Saison 2025/26

Kreisliga A Frankfurt 1

(Nachholspiel vom 19. Spieltag)

 

Sportanlage Ginnheimer Landstraße - Platz 2 (KR)
(Frankfurt/Main-Bockenheim)

 
Donnerstag, 12. März 2026 / 19:30 Uhr
 
VfR Bockenheim -
SV Blau-Gelb Frankfurt


2:1 (1:0)


Tore:

1:0 (17.) Max Münch

2:0 (62.) Leo Dennis Schneider

2:1 (90.+4.) Niclas Schröer (Handelfmeter)

  

Gelbe Karten: Manush Mirzai (8.), Niklas Fleischhacker (31.), Philipp Proft (90.+3.), Remo Lenherr (90.+6.) / - .

Schiedsrichter: Siar Djamsched

Zuschauer: ca. 140


Da sind wir auch schon wieder am Donnerstag einer Woche angelangt, was dann auch schon wieder das dritte und letzte Spiel werktags für diese KW11 bedeutet. Auch heute nahm ich mir vor keine allzu weite Strecke zu fahren, denn morgen ist im Büro ja wieder Frühdienst angesagt und kurz nach Feierabend geht es mit dem EC Bad Nauheim in die Oberpfalz. Die vier nähesten Spiele auf von mir noch nicht besuchten Plätzen waren allesamt Zweitmannschaften, das näheste Match einer ersten Mannschaft war dann doch wieder in der ungeliebten Stadt direkt neben Offenbach und da der Spielbeginn hier immerhin schon auf 19:30 Uhr terminiert wurde, nahm ich dieses Spiel in meine Planungen auf, denn früher komme ich sonst von keinem anderen Kick nachhause.

 

Zudem war es auch sportlich ein durchaus interessantes Spiel, denn in der Kreisliga A Frankfurt Gruppe 1 stehen sich heute Abend in einem Nachholspiel des 19. Spieltags die Teams auf den Rängen Vier und Drei gegenüber - getrennt nur durch ein einziges Pünktchen. Nach unten sind sie jeweils seit dem vergangenen Wochenende sogar rein rechnerisch schon gesichert und das ganze zehn Spieltage vor Schluss. Das dürfte aber nicht ihr aktueller Anspruch sein, denn wer nun dort oben steht, der will sicherlich auch mehr. Und mehr bedeutet in diesem Fall: Um den Aufstieg mitspielen! Der Tabellenführer und vermutlich einzige Direktaufsteiger dürfte bei zwölf bzw. elf Punkten Vorsprung schon weg sein, aber das Team auf dem 2. Platz, dem Aufstiegsrelegationsplatz, hat bisher nur sechs bzw. fünf Zähler mehr gesammelt, aber gegenüber den beiden heutigen Kontrahenten kein eigenes Nachholspiel mehr. Gibt es einen Sieger bei meinem Kick, rutscht dieser auf jeden Fall an diesen Rang heran. Für die Blau-Gelben wäre es nach vielen Jahren Kreisliga A am Stück die erste Rückkehr in die Kreisoberliga, genauer gesagt spielte man 2018/19 das letzte Mal dort, für die Hausherren ist es sogar noch zwei Jahre länger her, 2017 stieg man zuletzt aus der KOL ab. Somit steht man sich seit 2019 tatsächlich durchgehend Jahr für Jahr zwei Mal pro Saison gegenüber.

 

Die Abfahrt war heute für mich um 18:15 Uhr und das Navi sagte 53 Kilometer bzw. 58 Minuten voraus, da die Route nur über Bundes- und Landstraßen führte, am Ende dann halt noch ein wenig Stadtverkehr dazu kommen wird. Durch Ranstadt hindurch ging es dann bei Staden nicht wie so oft auf die A45, sondern diese wurde nur gequert, durch Stammheim, an Florstadt vorbei, wurden auch Ilbenstadt, Karben und Bad Vilbel auf der B3 seitlich liegen gelassen, kam ich vom Norden in die Stadt herein, in welcher es ziemlich genau fünf Kilometer Stadtverkehr zu absolvieren galt. Auf dem letzten dieser fünf Kilometer hatte ich Matthias an einer Ampel vor mir stehen, der das gleiche Spiel auch schauen wollte, aber eben aus einer anderen Richtung anreiste. Bereits um 19:12 Uhr kamen wir am Sportgelände an und konnten uns noch zwei der Parkplätze sichern. Drinnen die nötigsten Fotos von dem typischen „Großstadt-Kunstrasen-Nebenplatz“ geschossen, den man getrost in die Kategorie „Kennste Einen, kennste Alle“ einsortieren kann. Wir stellten uns dann recht mittig hin, wo wenigstens kein Netz außen um den Platz gespannt war, sondern so dass wir wenigstens freie Sicht hatten.

 
Die leicht schlechter dastehenden Hausherren nahmen direkt von Spielbeginn an das Heft des Handelns in die Hand und in der ersten halben Stunde war es sogar eine recht einseitige Partie. Vielleicht nicht unbedingt die riesige Masse an Torchancen, aber neben dem verdienten 1-0 traf man auch noch mal die Latte. Erst nach diesen knapp 30 Minuten konnten sich die Blau-Gelben ein wenig befreien und ich nenne es mal "mitspielen". Dennoch ging die Führung des VfR zum Gang in die Pausen natürlich absolut in Ordnung und nach dem Seitenwechsel ging es so weiter. Nach einer Viertelstunde erhöhte Bockenheim dann im Anschluss eines überragenden Spielzuges auf 2-0 und die Partie schien vorentschieden zu sein, aber danach kamen die Gäste erneut wieder besser ins Spiel. So richtig in Bedrängnis bringen konnte man die Einheimischen aber eher selten, deswegen rechneten wir mit nicht mehr viel. In der vierten Minute der Nachspielzeit bekam dann aber ein Verteidiger der Gastgeber den Ball eher unglücklich an den Arm geschossen, was der Regel entsprechend wegen dem abgespreizten Arm aber ein Elfmeter ist. Dieser wurde souverän verwandelt und in den verbleibenden zwei Minuten, die noch auf der Uhr waren drückte der Gast, dessen Ground nur knapp einen Kilometer Luftlinie entfernt liegt, auf den Ausgleich. Die letzte Chance vergab aber ihr bei einem Eckball aufgerückter Torhüter, der über das Tor schoss. Danach war den Schluss und nach Abpfiff feierten es die VfR-Anhänger durchaus frenetisch bzw. eigentlich schon ein wenig übertrieben, aber sei es ihnen gegönnt, und wir konnten so problemlos in Ruhe zu den geparkten Autos laufen.

Es war doch schon wieder 21:30 Uhr, als ich mich auf dem Parkplatz von Matthias verabschiedete und kurz darauf den Schlüssel ins Zündschloss meiner Karre steckte. Knapp zehn Minuten brauchte ich um endlich aus dieser wieder draußen zu sein und auf der B3 in Richtung Heimat zu gondeln. Kurz die Spritpreise gecheckt, war die aktuell günstigste Tankstelle in der Umgebung eine 24h-Kartentanke in Karben. Somit machte ich den kleinen Schlenker in die Stadt, um für 2,00 Euro Liter / Super zu tanken. Von hier sagte mein Navi wäre es nun an Heldenbergen vorbei und durch Altenstadt hindurch schneller und kürzer. Bei Altenstadt für die Länge einer Ausfahrt auf die A45 gefahren, ging es also in Staden direkt wieder runter vom Highway. Von hier waren es dann noch die übliche Viertelstunde und um 22:35 Uhr stellte ich mein Fahrzeug zuhause ab. Oben diesen Bericht noch fertig gemacht und online gestellt, verzog ich mich um kurz nach 23 Uhr bereits ins Bett.


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