Saison 2025/26

Kreisoberliga Hochtaunus

(Nachholspiel vom 19. Spieltag)

 

Waldsportplatz 2 (KR)
(Friedrichsdorf/Taunus - Seulberg)

 
Donnerstag, 04. Dezember 2025 / 20:00 Uhr
 
SV Seulberg -
Usinger TSG


2:3 (1:1)


Tore:

0:1 (20.) Hüseyin Durak (Foulelfmeter)

1:1 (27.) Keanu Voigt

1:2 (52.) Vinzenz Schell

2:2 (67.) Martin Pöhland

2:3 (90.+5.) Massud Afghanzade

  

Rote Karten: Jannik Sachs (29./TSG) und Marvin Nitsche (32./SVS).

Gelbe Karten: Philipp Mohr (56.), Steven Prochatzki (83.) / - .

Schiedsrichter: k.A.

Zuschauer: ca. 35


Heute am Mittag um 11:30 Uhr erst von unserem 56 Stunden Trip nach Bulgarien mit neuem Länderpunkt und insgesamt drei neuen Grounds im Gepäck nachhause gekommen, musste ich mich am Mittag erstmal ablegen, denn wie im Bericht dazu beschrieben, war es mal wieder eine verdammt kurze Nacht zuvor. Danach schnell etwas gegessen und den Bericht zur Tour fertig getippt, musste ich auch quasi fast direkt schon wieder los. Unter der Woche angesetzt sind sowieso nur noch wenige Nachholspiele, die oftmals auch nur auf Nebenplätzen ausgetragen werden. So auch mein heraus gesuchtes Spiel zwischen dem SV Seulberg und der Usinger TSG, einem nachträglich angesetzten Kick des 19. Spieltags der Kreisoberliga Hochtaunus. 

 

Tabellarisch gesehen handelte es sich hierbei um den Achtzehnten und somit Letzten des Rankings der KOL gegen den Fünften. Der Abstand der Hausherren zum Abstiegsrelegationsplatz und auch zum komplett rettenden Ufer beträgt jeweils fünf Punkte, wobei die beiden dort stehenden Vereine auch schon 19 Partien, also eine mehr als Seulberg, ausgetragen haben. Die Situation ist also bei weitem noch nicht aussichtslos, aber man sollte so langsam halt doch anfangen und besser punkten, als es bisher der Fall war. Die Gäste hingegen sind mit 36 Punkten aus 18 Partien im direkten Verfolgerfeld der Spitzenpositionen. Der Rückstand zum Aufstiegsrelegationsrang beträgt gerade einmal zwei Punkte, zur Tabellenspitze sind es nur drei Zähler, wobei der Tabellenführer auch bereits ein Spiel mehr absolviert hat. Völlig unterschiedlich die aktuellen Formkurven: Seulberg hat die letzten acht Spiele hintereinander verloren und hat sechs Mal davon vier und mehr Gegentore kassiert. Usingen hatte derweil fünf Siege am Stück, auf die zuletzt jetzt zwei Remis folgten, aber dennoch ist man seit sieben Spielen ungeschlagen. Während der SVS in den letzten Jahren öfters zwischen Kreisoberliga und Kreisliga A hin und her pendelte, waren die Gäste von 2016 bis 2019 sogar noch in der Verbandsliga, auf die man vier Spielzeiten Gruppenliga folgen ließ, mittlerweile ist man aber auch schon das dritte Jahre am Stück in der Kreisoberliga unterwegs.

 

Um 19:03 Uhr startete ich ab, mein Navi sagte mir, dass ich 50 Minuten für die 45 Kilometer benötigen würde. Zuerst ging es mal wieder via Ranstadt und Reichelsheim in Richtung der schönen Kurstadt Bad Nauheim. Hier auf die B3 und dann durch Rosbach, unter der A5 hindurch und ebenfalls noch durch Köppern. Dahinter kam Friedrichsdorf und direkt daran hing der Stadtteil Seulberg, wo ich um 19:53 Uhr meine Karre unterhalb des Sportgeländes parkte. Den kurzen Berg hoch, musste ich am Eingang vier Euro zahlen und drehte logischerweise erstmal meine Fotorunde, bevor ich den Anstoß ablichtete und mich auf die einzige für Zuschauer freigegebene Seite stellte.

 

In den Anfangsminuten war es eher eine ausgeglichene Partie, man sah aber der TSG bereits früh die bessere Spielanlage an. Nach 20 Minuten bekam Usingen einen berechtigten Foulelfmeter, andererseits ein bitteres Ding für die Hausherren, denn er der foulende Spieler konnte seinen Gegenspieler vermutlich erst spät sehen, ein Foul war es dennoch. Ihre Freude über den souverän verwandelten Elfmeter und die Führung hielt aber nicht lange an, denn nur sieben Minuten später trafen die Hausherren zum Ausgleich. Weitere nur zwei Zeigerumdrehungen später kam es aber noch dicker für den Tabellenfünften, denn nach einem Foulspiel erhielt einer der Ihren die rote Karte und man war nur noch zu Zehnt unterwegs. Dieser Vorteil für den SVS hielt auch nicht lange an, denn nach einem langen Ball verschätzte sich ihr Torhüter, zog die Notbremse und fortan waren die Spieleranzahl auf beiden Seiten wieder auf gleich gestellt. Das Bittere an der Geschichte: Seulberg hatte keinen Ersatztorhüter dabei und ihr heutiger Torschütze und auch allgemein bester Torjäger zog sich das Trikot mit der Nummer 1 über. Danach wurde auf beiden Seiten etwas durchgeschnauft und bis zum Gang in die Kabinen passierte nicht mehr viel. Nach dem Seitenwechsel drückten die Gäste extrem und hatten auch wirklich gute Chancen, der Not-Torhüter legte aber zwei, drei bärenstarke Paraden auf das künstliche Grün. Nach dem zig-ten Eckball und einem anschließenden Gewühl vor seinem Gehäuse war aber auch er dann machtlos und zum zweiten Mal ging Usingen in Front (52.). Der Favorit blieb auch weiterhin am Drücker und war überlegen, hatte aber immer wieder Problemen mit den langen Bällen der Einheimischen. Genau so einer war es auch, der nach ziemlich genau der Hälfte der zweiten 45 Minuten zum erneuten Ausgleich führte. Am Bild auf dem Spielfeld änderte sich danach weiterhin nichts, Usingen rannte an und drückte, Seulberg konterte und schlug lange Bälle, diese aber jedes Mal auf‘s Neue gefährlich. Es schien tatsächlich so zu sein, als würde sich der Tabellenletzte ein Pünktchen ergattern können, als man sich mit Ablauf der fünf Minuten Nachspielzeit ein unnötiges Foul im Halbfeld ihrer eigenen Hälfte erlaubte. Der Ball wurde mit Schnitt zum Tor gebracht und am langen Pfosten irgendwie doch noch über die Linie gedrückt. Echt bitter für tapfer kämpfende Seulberger, aber dem Spielverlauf entsprechend natürlich vollkommen verdient.

 

Nach dem Spiel kam es noch zu ein wenig Pöbeleien seitens der Heim-Anhänger, weil der erste Rotsünder in einem wirklich sachlichen Gespräch mit dem Unparteiischen über den Platzverweis sprach. Irgendein Ventil brauchte man aber wohl um die nächste bittere Niederlage zu verdauen und es wäre sogar fast noch zu Handgreiflichkeiten gekommen. Nach kurzem verweilen machte ich mich dann aber in Richtung Parkplatz, denn diese angezettelte Diskussion seitens der Seulberger Zuschauer war wirklich völlig sinnbefreit. Um 22:05 Uhr saß ich in meinem Fahrzeug und machte mich auf die Heimfahrt, die mal wieder über die gleiche Strecke führte, wie auch bereits drei Stunden zuvor die Hinfahrt. Ich blieb mal wieder in gemütlichen Fahrstil, aber gesehene Wildtiere blieben heute glücklicherweise Fehlanzeige. Um 22:50 Uhr stellte ich mein Auto in der Garage ab, uploadete oben nur noch die Berichte der Bulgarien-Tour und auch von heute auf meine Homepage. Danach verzog ich mich um ca. 23:15 Uhr direkt ins Bett, denn morgen muss ich auch schon wieder ins Büro und auch wenn zum Glück bereits Freitag ist, bedeutet dieser Tag auch immer wieder Frühdienst, um dann auch entsprechend wieder früher Feierabend zu haben.


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