Saison 2025/26
Central European Hockey League (CEHL)
19. Spieltag
Sportcentrum Laco Glanerbrook
(Geleen / Niederlande)
Samstag, 14. Februar 2026 / 20:30 Uhr
Snackpoint Eaters Limburg - Heerenveen UNIS Flyers
5:3 (1:0/0:1/4:2)
Tore:
1:0 (18:15) Tijn Jacobs (Dean Versteeg, Bradley Forrest)
1:1 (32:11) Matt Green (Matt Ustaski, Viktor Nordemann)
2:1 (43:10) Yevgen Fadyeyev (Mike Collard, Bradley Forrest/5-4)
3:1 (45:05) Mike Collard (Yevgen Fadyeyev, Jonne De Bonth)
3:2 (46:42) Justus Mikkonen (Lennart Vosmer)
4:2 (50:25) Yevgen Fadyeyev (Mike Collard, Bradley Forrest/5-4)
4:3 (53:51) Matt Ustaski (Penalty)
5:3 (54:22) Mike Collard (Bradley Forrest, Tuukka Rajamaki/5-4)
Strafen: LIM: 4 + 5 (Wouter Sars) / HEE: 6 + 5 (Viktor Nordemann) + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe (Luka Mittendorff)
Powerplay: LIM: 3 von 4 / HEE: 0 von 2
Torhüter: LIM: Deniz Mollen (60:00) / HEE: Thijs Kivits (60:00)
Schiedsrichter: Nick Van Grinsven
Zuschauer: 743
Zu Teil 1 des Berichts => KLICK!
Um 19:20 Uhr saßen wir in Martenslinde wieder in meinem Auto und waren zwei Minuten danach auch schon unterwegs. Die Strecke zum abendlichen Teil des Abschnittes betrug aber auch nur 34 Kilometer und sollte 36 Minuten dauern. Das erste Stück war dann auch wieder gleich mit der Hinfahrt, zuerst an unserer Frituur vom Nachmittag vorbei und in Veldwezelt tankte ich für 1,47 Euro / Liter Super die Karre randvoll, bevor es dahinter wieder über die Grenze ging. Erneut auf der Schnellstraße durch Maastricht, brachte uns die A2 in Richtung Norden. Nach nur wenigen Kilometern wechselten wir auf die A76, um eine Ausfahrt später (Geleen/Beek) komplett den Highway zu verlassen. Die letzten 2,5 Kilometer waren dann noch Stadtverkehr und bereits um 20:02 Uhr erreichten wir den Parkplatz vor dem Sportkomplex und konnten uns sogar noch einen Platz sichern. Am Eingang wurde uns mitgeteilt, dass man Tickets nur online kaufen kann, also erledigte ich das noch schnell für uns Beide und dann durften wir auch endlich in den Innenraum der Arena. Hier war das Warmup gerad beendet, wir hatten aber noch genug Zeit eine Fotorunde zu drehen, bevor wir uns gegenüber der Mannschaftsbänke recht mittig hinsetzten.
Die Central European Hockey League mit Teams aus den Niederlanden (Geleen, Den Haag und Heerenveen), Belgien (Lüttich, Herentals, Leuven und Mechelen) und Deutschland (Neuwied) ist nach dem Austritt der EGDL Rockets im vergangenen Sommer auf nur noch acht Teams geschrumpft. Lustigerweise haben sich die Teams fast nach Länderzugehörigkeit auch in der Tabelle einsortiert, denn ganz oben thront Neuwied, auf den Plätzen Zwei (Geleen), Drei (Den Haag) und Fünf (Heerenveen) haben sich die drei Niederländer platziert, nur die Liege Bulldogs aus Belgien haben sich mit Platz Vier dazwischen gemogelt. Das Tabellenende bilden mit Herentals, Leuven und Mechelen drei belgische Teams. Unser heutiges Match war ein reines NL-Duell zwischen den Snackpoint Eaters Limburg und den Heerenveen Flyers, also den Mannschaften auf den Plätzen Zwei und Fünf. Die Hausherren sind der einzige Verein, der dem Tabellenführer aus Neuwied ein wenig auf den Fersen geblieben ist, denn nach 18 ausgetragenen Spielen ist man punktgleich mit den Deichstädtern aus Deutschland, während der Vorsprung auf den Rangdritten bereits sechs Punkte sind und auf den heutigen Gegner gar schon 18 Zähler. Eine bestimmte Platzierung muss man nach den 21 Vorrunden-Spielen (es wird eine 1,5-fach Runde gespielt) nicht haben, denn alle acht Teams qualifizieren sich für die anschließenden Play-offs. Allerdings sind diese ersten Spiele dafür da um sich bestmöglich zu platzieren und dann entsprechend schwächere Gegner zu bekommen, sowie möglichst lange Heimrecht zu haben. Um im Viertelfinale zuhause starten zu dürfen, muss man in die Top 4 kommen und als Fünfter haben die Gäste aktuell sieben Punkte Rückstand auf die unmittelbar vor ihnen stehenden Bulldogs, aber auch zu Platz Sechs beträgt der Vorsprung nur fünf Punkte, so dass man eher nach hinten schauen sollte, um nicht noch weiter abzurutschen. Das erste Match zwischen beiden heutigen Kontrahenten endete (ebenfalls in Geleen ausgetragen) mit 5-1, die zweite Partie fand erst gestern Abend im 280 Kilometer entfernten Heerenveen in Friesland und ging mit 6-2 erneut an die heutigen Hausherren. Die alte Eishalle in der Snackpoint Eaters konnte ich am 29. Dezember 2024 noch kreuzen, bevor sie ein halbes Jahr später, also im vergangenen Sommer, den Baggern zum Opfer fiel und mit dem Spiel heute komplettiere ich dann die ganze Liga und habe somit jedes der acht aktuellen Stadien jeweils mindestens einmal besucht.
Die Snackpoint Eaters waren von Beginn an das bessere Team, sie hatten das Match weitestgehend unter Kontrolle. Sie waren schneller, flinker, hatten die besseren Skills zu bieten und auch in den Zweikämpfen zumeist erster Sieger. Das einzige Manko war, dass man sich dafür zu wenige Chancen erspielte. Bei einer dieser wenigen brachte man aber wenigstens den Puck kurz vor der Pause noch im Flyers-Tor unter und ging hochverdient in Führung. Nach der ersten Unterbrechung waren die Gäste tatsächlich ebenbürtig und beide Teams hatten die ein oder andere Torchance. Neben teilweise dem eigenen Unvermögen, hatten wir es aber auch mit zwei glänzend aufgelegten Torhütern zu tun, das darf auch gerne mal erwähnt werden. Dennoch bekamen wir auch in diesen Drittel ein Tor und zwar wieder links von uns aus gesehen. Da ja in den Pausen immer die Seiten gewechselt werden, bedeutete dieses also den Ausgleich. In der zweiten Pause wurde die Dauer der Unterbrechung mit 18 Minuten durchgesagt und auch auf der Anzeigetafel angezeigt, die erste Pause dauerte ganz sicher aber nur 15 Minuten, denn ich hatte sogar noch zu Sven gesagt „guck mal, hier gibt es immer noch nur die 15 Minuten“. Ganz komische bzw: ungewöhnliche Situation, grundsätzlich aber auch egal. Nachdem wir die Pause in der Kantine verbrachten, waren wir zu Beginn des letzten Abschnittes wieder auf unseren Plätzen. Direkt früh im Schlussdrittel nutzten die Eaters ihre erste Überzahl des Abends, um keine zwei Minuten später noch einen weiteren Treffer drauf zu setzen. Man war nun aber zu verspielt und verlor die Scheibe, so dass die Flyers nach einer Zwei-auf-Eins Situation nur wenige Sekunden danach verkürzen konnten. Fortan wurde es ruppig und in einer unübersichtlichen Situation vor dem Tor ging es auch ziemlich wild zu. Diese ende mit 5 Minuten für Fighting auf beiden Seiten plus einer 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe gegen einen Gästespieler. Zuerst markierte Geleen das 4-2 und aus Frust leisteten sich die Nord-Niederlänger eine weitere Strafe. Es schien so, dass man nun das man hier das Ergebnis nun noch um einiges hochschrauben könnte, aber man verlor die Scheibe und störte einen Alleingang regelwidrig. Heerenveen bekam einen Penaltyschuss zugesprochen und verwandelte diesen souverän. Wenn sie nun die noch folgenden 1:20 Minuten doppelter Unterzahl überstanden hätte, hätte es eine richtig spannenden Endphase geben können, allerdings trafen Jungs von der "Hölle des Südens" nur 30 Sekunden später zum 5-3. Erst viereinhalb Minuten vor dem Ende waren die Flyers wieder komplett, aber sie nahmen eine weitere unnötige Strafe und hatten so wenig Chancen offensiv nochmal etwas zu kreieren. Die drei Punkte blieben im Sportcentrum Laco Glanerbrook und da Neuwied erst morgen spielt, ist man sogar über Nacht neuer Spitzenreiter der CEHL.
Um 22:45 Uhr machten wir uns also in Geleen bei frischen -2,5 Grad Celsius auf den Weg in Richtung Heimat. Die Rückreise gab das Navi mit exakt 300 Kilometern an und sie sollte ca. 2:58 Std. dauern. Bereits nach drei Kilometern waren wir aus der Stadt raus und auf der Autobahn A76, nur weitere 20 Kilometer später hatten wir auch schon die Grenze zu Deutschland passiert. Die folgende Strecke sind wir in den vergangenen ca. zwei Monaten echt verdammt oft gefahren, an Aachen vorbei, dahinter auf die A4, auf welcher wir an Köln und Gummersbach vorbei bis Olpe blieben. Hier müssen wir dann immer nochmal die Autobahn wechseln und die Baustellenreiche A45 ist dann der Highway; der uns bis zur Ausfahrt Berstadt bringt. Ab hier sind es nur noch etwas mehr als 15 Kilometer bis zu mir nachhause, wo wir um 1:45 Uhr meine Karre in der Garage abstellen konnten. Sven hatte nochmal eine Viertelstunde, bis auch er zuhause war und ich machte oben diesen Bericht fertig und zog mir dabei noch einige Olympia-Highlights des Tages rein. Gegen 3 Uhr haute ich mich dann auch auf‘s Ohr, morgen geht es ja schon wieder weiter, Auswärtsspiel des EC Bad Nauheim in Weiden in der Oberpfalz.