Für heute hatte ich zwei Optionen mit Pflichtspielen, die sich aufteilten in einen höherklassigen Kick (Kreisliga A) auf Kunstrasen und einem unterklassigen Spiel (Kreisliga
C) auf Naturrasen. Eigentlich tendiere ich in solchen Fällen öfters zum echten Grün und nicht zur Plastikwiese, aber in diesem Falle wurde mir die Entscheidung abgenommen, da das Spiel auf
Naturrasen mal wieder abgesagt bzw. verlegt wurde. Es bestand maximal noch die Option auf jeweils eine zweite und eine dritte Mannschaft, aber so etwas versuche ich schon möglichst zu
vermeiden, um die Grounds mit der Ersten zu machen. Die Entscheidung war also gestern somit bereits gefallen und obwohl ich heute schon nochmal nach kurzfristig angesetzten Spielen Ausschau
hielt (aber nichts fand), blieb es dabei.
Es war ein Match der Kreisliga A Frankfurt (Staffel 2), in welchem sich die Tabellenplätze Vier und Zehn gegenüber standen. Die Liga war mit 17 Teams gestartet, im
vergangenen September zog allerdings bereits eine Truppe zurück und somit sind aktuell noch 16 Mannschaften im Spielbetrieb aktiv. Damit steht der erste Absteiger bereits fest, ein weiteres
Team hat erst drei Punkte gesammelt (die am grünen Tisch) und somit dürften zwei von drei bereits feststehen. Zum dritten Direktabsteiger und zum Verein auf dem
Abstiegsrelegationsplatz haben die Gäste schon zehn Punkte Vorsprung, da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn man da noch hinein rutscht. Die Hausherren haben auf den Direktaufsteiger
ganze zehn und auf den Teilnehmer der Aufstiegsrelegeation auch schon sieben Punkte Rückstand, jeweils bei gleicher Anzahl der ausgetragenen Spiele, auch hier erscheint es eher
unwahrscheinlich, dass man mit diesen beiden Rängen an der Spitze noch etwas zu tun bekommt. So wie es derzeit aussieht, wird man dieses heutige Duell also auch in der kommenden Spielzeit
(und auch in der gleichen Spielklasse) wieder zu sehen bekommen - übrigens wie seit 2018/19 ununterbrochen am Stück.
Nach der Arbeit und dem Abendessen hatte ich noch ein knappes Stündchen Couch Time, wobei ich es nicht schaffte einzudusseln. Naja, halb so wild, aber um 18:15 Uhr musste ich
mich aufraffen, in die Klamotten springen und saß exakt zehn Minuten später in meinem Fahrzeug. Die einfache Strecke waren 68 Kilometer bzw. in Minuten ausgedrückt deren 49, was minimal über
eine Viertelstunde Puffer bedeutete. Durch Ranstadt hindurch ging es vor Staden auf die A45, ein Stückchen B43A an Hanau vorbei und zu guter Letzt noch auf die A3. Hier aber auch an der
Ausfahrt wieder herunter und die B3, die Babenhäuser Landstraße, führte mich, nur unterbrochen durch einen Kreisel, schnurstracks in Richtung Ziel. Dieses liegt noch bevor man überhaupt
wirklich in die Stadt rein muss, in einem Waldstück am Stadtrand. Beim ersten Versuch einen Parkplatz zu ergattern fuhr ich zu nah ran und bekam nichts mehr,
musste also eine kleine Ehrenrunde drehen. Dennoch stellte ich meine Karre über zehn Minuten vor Anpfiff an der Straße ab und war drei, vier Minuten später am Kunstrasenplatz. Natürlich
wurden erstmal wieder Fotos geschossen am Platz, an welchem sich nur etwa 20 Zuschauer einfanden, darunter waren noch eine handvoll Bubi Ultras, die wenigstens das ganze Spiel
über ein wenig Singsang von sich gaben. Ansonsten passte der einkehrende Nebel noch so richtig zu dieser tristen Veranstaltung.
Nach Beginn des Spiels verletzte sich direkt früh ein Spieler der Gastgeber nach einem nicht gewollten Foul / Zusammenprall und so gingen früh die Minuten ins Land, die zum
sowieso schon um vier Minuten verspäteten Anpfiff noch nachgespielt wurden. So war meine Freude über den 19:30 Uhr Beginn schon dahin (in FFM wird unter der Woche zumeist erst um 20 Uhr
begonnen), denn viel früher waren wir nun auch nicht mehr wirklich. Wenig überraschend nahm die TG früh das Heft des Handelns in die Hand und konnte auch früh in Führung gehen - auch wenn
dieses auf der anderen Seite des Platzes geschah und ich das Ganze durch den Nebel eher nur schemenhaft sehen konnte. In der Folge war es dann aber ein ausgeglichenes Spiel, bei dem die
Zweite des Gruppenligisten vielleicht sogar die besseren, der wenigen Kleinchancen hatte. Völlig aus dem Nichts erhöhte der Tabellenvierte aber kurz vor dem Gang in die Kabinen
auf 2-0, was Seckbach bis zur Pause erstmal komplett aus dem Spiel nahm. In der Viertelstunde Unterbrechung lichtete sich der Nebel endlich, aber kaum waren die Akteure zurück auf der
„Plaste“, zog er wieder schön knapp über der Grasnarbe ein. Auch für die Supporter war Ende der Veranstaltung, morgen dürfte die Schule wieder rufen. Frisch wurde es auch, aber immerhin
fielen hin und wieder mal Tore. Das Dritte für die Hausherren sogar unmittelbar nach dem Seitenwechsel und so war die Partie früh entschieden. Die Zwoote mühte sich, aber viel kam nicht
wirklich dabei rum, im Gegenteil: Hinten kassierte man zuerst noch zwei weitere Buden und selbst das halbe Dutzend konnte in der Nachspielzeit auch nicht mehr verhindert werden. Die letzten
drei Einschläge übrigens ein lupenreiner Hattrick binnen 12 Minuten, durch einen Spieler, der selbst erst in der 63. Minute eingewechselt wurde. Alles in allem ein verdienter Heimsieg für die
TGS, der sicherlich aber ein wenig zu hoch ausgefallen ist.
Es war dann doch schon wieder 21:35 Uhr, als ich den Schlüssel ins Zündschloss meines Fahrzeugs steckte und umdrehte. Glücklicherweise hatte ich schon in Fahrtrichtung
geparkt und war nach den zwei Kilometern auf der B3 direkt wieder zurück auf der A3. Ab der Ausfahrt Hanau ging es wieder auf die Schnellstraße an der Gebrüder-Grimm-Stadt vorbei und dahinter
noch auf die A45, wie immer bis zur Anschlussstelle Staden. Es folgte noch eine Viertelstunde auf Bundes- und Landstraßen, bevor ich meine Karre um 22:25 Uhr daheim in der Garage abstellte.
Noch schnell den Bericht fertig gemacht, die Nauheim-Klamotten gerichtet und um 23:15 Uhr lag ich im Bett, wobei es eine zeitlang dauerte, bis ich endlich eingeschlafen war.