Saison 2025/26

Kreispokal Gelnhausen

(Halbfinale)

 

Sportanlage Bieber (KR)
(Biebergemünd - Bieber)

 
Mittwoch, 29. Oktober 2025 / 19:30 Uhr
 
SV Germania 08 Bieber -
FV Ayyildizspor Wächtersbach


0:3 (0:2)


Tore:

0:1 (39.) Tarik Öziyer

0:2 (40.) Maik Felchle

0:3 (90.+1.) Halil Kutlu

  

Gelbe Karten: Kai Weigand (78.) / Benedikt Kreß (19.).

Schiedsrichter: Adam Muthig

Zuschauer: 150


Bereits mehrmals (denke locker schon vier, fünf Mal) hatte ich den heutigen Ground auf dem Schirm, aber entweder kam es zu Verschiebungen, Nichtantritten (wie zum Beispiel in der letzten Pokal-Runde, als ihr Gegner Pfaffenhausen zurück zog) oder mir kam kurzfristig was für mich interessanteres in den Sinn. Heute handelt es sich um ein Kreispokal-Halbfinale, was an sich ja schon ganz nett ist und zudem war keine massenhafte Auswahl vorhanden, also blieb ich nun endlich mal dabei auch auf diesem Sportgelände mein Kreuz zu setzen. Zumal es in der dazu gehörigen Liga (KOL Gelnhausen) auch bereits der viertletzte noch fehlende Platz für mich ist.

 

Wie bereits erwähnt, ist es die Vorschlussrunde des Kreispokals im Fußballkreis Gelnhausen und mit dem SV Germania 08 Bieber und dem FV Ayyildizspor Wächtersbach trafen zwei Teams aus der gleichen Spielklasse (Kreisoberliga Gelnhausen) aufeinander. In der Liga trennen die beiden Mannschaften nur fünf Punkte (Bieber 29, Ayyildizspor 24), wobei die Gäste noch ein Spiel weniger ausgetragen haben. Somit stehen sie im Verfolgerfeld, vermutlich aber nur noch zum Relegationsplatz, denn die Germania aus Rothenbergen hat auf dem Platz an der Sonne schon einen beachtlichen acht Punkte Vorsprung und zeigt sich sehr stabil (13 Siege aus 14 Spielen). Bieber hat auf den Rang, der zur Teilnahme an den Ausscheidungsspielen berechtigt derzeit nur zwei, Wächtersbach fünf Punkte Rückstand (plus eben das „game in hand“). Das alles ist heute aber ziemlich egal, in einem einzigen Spiel geht es darum, wer in das Kreispokalfinale im kommenden Frühjahr einzieht. Der Gegner steht auch bereits fest, es ist die Viktoria aus Neuenhaßlau (Zweiter der KOL), die nach Elfmeterschießen gegen Rothenbergen siegreich waren. Spannende Konstellation, denn für den heutigen Sieger besteht auch im Finale eine reelle Chance, da es sich auch da um ein Spiel auf Augenhöhe handeln sollte.

 

Nach der Arbeit ging es aus dem Büro direkt zum Friseur und nachdem die Haare gekürzt waren, gab es zuhause noch Abendessen. Unmittelbar danach musste ich aber auch schon wieder aufbrechen, denn es war bereits 18:30 Uhr und das Navi sagte mir 52 Minuten für die exakt 50 Kilometer voraus, die komplett über Landstraßen zu absolvieren waren. Durch Wenings und Hitzkirchen, ging es dahinter an Wächtersbach vorbei und die A66 wurde gequert. In Wirtheim ging es links ab und nochmal zehn Kilometer in Richtung Spessart und am Rande diesem liegt Bieber, ein Stadtteil von Biebergemünd im Kinzigtal. Ich stellte mein Auto um exakt 19:20 Uhr auf der großen Parkfläche in der Nähe des Sportgeländes ab und nach dem Bezahlen von drei Euro schoss ich im Innenraum erstmal meine Fotos.

 

Eine fehlende Linienrichter-Fahne (sie lag noch in der Mannschaftskabine der Gäste) sorgte für die heutige Verspätung, immer mal was Neues. Der Anpfiff erfolgte dann mit fünf Minuten Verspätung um 19:35 Uhr, was ja noch verschmerzbar ist, auf Dauer aber halt einfach nur nervig. Die Anfangsphase ging klar an die Hausherren, die auch nach etwa zehn Minuten den Ball im Netz unterbrachten, aber ein Abseitspfiff des Mannes in mintgrün verweigerte dem Treffer die Anerkennung. Die Germanen blieben überlegen, aber Ayyildizspor meldete sich so ganz langsam mit ersten eigenen Offensivaktionen im Spiel an und spätestens nach etwa einer halben Stunde war es ein völlig offenes Match. Die Einheimischen schliefen defensiv einmal kurz vor dem Gang in die Kabinen und dieses nutzte der FV zur Führung. Nicht ganz zwei Minuten später zeigte sich Bieber weiterhin ungeordnet und plötzlich stand es 0-2. Nicht ganz den ersten 45 Minuten entsprechend, aber da Fußball ein Ergebnissport ist, zählen die Tore und sonst nichts. Nach dem Seitenwechsel blieb es weiterhin eine flotte Angelegenheit mit Chancen hüben wie drüben, die Größte war ein Pfostenschuss der 08er nach einer Stunde Spielzeit. In den letzten 15 bis 20 Minuten versuchten sie alles, um nochmal heran zu kommen, aber man schaffte es einfach nicht den Anschluss zu erzielen, um erstmal „dran zu sein“. Als man dann in den vier Minuten zusätzliche Zeit alles auf eine Karte setzte, war man hinten offen und kassierte noch das Tor zum 0-3 Endstand. Bitter, aber wenn man vorne die Tore nicht macht und hinten einen Zwei-Minuten-Schlaf hält, dann reicht das halt nicht und der Gegner, in diesem Fall Ayyildizspor Wächtersbach, kommt eine Runde weiter bzw. steht somit im kommenden Frühjahr im Kreispokalfinale des Fußballkreis Gelnhausen.

 

Blieb es über die gesamten 90 Minuten zum Glück trocken, fing es auf meinem kurzen Fußweg zum Auto an zu nieseln. Dieser Nieselregen begleitete mich auch auf meiner kompletten Heimfahrt. Keine schöne Kombination mit dieser Strecke, die ich im Dunkeln gar nicht gerne fahre, da sie quasi fast komplett an Wiesen und Felder vorbei oder durch Wälder führt. Deswegen fuhr ich absolut gemütlich, aber heute ließen mich die Wildtiere komplett in Ruhe und ich kam problemlos voran. In Merkenfritz tankte ich nochmal voll und war gegen 22:25 Uhr zuhause und stellte mein Auto in der Garage ab. Oben noch ein wenig DFB-Pokal Highlights geschaut, legte ich mich aber um 23:30 Uhr auch schon in die Falle.

 


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