Heute am vorletzten OFC-Spieltag vor der Winterpause die letzte Möglichkeit anschließend noch ein Ground mitzunehmen, denn das Heimspiel in der kommenden Woche wurde auf
einen Freitag terminiert, da geht dann nach dem Spiel logischerweise nichts mehr. Viele Ligen sind aber bereits in der Winterpause und nachdem ich vor 10-14 Tagen mal mal nach meinen
Möglichkeiten schaute, schien es mir auf ein Bezirksliga-Spiel im Südwesten hinaus zu laufen, welches aber wegen fehlenden Flutlicht definitiv nur auf dem Nebenplatz stattfinden kann. Nun
gut, ein fehlender Ground war es dennoch, also schien das erstmal mein Ziel zu sein. Vorgestern schaute ich mir die Spielpläne erneut an und aufgrund des doch halbwegs ordentlichen Wetters in
den letzten Tagen, wurden wohl noch ein paar Spiele angesetzt, um diese noch vor der Winterpause über die Bühne zu bekommen. So fiel mir ein Kick auf, der zwar statt in der achtklassigen
Bezirksliga noch eine Liga-Ebene tiefer, in der Kreisliga A, angesetzt war und zudem jeweils auch knapp eine halbe Stunde mehr An- und Anfahrt bedeutete. Da ich somit aber die Wahl zwischen
einen Kunstrasen-Hauptplatz und einem Kunstrasen-Nebenplatz hatte, entschied ich mich natürlich für Ersteren.
Das Duell hieß ASV Winnweiler gegen die SpVgg. NMB Mehlingen-Baalborn und ist eine Partie aus der Kreisliga A Kaiserslautern/Donnerberg. Tabellarisch gesehen bedeutet dies in
dieser 15er Liga der Vierte gegen den Elften. Der Spitzenreiter ist für den ASV bereits zu sehr enteilt (elf Punkte Rückstand) und wirkt auch mit 14 Siegen aus 15 Ligaspielen einfach zu
stabil, um sich hier noch Hoffnungen machen zu können. Das kann man sich aber hinsichtlich des Aufstiegsrelegationsplatzes, denn zum dort stehenden Verein hat man nur vier Punkte Rückstand
und zudem ein Spiel weniger ausgetragen. Für die Gäste hingegen scheint es eher eine ruhigere Spielzeit zu werden, man steht zwar nur drei Ränge über den beiden fixen Abstiegsplätzen,
allerdings ist der Vorsprung bereits neun Punkte groß und da das Team auf dem vorletzten Rang bisher erst neun Punkte aus 15 Spielen geholt hat, scheint es nach derzeitigem Stand eher
unrealistisch dass man da nochmal in Trouble kommt, dennoch sollte man natürlich jederzeit die Augen offen halten. Die Gastgeber waren 2017/18 sogar noch in der Landesliga unterwegs, stiegen
aber in den letzten Jahren zwei Mal ab und sind nun schon das vierte Jahr in Folge nur noch in der A-Klasse unterwegs. Ganz anders der Gastverein, welcher 2022/23 sogar noch in der C-Klasse
spielte, am Ende dieser Saison aufstieg und nach zwei Jahren in der KLB, in diesem Sommer erneut um eine Liga-Ebene nach oben kletterte und als Aufsteiger nun natürlich primär als erstes Ziel
erstmal den Klassenerhalt hat.
Gestern nach der Arbeit nach Weiden in der Oberpfalz gefahren und hier mit dem EC Bad Nauheim den sechsten Sieg in den letzten sieben Spielen eingefahren, was nach dem
schwachen Saisonstart mittlerweile den Anschluss ans Mittelfeld der Tabelle gebracht hatte. Um 2:30 Uhr waren wir zuhause, eine halbe Stunde lag ich dann im Bett und schlief etwa bis 9:30
Uhr. Gemütlich gefrühstückt, DEL2-Highlights von gestern Abend geschaut und noch ein wenig herum gegammelt. Ich startete um 12 Uhr zum mittlerweile von mir zuhause zum nähest entferntesten
Kickers-Auswärtsspiel der Saison in Alzenau. Denkt man immer mal „jetzt ist der Tiefpunkt erreicht“, belehrt einen der OFC immer wieder auf‘s Neue. Die heutige Leistung gegen den
Tabellenletzten war unfassbar schlecht und komplett inakzeptabel, aber bevor ich mich in Rage schreibe, belasse ich es lieber dabei. Ich hatte nach dem Spiel keine Eile und schaute noch die
Reaktionen auf den Rängen und dem Rasen an, so saß ich erst 16:20 Uhr im Auto, wo das Navi mir 1:41 Kilometer und 138 Kilometer anzeigte. Nachdem ich dem Abfahrtsstau entkommen war und wieder
auf die A45 aufgefahren war, hatte ich immer noch diese halbe Stunde Puffer. Auf der B43A ging es an Hanau vorbei und dann auf der A3 ließ ich auch den Flughafen FRA links liegen, hatte am
Rüsselsheimer Kreuz ein klein wenig Verzögerung und befuhr hinter Mainz, dann die A63, die aber bei Kirchheimbolanden gesperrt war. Hier verharrte ich eine Viertelstunde auf einem
Pendlerparkplatz, um danach nicht länger als nötig in der Kälte stehen zu müssen. Irgendwann musste ich mich aber auch auf die letzten knapp 20 Kilometer machen und fuhr nochmal kurz auf die
A63, aber an der Ausfahrt Winnweiler auch schon wieder runter. Gegen 18:15 Uhr erreichte ich den Parkplatz des Sportgeländes und war drei Minuten später am Eingang und zahlte meine drei Euro
Eintritt. Danach folgte in Ruhe meine Fotorunde, die ich ohne den leichten Nieselregen bestreiten konnte, der mich fast über die ganze Zeit der Fahrt verfolgte. Schnell noch den
überpünktlichen Anpfiff abgelichtet, stellte ich mich neben die kleine Stahlrohrtribüne und schaute dem Treiben auf dem künstlichen Grün zu.
Die ersten 20-30 Minuten waren recht ausgeglichen, mal hatten die einen das Momentum auf ihrer Seite, mal die anderen. Chancen gab es auch auf beiden Seiten, tabellarisch
gesehen war die Gästeführung überraschend, aber besonders lange hielt sie eh nicht, nur sieben Minuten später glich der ASV aus. Umso länger das Match lief, umso mehr nahmen die Gastgeber das
Heft des Handelns in die Hand und erhöhten die Schlagzahl. Folgerichtig gingen sie kurz vor dem Gang in die Kabinen erstmalig selbst in Front. Nach dem Seitenwechsel ging es genauso weiter,
der ASV war zunächst weiterhin überlegen, später hinaus dann sogar dominierend. Neben zwei Aluminiumtreffern sprangen auch noch zwei weitere Treffer heraus, so dass es zu einem wohl zu einem
dem Spielverlauf entsprechendem 4-1 Sieg der Einheimischen kam. Mit diesem Dreier springt man auf den dritten Tabellenrang und hat zum Gang in die Winterpause nur noch einen einzigen Zähler
Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz.
Da der komplett ruhig und unaufgeregt pfeifende junge Unparteiische alle Zeiten einhielt und auch bei der entschiedenen Partie auf jegliche Nachspielzeit verzichtete, ertönte
sein letzter Pfiff des Abends um exakt 20:15 Uhr. Zwei, drei Minuten später saß ich in meinem Auto und startete den Motor für die Heimfahrt, die vom Navi mit 166 Kilometern bzw. 1:42 Std.
angegeben wurde. Zuerst sprang ich aber noch mal in den örtlichen Supermarkt und holte mir ein Getränk und was zum knabbern für unterwegs. Ruckzuck war ich wieder auf der A63 in Richtung
Mainz, ab wo es dann auf A60 und A67 eben an Mainz und auch Rüsselsheim vorbei ging. Am Mönchhof-Dreieck wechselte ich auf die A3 und nachdem ich am Flughafen FRA und an Offenbach vorbei war,
waren es nur noch die üblichen B43A an Hanau vorbei und auf der A45 bis zur Abfahrt Staden. Eine Viertelstunde Landstraßen später war ich zuhause und stellte um 22:15 Uhr mein Auto in der
Garage ab. Oben setzte ich den Bericht noch online, schaute das Sportstudio und verfolgte ab 1 Uhr mein NHL-Team der New Jersey
Devils.