Saison 2025/26

Kreispokal Bergstraße

(Viertelfinale)

 

Sportpark Ehlried - Platz 2 (KR)
(Lorsch)

 
Donnerstag, 19. Februar 2026 / 19:30 Uhr
 
Tvgg. Lorsch -
FC Fürth


0:4 (0:1)


Tore:

0:1 (39.) Luca Joel Sielmann

0:2 (53.) Andreas Adamek

0:3 (69.) Andreas Adamek

0:4 (87.) Fisnik Jaija

  

Gelbe Karten: - / - .

Schiedsrichter: Fabien Mink

Zuschauer: ca. 90


Heute ging es dann (nachdem ich gestern leider auf ein Testspiel ausweichen musste) wieder mit einem Pflichtspiel weiter. Dabei musste ich aber lange zittern, denn über Nacht gab es den x-ten Wintereinbruch in Hessen in diesem Jahr. Es schneite durch bis in die Morgenstunden und wenn ich aus meinem Büro-Fenster schaute, hatten wir schon wieder locker fünf Zentimeter Schnee auf dem Boden liegen. Die nicht fahrenden Busse waren mir persönlich egal, aber es war mir eigentlich schon klar, dass mein geplantes Match, was auf Naturrasen stattfinden sollte, vermutlich nicht klappen wird. Immerhin taute der Schnee dann im Laufe des Tages wieder weg. Neben zwei Pflichtspielen auf Kunstrasen hatte ich noch etwas mehr als eine handvoll Alternativen (u.a. auch zwei Testspiele, auf die ich aber echt nur im absoluten Notfall zurückgreifen möchte). Mit dem SV Hering, dem RSV Büblingshausen und der TSG Frankfurter Berg waren aber um die Mittagszeit schon drei der vier angesetzten Pflichtspielen auf mir noch fehlenden Plätzen bereits abgesagt, so dass ich nur noch eine allerletzte Möglichkeit hatte.

 

In Lorsch war noch ein Pokalspiel angesetzt, welches bis zum Abend durchgehend auf dem Hauptplatz, dem Naturrasenplatz, bei fussball.de gelistet war. Konnte ich mir nicht wirklich vorstellen bzw. war aufgrund des fehlenden Flutlichtes auch gar nicht möglich, aber da ich den Kunstrasen auch noch nicht besucht hatte und einfach Lust auf einen Kick hatte, setzte ich mich um 17:55 Uhr in mein Fahrzeug und startete die Zündung. Einfache Strecke 124 Kilometer, für die das Navi 80 Minuten veranschlagte, was eine Viertelstunde Puffer bedeutete. In Florstadt - Staden befuhr ich die A45 in südliche Richtung, bevor ein Stückchen B43A mich an Hanau vorbei brachte. Hinter dem Tannenmühlkreisel ging es wieder auf den Highway, die A3, auf welcher ich bis zum Flughafen FRA blieb, worauf die A5 folgte und ab dem Darmstädter Kreuz dann auch noch die A67. An der Ausfahrt Lorsch musste ich runter und das letzte Stück von knapp sechs Kilometern galt es über Landstraßen zu bewältigen. Ich parkte meine Karre um 19:17 Uhr auf dem zum Sportgelände zugehörigen Parkplatz, wo ich direkt sah, dass erwartungsgemäß auf Kunstrasen gespielt werden würde. Aber immerhin wurde überhaupt gekickt, denn der allerletzte Joker wäre sonst nur noch das Hessenliga-Spiel der 1b der Roten Teufel Bad Nauheim um 20:30 Uhr im Colonel-Knight-Stadion gewesen, aber dafür hätte ich über 100 Kilometer unnötig verfahren gegenüber der direkten Wegstrecke von zuhause aus. Wie gesagt, das war aber hinfällig und nachdem ich noch schnell die Winterschuhe angezogen hatte, betrat ich nach dem Bezahlen von vier Euro am Eingang das Sportgelände. Hier direkt Zimme, Roland und Flo begrüßt, drehte ich aber erst einmal meine Foto-Runde, zumal beide Mannschaften das künstliche Grün auch schon betreten hatten.

 

Es handelte sich um das dritte der vier Spiele im Viertelfinale des Kreispokals des Fußballkreis Bergstraße, in dem sich zwei Truppen gegenüber stehen, die jeweils bisher eine sehr gute Spielzeit absolviert haben. Die Hausherren sind Tabellenführer der Kreisoberliga Bergstraße und obwohl man aus den letzten zwei Spielen nur insgesamt einen einzigen Punkt sammeln konnte, ist der Vorsprung zum Relegationsplatz mit sechs und dem 3. Rang  (ausgerechnet zum Stadtrivalen Olympia) mit sieben Zählern immer noch recht passabel. Die Gäste waren 2015/16 sogar noch Verbandsligist, sind in den Folgejahren aber seitdem immer zwischen Gruppen- und Kreisoberliga hin und her gependelt. Aktuell ist man nach dem letztjährigen Aufstieg mal wieder „oben“ in der siebthöchsten deutschen Spielklasse. Als Neuling steht man derzeit mit Rang Fünf absolut überragend da, mit 12 und 14 Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz bzw. den ersten Direktabsteiger kann man doch sehr optimistisch in den restlichen Saisonverlauf blicken.

 

In der ersten Spielhälfte war der Favorit auch bereits weitestgehend tonangebend, dennoch tat man sich lange Zeit schwer gute Chancen heraus zu spielen. Erst gegen Ende dieser 45 Minuten wurde man ein wenig zielstrebiger und konnte kurz vor dem Gang in die Kabinen dann auch das schon ein wenig erlösende 0-1 erzielen. Nach dem Seitenwechsel waren die Kräfteverhältnisse noch klarer, denn nur die erste Möglichkeit war dem Kreisoberligisten überlassen und danach war es mehr oder weniger Einbahnstraßen-Fußball. Da Fürth nur vier Minuten nach Wiederanpfiff zum zweiten Mal einnetzte, war aufgrund ihrer Überlegenheit recht früh die Luft raus. Spätestens ihr drittes Tor zwanzig Minuten vor Ablauf der 90 Minuten war dann die endgültige Entscheidung, das 0-4 (87.) hatte hingegen dann nur noch statistischen Wert. Bei der Tvgg. konnte man zeitweise schon gut sehen, dass man das Bällchen ganz gut laufen lassen kann, allerdings traf man heute auf einen starken Gegner, der hochverdient das Halbfinale erreicht hat, in dem bereits der SV Unter-Flockenbach und die FSG Riedrode stehen. Der letzte Teilnehmer wird Anfang März zwischen dem SV DJK Eintracht Bürstadt und dem VfR Fehlheim ermittelt. Setzt sich der VfR durch, wären es drei Gruppen- und ein Verbandsligist, was Spannung und ordentlichem Sport versprechen dürfte.

 

Um 21:25 Uhr öffnete ich wieder die Tür meiner Karre und machte mich auch direkt auf den Weg in Richtung Heimat. Zuerst tankte ich aber noch komplett voll, wobei man in Deutschland derzeit mit 1,71 Euro für den Liter Super Benzin noch voll zufrieden sein kann (zum Vergleich: In Belgien im Januar 1,41 Euro…). Danach fuhr ich in umgekehrter Reihenfolge zur Hinfahrt weiter, was dann in Zahlen bedeutet: A67, A5, A3, B43A, A45 und ab Staden dann noch das letzte Stück mit knapp 15 Kilometern über die Landstraße. Da heute ja bereits wieder der Vize-Freitag ist und das Wochenende für meine Verhältnisse alles andere als anstrengend werden dürfte, trat ich nicht wirklich besonders fest auf das rechte Pedal. Kurz vor 23 Uhr stellte ich meinen Wagen daheim in der Garage ab und schaute oben noch ein wenig Olympia-Highlights vom heutigen Tage, bis ich mich in die Waagrechte begab, war es dann dich wieder um einiges nach Mitternacht.


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