick mit nur etwa 50 Minuten Anreise und somit dürfte ich über anderthalb Stunden früher zuhause sein, als beim KOL-Team in Wiesbaden.

 

Der nun in die Planung mit aufgenommene Ground fehlte überraschenderweise doch noch vielen Hopperkollegen und so bot sich Snicki als Fahrer an und wollte mich zuhause um 17:45 Uhr abholen. Bereits im Auto saß Matthias, der zu Snicki nach Düdelsheim gefahren war und nun sammelten sie mich gemeinsam auf. Das Navi vermeldete 71 Kilometer bzw. 54 Minuten Fahrzeit und via Harb und Berstadt ging es auf die A45. Hier blieben wir bis zum Gießener Südkreuz, um danach noch für die Länge von einer Ausfahrt auf die A485 zu wechseln. An der Ausfahrt Gießen-Uniklinikum verließen wir den Highway, um auf der B429 um Gießen herum zu fahren, durch Krofdorf-Gleiberg hindurch und noch ein wenig Landstraße, kamen wir um 18:38 Uhr bereits am Ground an. Direkt wurden erste bekannte Hopper-Gesichter wie z.B. Marco, Chris und Florian begrüßt, drehte ich direkt nach unserer Begrüßung meine übliche Foto-Runde. Als ich wieder zurück kam, war mittlerweile auch Thorsten Mankel eingetroffen und wir schauten uns das Spiel gemeinsam auf der Geraden seitlich des Sportheims an.

 

Dieses Spiel war ein Kreispokalspiel im Fußballkreis Gießen und zwar aus der Achtelfinal-Runde. Gegenüber standen sich mit der FSG Biebertal ein Kreisoberligist aus dem hinteren Bereich der Tabelle und dem FC Turabdin-Babylon Pohlheim ein Team aus dem vorderen Tabellenregionen der Hessenliga gegenüber. Bei drei Klassen Unterschied muss man jetzt nicht großartig nach einem Favoriten suchen. Selbst die zweite Mannschaft des Hessenligisten steht in der gleichen Liga immer noch ein paar Plätze vor dem heutigen Gastgeber, so dass selbst eine gemischte Mannschaft (sofern sie motiviert ist) auf dem Papier ausreichen sollte, um eine Runde weiter zu ziehen. Ihr wisst aber auch selbst, dass der Pokal immer seine eigenen Gesetze hat und Wille oftmals Talent schlägt, deswegen muss natürlich alles erstmal gespielt werden. Die heimische FSG steht in der Liga aktuell aber sogar unter dem Strich und hat (sofern es bei der Regelanzahl von vier Fix-Absteigern bleibt) bereits vier Punkte Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz und auf das komplett rettende Ufer gar schon sieben Zähler, es besteht also höchste Gefahr nach drei Spielzeiten in der KOL wieder in die Kreisliga A zu verschwinden. Die Gäste hingegen, gehören definitiv zu den Senkrechtstartern in Hessen in den letzten Jahren, denn man spielt als Aufsteiger eine überragende Saison in Hessens höchster Spielklasse und steht auf Platz Fünf, der Vorsprung zu der gefährdeten Zone unten sind doch bereits neun Punkte und es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass sie noch da reinrutschen könnten. Um den Aufstieg kurz chronologisch aufzuführen: 2017/18 Aufstieg aus der Kreisoberliga, 2019/20 Aufstieg aus der Gruppenliga, 2024/25 Aufstieg aus der Verbandsliga und nun diese starke Spielzeit in der Hessenliga, chapeau, wobei das natürlich auch nicht mit feuchten Handschlägen bezahlt wird, das ist klar. Organisatorisch ist man nun auf den Sportanlagen in den Stadtteilen Holzhausen (Naturrasen im Sommer) und Garbenteich (Kunstrasen im Winter) an die Grenzen gestoßen.

 

Das Spiel begann und die Gäste belagerten direkt früh den Strafraum der FSG, es war ein reines Powerplay in den ersten Minuten. Mit dem allerersten eigenen Angriff gingen die Hausherren völlig überraschend mit in Führung. Direkt danach ging es postwendend wieder in die andere Richtung, aber es war halt nur Schönspielerei und null Druck in Richtung, so dass Biebertal keinerlei Probleme hatte das weg zu verteidigen. Mit diesem überraschenden 1-0 ging es in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel machte der Hessenligist endlich das, was wir schon in der ersten Hälfte gesagt hatten: Sie schossen auf‘s Tor und das auch aus der Ferne. Der erste war nach nur 30 Sekunden drin und fortan feuerten sie aus allen möglichen Lagen. Der Torhüter des Kreisoberligisten konnte sich das ein oder andere Mal auszeichnen, war dann aber in der 65. Minute machtlos. Wir dachten, dass das Ergebnis ab nun noch weiter steigen wird, aber weit gefehlt, bei einem der ganz wenigen Entlastungsangriffe, wurde ein Spieler gefoult und es gab Elfmeter. Dieser wurde verschossen, aber der abgewehrte Ball kam halbhoch zurück und konnte vom gleichen Schützen per Kopf doch noch ins Netz befördert werden. Die Freude bei den Einheimischen währte aber nicht lange, denn mit einem Doppelschlag von zwei weiteren Fernschüssen wurde das Spiel dann endgültig in die Richtung von TuBa gedreht. In der Nachspielzeit gab es noch einen schönen direkt verwandelten Freistoß zum 2-5 Endstand, der natürlich alles in allem hochverdient war. Dennoch hat Biebertal alles gegeben und konnte die Partie lange offen halten, was aber natürlich auch an der Verspieltheit des Hessenligisten lag.

 

Wir waren recht pünktlich mit dem Kick fertig und deswegen saßen wir um 20:50 Uhr auch bereits wieder im Auto. Über die Käffer ging es zurück auf die A485 und dieses Mal fuhr Snicki aber in Gießen von der Autobahn runter und die B457 an Lich und Hungen vorbei. Da das Stück von Rodheim zur Harb wegen der Baustelle immer noch vollgesperrt ist, mussten wir ab Rodheim Umleitung fahren. Durch Nidda, waren wir wenige Minuten später um 21:45 Uhr bei mir zuhause angekommen. Oben noch schnell den Bericht hochgeladen, lag ich um 22:30 Uhr schon im Bett, morgen gibt es ja wieder mal einen langen Tag.


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