Saison 2025/26

Kreispokal Gießen

(Halbfinale)

 

Sportplatz im Zentrum (KR)
(Linden/Hessen - Leihgestern)

 
Dienstag, 18. November 2025 / 19:45 Uhr
 
TSG Leihgestern -
FSG Laubach


2:1 (0:0)


Tore:

1:0 (55.) Jonathan Finn Wilhelm Riedel

2:0 (90.) Jonathan Finn Wilhelm Riedel

2:1 (90.+7.) Raphael Heinz (Foulelfmeter)

  

Gelbe Karten: Lukas Würtele (53.), Hermon Tega (62.), Keyshawn Cosby (64.) / Alexander Haak (45.).

Schiedsrichter: Alexander Kessler

Zuschauer: ca. 60


So langsam kommt dann wieder die Zeit des Jahres, wo man froh sein kann, dass es überhaupt noch neue Grounds gibt und man dann auch mal ohne Murren Neben- oder Ausweichplätze in Kauf nehmen muss. So ein Tag war dann auch heute, wo mein zu besuchender Verein in der Schlechtwetterzeit auf einem anderes Sportgelände (logischerweise mit Kunstrasenplatz) im eigenen Ort ausweicht.  Das dort angesetzte Spiel war ein Kreispokalspiel des Fußballkreis Gießen und es handelte sich bereits um das zweite Halbfinal-Match. Sprich: Der Sieger der heutigen Partie wird im kommenden Frühjahr im Finale um den Pokalsieg und die Teilnahme am Hessenpokal in der kommenden Spielzeit kämpfen. Der Gegner wird dann der Tabellenführer der Kreisliga A, der Kurdischer FC Gießen, sein., welcher im Verlauf des Wettbewerbs bereits drei Kreisoberligisten eliminiert hat. Das alles ist aber noch Zukunftsmusik, heute heißt das Duell erstmal TSG Leihgestern gegen die FSG Laubach, der Zweit- und Drittplatzierte der Kreisoberliga Gießen/Marburg Staffel Süd. Tabellarisch gesehen sind beide Teams  nach der Hinrunde nur durch einen einzigen Punkt getrennt, was natürlich für das heutige Pokalspiel ziemlich egal ist, aber somit dürften spannende (mindestens) 90 Minuten zu erwarten sein.

 

Um 18:50 Uhr ging es zuhause los, weil meinem Dad langweilig war und er ja grundsätzlich auch sehr interessiert an Fußball ist. Die Strecke für die Hinfahrt waren 48 Kilometer bzw. 38 Minuten laut Navi, wir wählten nämlich die gemütlichere Route über die Autobahn, die drei Minuten schneller war, aber nur vier Kilometer weiter. So ging es durch Nidda hindurch und bei Berstadt auf die A45, auf welcher wir bis zum Gießener Südkreuz verblieben. Hier wechselten wir auf die A485, den Gießener Autobahnring, aber auch nur für wenige Kilometer, denn an der ersten Ausfahrt (Linden) verließen wir den Highway komplett und hatten nur noch etwa drei Kilometer, zuerst durch Linden und dann folgte auch schon Leihgestern, unser heutiger Zielort. Das Auto wurde auf dem letzten noch freien Stellplatz des Parkplatzes um 19:30 Uhr abgestellt und nach dem Bezahlen von fünf Euro am Eingang wurde direkt dahinter Snicki begrüßt. Gemeinsam drehten wir unsere Fotorunde noch in aller Ruhe vor dem Spiel und stellten uns wieder auf die Seite mit der Sporthalle, weil wir hofften, dass es hier vielleicht ein wenig windgeschützter ist - vergeblich.


Es zog uns von Beginn an schön um die Ohren und im Laufe des Spiels gab es sogar Graupelschauer bzw. den ersten leichten Schnee(regen) des Winters. Ziemlich ungemütliches Wetter und das, was uns in der ersten Hälfte auf dem künstlichen Grün geboten wurde, das erwärmte uns auch nicht wirklich. Über weite Strecken des Spiels war allgemein wenig Action, in den Strafräumen war meistens sogar gähnende Leere. Das einzig richtige Ergebnis zum Gang in die Kabinen war das torlose Remis, aber immerhin wurde es nach dem Seitenwechsel ein wenig interessanter. Es waren knapp zehn weitere Minuten von der Uhr gelaufen, da zeigten die Hausherren ein super Angriff, an dessen Ende der Führungstreffer stand. Im Laufe des weiteren Spiels wurde die FSG aber immer aktiver und hatte in den Schlussminuten eigentlich den Ausgleich mehrmals auf dem Fuß, ihre beste Möglichkeit landete aber nur am Torpfosten. Als die einheimische TSG in der letzten Minute der regulären Spielzeit nach einem Konter auf 2-0 erhöhte, schien eigentlich die Messe gelesen und selbst die fünf angezeigten Minuten Nachspielzeit waren abgelaufen, da zeigte der Unparteiische zur Verwunderung aller Akteure nochmal auf den Punkt und Laubach verkürzte. Mittlerweile waren wir sechseinhalb Minuten über die Zeit, aber er pfiff tatsächlich nochmal an und ließ tatsächlich noch einen weiteren Angriff der Gäste zu. Dieser war aber schlecht ausgespielt und nach fast 90 + 8 Minuten trillerte der Schiedsrichter dann zum letzten Mal in die Pfeife und beendete die Partie.

 

Um 21:45 Uhr saßen wir bei kühlen 2 Grad Celsius wieder im Auto meiner Eltern und ich startete den Motor für den Heimweg. Da die Verbindung von der A485 zur A45 in Richtung Süden immer noch gesperrt ist, mussten wir nun doch die auf der Hinfahrt vermiedene "kürzeste Strecke" nehmen, die über Pohlheim und Garbenteich bei Fernwald auf die B457 führte. Von hier sind es knapp zwanzig Minuten noch, bis wir um 22:30 Uhr zuhause ankamen, gerade als wir so langsam wieder aufgetaut waren. Oben noch schnell diesen Bericht fertig gemacht und hoch geladen, legte ich mich eine dreiviertel Stunde später schon ins Bett.

 


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