Saison 2025/26
Bezirksliga Südwest Vorderpfalz
(14. Spieltag)
Bezirkssportanlage Deidesheim
(Deidesheim)
Montag, 03. November 2025 / 19:30 Uhr
TSG Deidesheim -
Ludwigshafener SC
5:2 (2:2)
Tore:
1:0 (7.) Eric Veth
1:1 (16.) Amin Essartaoui Bouagaga
1:2 (17.) Jackson Palmer Endres
2:2 (45.) Eric Veth
3:2 (47.) Tobias Noll
4:2 (81.) Eric Veth
5:2 (87.) Niklas Philipp Bredel
Rote Karte: Damon Mauer (90.+1./LSC).
Gelb-Rote Karte: Thierry Kenfack Bougue (66./LSC).
Gelbe Karten: Maximilian Kampmann (50.) / Julian Clery Kouemo Tchokodeu (30.), Thierry Kenfack Bougue (40.).
Schiedsrichter: Fabio Di Matteo
Zuschauer: 100
Dass heute im Südwesten mal wieder eines der Montag-Spiele war, hatte ich schon am Wochenende gesehen. So ganz konnte ich mich aber nicht durchringen, dieses final in meine
Planungen aufzunehmen. Gestern auf der Fahrt zum Auswärtssieg des EC Bad Nauheim vereinbarte ich mit Snicki, dass ich heute Morgen den Verein mal anschreibe und wir nur im Falle einer Bestätigung
des Naturrasenplatzes fahren würden. Weder via Facebook, noch bei Instagram, gab es eine Rückmeldung, zudem war verdammt viel Verkehr angesagt, so dass ich mich geistig schon ein wenig davon
verabschiedete. Snicki fragte, gerade als ich nach Feierabend, als ich zuhause beim Abendessen saß, nochmal nach und sagte, dass er dabei wäre, wenn ich fahren würde. Das brachte mich
logischerweise ins grübeln und trotz Müdigkeit hatte ich eigentlich schon Bock drauf. Kurz sacken gelassen und Snicki zugesagt, direkt danach in die Klamotten gesprungen und parallel dazu Roland
angerufen, da ich im App gesehen hatte, dass er auch dort hin wollte. Ich startete um 16:57 Uhr ab und das Navi vermeldete aufgrund von zwei Staus wegen Unfällen 2:19 Stunden und dazu kommen ja
noch die zwei Mal von der Autobahn fahren, um die beiden Mitfahrer einzusammeln: Zudem musste ich unterwegs auch nochmal voll tanken, danach stiegen dann Snicki in Altenstadt und Roland in
Langenselbold zu. Als wir zu Dritt im Auto saßen und zurück auf dem Highway waren, hatten wir 19:23 Uhr als Ankunftszeit. Eigentlich hatten wir vor den ersten Stau über das Seligenstädter Dreieck
zu umfahren, allerdings wurde das rote Stück auf dem Navi immer weniger und im allerletzten Moment entschied ich mich es doch zu riskieren und den “normalen Weg” über die B43 an Hanau vorbei zu
nehmen. Dieses war im Nachhinein gesehen absolut die richtige Entscheidung, denn wir kamen fast ohne Verzögerung über die Bundesstraße, bei der wenige Minuten vorher im Radio “rechnen sie mit
plus 30 Minuten bzw. umfahren sie es am Besten weitläufig” gemeldet wurde. Auch die A3 bis zum Flughafen FRA war frei, ebenso die A5 bzw. A67 bis zum Viernheimer Kreuz, wo wir auf die A6
wechselten, danach mussten wir am Kreuz Frankenthal auf die A61 und zuletzt am Kreuz Mutterstadt auch noch auf die A65. Die letzten Kilometer waren dann noch Landstraßen und exakt ein Dutzend
Minuten vor offiziellem Anpfiff kamen wir auf dem Parkplatz an, der recht voll war, aber wir Glück hatten, dass gerade jemand dort aus einer Lücke heraus fuhr. Die Daumen waren gedrückt und beim
Bezahlen der fünf Euro am Eingang bekamen wir wenigstens direkt die Bestätigung, dass auf Naturrasen gespielt wird. Danke, hat sich die Hetzerei wenigstens gelohnt!!! Drinnen drehte ich dann gut
gelaunt direkt meine Fotorunde und stellte mit den beiden anderen recht mittig auf die zwei, drei Steinstufen des Sportgeländes. Der Anstoß war dann logischerweise mal wieder mit +5, wobei die
drei Unparteiischen sogar recht früh draußen waren, aber die 22 Akteure erst nach einem energischen Pfiff des Referee aus dem warmen Sportlerheim kamen.
In der Bezirksliga Südwest Vorderpfalz standen sich in einer Partie des 14. Spieltags vom vergangenen Wochenende die Mannschaften der TSG Deidesheim und des Ludwigshafener SC
gegenüber. Tabellarisch gesehen bedeutete das die Plätze Zwölf und Sieben, wobei die Kontrahenten nur vier Punkte voneinander getrennt waren. Die Einheimischen standen direkt “über dem Strich”
und hatten nur zwei Punkte Vorsprung zum Abstiegsrelegationsplatz und auch zum ersten Direktabsteiger. Die Gäste hatten ja die erwähnten vier Zähler mehr auf dem Konto, müssen auch definitiv den
Blick eher nach unten richten, denn der Rückstand auf die beiden Top-Platzierungen ist mit 16 bzw. 18 Punkten schon utopisch hoch und quasi schon nicht mehr einzuholen. Für den ehemaligen
Oberligisten heißt die bittere Realität somit Bezirksliga Mittelmaß.
Die Anfangsminuten gingen an die TSG, die sich in dieser Zeit ihre Führung durchaus verdiente, allerdings kam diese unter gütiger Mithilfe des Ludwigshafener Torhüters zustande,
der einen Freistoß nicht festhalten konnte und nach dem Nachschuss dann hinter sich greifen musste. Echt bitter für sie, dass der Gegner nach etwas mehr als einer gespielten Viertelstunde binnen
einer Minute den Verlauf der Partie auf den Kopf stellte und die Führung an sich riss. Fortan war der favorisierte LSC optisch auch überlegen, aber großartig viele oder gute Tormöglichkeiten
erspielten sie sich auch nicht. Danach trat aber wieder ihr Schlussmann in den Mittelpunkt, der erneut einen Fernschuss abprallen ließ und erneut der Nachschuss im Tor untergebracht wurde. Was
das Ganze doppelt so bitter machte, war dass das in der letzten Spielminute der ersten Hälfte geschah und es somit mit einem Remis in die Kabinen ging. Nach dem Seitenwechsel (Anpfiff
mittlerweile mit +9,5) hatte Deidesheim die erste gute Chance und aus dem Gewühl heraus gingen sie am heutigen Abend das zweite Mal in Front. Wir vermuteten, dass es im Gewühl ein Eigentor war,
was der Schiedsrichter wohl anders sah und einem TSG-Spieler diese Bude im Spielbericht gutschrieb. Es wurde kurzzeitig mal ein wenig ruppig, was dann in einer Ampelkarte für den Kapitän des
ehemaligen Oberligisten gipfelte, der beim verlassen des Spielfelds auch noch einige unschöne Bemerkungen von sich gab. Von nun an hatten die in Überzahl spielenden Blauen das Match im Griff,
erzielten aber erst recht spät das vorentscheidende 4-2 und kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit setzte man mit dem fünften Treffer den den Deckel drauf. Nach einer undurchsichtigen
Situation holte sich Ludwigshafen in der Nachspielzeit noch eine völlig unnötige rote Karte ab und muss somit im nächsten Spiel zwei gesperrte Spieler kompensieren, bitterer Abend auf jeden Fall
für die Gäste.
Wegen dem verspäteten An-/Abpfiff war es dann doch bereits 21:30 Uhr, als wir wieder zurück an meinem Auto waren. Das Navi lotste uns nun ein klein wenig anders auf die A65, als
es uns auf der Hinfahrt zum Sportgelände gebracht hatte, aber weder zeitlich noch entfernungstechnisch gesehen waren das große Unterschiede. Danach war es dann aber wieder die gleiche Route, wie
auch bereits auf der Hinfahrt gefahren, logischerweise aber genau in die entgegengesetzte Richtung. Roland wurde wieder in Langenselbold raus gelassen und kurz darauf dann auch Snicki in
Altenstadt. Das letzte Stück brachte ich noch alleine hinter mich und stellte meine Karre um 23:20 Uhr zuhause in der Garage ab. Oben tippte ich noch schnell diesen Bericht zu Ende, verschwand
aber kurz vor Mitternacht schon ins Bett.