Saison 2025/26

Oberliga Westfalen

(15. Spieltag)

 

Emscherstadion (KR)
(Dortmund-Aplerbeck)

 
Samstag, 15. November 2025 / 19:00 Uhr
 
ASC 90 Dortmund -
TSV Victoria Clarholz


5:1 (2:0)


Tore:

1:0 (3.) Maximilian Podehl

2:0 (25.) Maximilian Podehl

3:0 (55.) Maximilian Podehl

3:1 (77.) Damian Artur Biniek

4:1 (83.) Maximilian Podehl

5:1 (88.) Lewin Alexander D Hone

  

Gelbe Karten: xxx (16.), xxx (18.), Jan-Patrick Friedrich (21.) / Markus Baum (10.), Linus Kahraman (26.), Can Yilmaz (57.), Lazar Kahraman (67.).

Schiedsrichter: Nico Thielmann

Zuschauer: 86

 

Wie eigentlich fast immer bei Samstags-Terminierungen des OFC versuchte ich auch heute wieder noch ein passendes Zweitspiel zu finden und da die Kickers in Kassel spielen, hatte ich auf einen nordhessischen Gruppen- oder zumindestens Kreisoberligisten gehofft, aber hier war bei den Ansetzungen Mangelware, um nicht sagen zu müssen: gähnende Leere. Es gab das ein oder andere unterklassige Spiel, für diese hätte ich aber in den Osten oder in Richtung Hannover fahren müssen. Dann fiel mir aber Dortmund auf und dann noch ein Oberliga-Spiel, hä? Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass der ASC im Herbst/Winter auf ein anderes Sportgelände, ein paar hundert Meter von ihrem eigenen Stadion entfernt, ausweicht. Im Gegensatz zum Hauptstadion hat man hier einen Kunstrasen und Flutlicht. Da man momentan in der Tabelle sehr gut da steht, kann ich mit vorstellen, dass man sich im Falle eines Regionalliga-Aufstiegs das Sportgelände mit ein wenig Modernisierung RL-tauglich macht, zumindestens dürften vermutlich weniger Arbeiten benötigt werden als am Hauptgelände. Da nutzen wir das doch direkt mal, zumal mir die anderen Alternativen ja sowieso größtenteils nur wenig zugesagt hatten.

 

Gestern Abend mit dem EC Bad Nauheim noch im Ravensburg kurz vor dem Bodensee einen Auswärtssieg gefeiert, kamen wir um 2:40 Uhr nachhause und ich verzog mich ziemlich zügig in mein Bett. Nach einer wirklich endlich mal wieder sehr guten Nacht, klingelte mich der Wecker aus dem Bett und nach einem ordentlichem Frühstück beim gleichzeitigen schauen der DEL2-Highlights saß ich exakt eine Stunde später im Auto in Richtung Nordhessen. Dort holten meine Kickers aus Offenbach mit einer erneut gebeutelten Aufstellung ein 1-1 Unentschieden beim KSV Hessen Kassel. Da ich keinerlei Zeitdruck hatte, schaute ich mir noch die Reaktionen nach dem Spiel an und lief danach zum Parkplatz. Um 16:05 Uhr drehte ich den Schlüssel um und bei knapp über 10.000 Zuschauern gab es natürlich Abfahrtsstau, aber das kostete mich vielleicht knapp zehn Minuten. Danach machte ich mich auf die 156 Kilometer, die von Navi auf exakt anderthalb Stunden taxiert wurden. Ruckzuck war ich auf der A49, nach wenigen Kilometern wechselte ich am Kreuz Kassel-West auf die A44. Da ich hier auch super voran kam und 80 Minuten vor Anpfiff am Ground gewesen wäre, stellte ich mich noch auf einen der letzten Parkplätze vor Dortmund und daddelte ein wenig am Handy herum und dusselte auch ein wenig vor mir her. Am Kreuz Dortmund/Unna geht die A44 direkt in die B1 über, wenn man geradeaus fährt. An Holzwickede und dem Flughafen Dortmund vorbei, ging es an der Ausfahrt Dortmund-Sölde auch von der Bundesstraße runter und es blieben nur noch 2,5 Kilometer bis zum Ziel. Um 18:20 Uhr kam ich in der Nähe des Grounds an und obwohl es auf beiden Seiten lange Stücke mit Parkstreifen gab, ergatterte ich schon eine der letzten Lücken. Am Eingang einen Zehner bezahlt, drinnen erstmal meine Fotorunde gedreht, gönnte ich mir danach noch eine Currywurst und stellte mich an die Sportplatzumrandung. Kurz vor Spielbeginn trudelte auch noch Thorsten Mankel ein und so hatte ich wenigstens einen super Gesprächspartner über die 90 Minuten.

 

In der Oberliga Westfalen war das Duell ASC 09 Dortmund gegen den TSV Clarholz ein Verfolgerduell, denn in der Tabelle belegen die beiden heutigen Kontrahenten die Plätze Vier und Fünf. Mit 25 bzw. 20 gesammelten Punkten ist der Rückstand auf die beiden direkten Aufstiegsplätze vier bzw. neun Punkte groß. Vor zwei Wochen belegten die Dortmunder sogar diesen zweiten Rang, aber nach saisonübergreifenden 17 Spielen ohne Niederlage zog man in den letzten beiden 90 Minuten jeweils den Kürzeren und fiel in der Tabelle etwas zurück. Aber auch die Gäste reisten mit zuletzt zwei Niederlagen hintereinander an, wobei eine davon zuhause gegen den Vorletzten des Rankings war, welcher zuvor selbst zwölf Mal nacheinander nicht siegreich war. Keine wirklich optimalen Voraussetzungen für beide Truppen.

 

Es war in der ersten Hälfte eine einseitige Partie, denn gefühlt nahm nur eine Mannschaft daran teil. Von Beginn an waren die Hausherren das aktivere und klar überlegenere Team. Immer wieder kam man über die schnellen und wendigen Außen bis zur Grundlinie und schlug dann die Flanke oder den flachen Pass nach innen. Letzteres klappte zwei Mal sehr gut, denn in der Mitte stand der ASC-Goalgetter goldrichtig. Die Victorianer waren mit diesem Ergebnis zum Gang in die Kabinen echt noch gut bedient. Nach dem Seitenwechsel spielten sie endlich mit uns es war über weite Strecken ein offenes Spiel. Mit dem recht frühen 3-0 waren aber die Weichen recht früh in Richtung Heimsieg gestellt und da änderte auch der Anschlusstreffer eine knappe Viertelstunde vor dem Ende nichts mehr daran. Mit dem schönsten Tor des Tages, einem Fernschuss, der genau in den Winkel einschlug, kürte sich Maximilian Podehl zum Vierfach-Torschützen und durfte danach dann auch den wohlverdienten frühzeitigen Gang unter die Dusche antreten, denn mittlerweile begann es leicht zu regnen. Zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit wurde das Ergebnis noch auf 5-1 hochgeschraubt und es war ein hochverdienter Sieg der Einheimischen, die nun einen Satz wenigstens wieder auf den 3. Platz gemacht haben.

 

Direkt nach dem Spiel ging es mit Thorsten noch mal in einen in einen etwa einen Kilometer entfernten Supermarkt. In der Backwaren-Abteilung gab es Stückchen und Getränke für die Heimfahrt, zudem nahm ich mir noch ein wenig Wurst für das morgendliche Frühstück in der kommenden Arbeitswoche mit. Im Parkhaus des Ladens startete ich 21:20 Uhr ab und hatte laut Navi 208 Kilometer (2:22 Stunden) hinter mich zu bringen. Nach ein wenig Stadtverkehr hatte ich jeweils ganz kurze Teilstrecken auf der B236 und der A1. Diese verließ ich am Westhofener Kreuz und wechselte auf die A45. Hier ist ja immer noch die Umfahrung der Autobahnbrücke bei Lüdenscheid, wo man um diese Zeit immerhin keinen Stau mehr hat, nervig ist es dennoch weiterhin - wobei hier ja Licht am Tunnel zu sehen ist, im kommenden Frühjahr soll der Highway wohl wieder ganz normal befahrbar sein. Auch die Baustellen auf dieser Autobahn wurde meines Erachtens in den letzten Wochen weniger, dennoch aktuell weiterhin nicht meine Lieblingsstrecke. Nun gut, hilft ja alles nichts, da muss man durch und ich brachte es auch mit einer Fahrt ohne Pause komplett hinter mich. Um 23:50 Uhr wart ich zuhause, finalisierte diesen Bericht hier und legte mich in Richtung 1 Uhr ins Bett. Beim NHL Game Radio schlief ich irgendwann ein und glücklicherweise kann ich morgen endlich mal wieder komplett auspennen.

 


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