Saison 2025/26

Kreisliga A Dieburg

(vorgezogen vom 15. Spieltag)

 

Sportanlage Sickenhofen
(Babenhausen/Hessen - Sickenhofen)

 
Donnerstag, 23. Oktober 2025 / 19:30 Uhr
 
SV Sickenhofen  -
SV Viktoria Klein-Zimmern


3:0 (0:0)


Tore:

1:0 (65.) Leon Wolf

2:0 (88.) Steven Lee Coppola

3:0 (89.) Mirza Spahic

  

Gelbe Karten: - / Humphrey Krug (6.), Batuhan Bulut (82.).

Schiedsrichter: Thomas Bernig

Zuschauer: ca. 25

 

Dritter und letzter Werktags-Kick für diese Woche schon, denn wir sind bereits am Donnerstag angekommen. Auch am dritten Tag gab es leider keinen Kreisoberligisten für mich, da die heute angesetzten wegen fehlendem Flutlicht alle auf den Nebenplätze oder den zweiten Plätz einer Spielgemeinschaft. Am Ende blieben für mich zur Auswahl einmal Kreisliga B in Marburg oder einmal Kreisliga A in Dieburg übrig, ich entschied mich für Letzteres. Mir war aber klar, dass ich auf der Hut sein musste, denn es handelte sich jeweils um Naturrasenplätze und bei dem Regen der letzten Tage, hätten mich Absagen auch nicht gewundert. Meine Pläne A und B fanden aber tatsächlich statt, nur der Notfallplan C wurde abgesagt. Einen Gedankengang Plan D mit Kunstrasen hatte ich natürlich aber auch jederzeit im Hinterkopf. Soweit kam es aber nicht, ich durfte glücklicherweise mein heraus gesuchtes Spiel anfahren.

 

Das Duell lautet SV Sickenhofen gegen den SV Viktoria Klein-Zimmern, was tabellarisch gesehen in der 15er Liga der Kreisliga A Dieburg die Ränge 5 und 13 bedeutet. Die Einheimischen hatten vor dem heutigen Nachholspiel neun Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz und somit dürfte es so etwas wie die letzte Chance sein nochmal oben heran zu rücken. Mit einem Heimsieg würde man such die Liga aufteilen in ein Drittel (fünf Teams), die um den Aufstieg spielen und zwei Drittel (zehn Teams), die gegen den Abstieg kämpfen, denn zwischen den Rängen Fünf und Sechs würden dann zehn Punkte liegen. Die Gäste lagen vor Anpfiff auf dem ersten direkten Abstiegsplatz, hatten aber nur einen Punkt Rückstand auf den Abstiegsrelegationsplatz und auch zum komplett rettenden Ufer waren es mickrige zwei Pünktchen. Bis 2014/15 war der SVS übrigens Kreisoberligist, beendete diese Spielzeit allerdings mit 2 Punkten und 22-285(!) Toren. Danach zog man sich freiwillig in die Kreisliga B zurück, in welcher man sich bis zum Sommer befand. Nach dem erstmaligen Wiederaufstieg spielt man nun also direkt eine sehr ordentliche Rolle in der KLA. Ein langjähriger Kreisoberligist war auch die Viktoria, die aber 2022/23 sportlich abstieg und nun das dritte Jahr am Stück in dieser Spielklasse spielt.

 

Heute war Anpfiff erst um 19:30 Uhr und da mir das Navi 54 Minuten für 69 Kilometer vorschlug, machte ich mich um 18:25 Uhr auf den Weg. Im Gegensatz zu einem Großteil des Tages regnete es zur Abfahrt nicht; aber auf der Couch liegend war draußen der peitschende Wind nicht zu überhören. Aufpassen war also angesagt, aber da ich früh genug unterwegs war, könnte ich gemäßigt fahren, erst Recht, als es kurz nach dem Befahren der A45 in Staden schon wieder zu regnen anfing. Bis zum Hanauer Kreuz blieb ich auf dem Highway, danach ging es auf der B45 weiter, wo ich an der Gebrüder-Grimm-Stadt vorbei fuhr und über den Tannenmühl-Kreisel, um dahinter an der Ausfahrt Babenhausen / Nieder-Roden auch die Bundesstraße zu verlassen. Von hier waren es noch exakt ein Dutzend Kilometer und nachdem ich Babenhausen komplett passiert hatte, war der nächste Ort schon Sickenhofen, wo direkt am Ortseingang das Sportgelände liegt. Bei mittlerweile stärkerem Regen parkte ich hier mein Auto um 19:17 Uhr an der Stirnseite des Platzes, wartete aber nochmal kurz in der Hoffnung, dass es vielleicht weniger werden würde, was so vom Himmel kommt. Das war natürlich nicht der Fall, aber fünf Minuten vor Anpfiff musste ich raus, es half ja alles nichts. Weil die Spieler noch im Sportheim waren, suchte ich auch nochmal den Schutz des Sportheim-Dachs und während ich dort wartete, kam Matthias angeschlendert, der direkt von der Arbeit angefahren kam. Sehr gut, so musste ich den trostlosen Abend nicht alleine verbringen. Nach kurzem Plausch, kamen die Aktiven auf den Naturrasen und nach dem ablichten des Anstoß drehte ich erstmal meine übliche Foto-Runde und gesellte mich dann wieder zu Matthias uns dem kleinen Vordach des Gebäudes.

 

Die favorisierten Gastgeber nahmen schon recht früh im Spiel das Heft des Handelns in die Hand, aber bis auf eine kleine Phase zum Ende des Abschnittes hin, taten sie sich schwer wirklich gefährliche Aktionen vor dem Viktoria-Tor zu kreieren. Wenigstens wurde der Regen nach und nach weniger und hörte nach 20-25 ganz auf, so dass wir uns vorne an den Spielfeldrand stellen konnten. Mit einem torlosen Remis ging es also für beide Truppen in die jeweilige Kabine. Auch nach dem Seitenwechsel war der Aufsteiger das aktivere Team und konnte sich auch immer mal wieder kleinere Möglichkeiten erspielen, obwohl man jetzt mit hartem Gegenwind des über Deutschland hinweg fegenden Sturms zu kämpfen hatte, die Abschläge des Torhüters durchaus auch mal in der Luft stehen und vom Wind wieder in Richtung eigenes Gehäuse zurück blasen ließen. Nach 20 gespielten Minuten in der zweiten Halbzeit war es dann soweit und der SV ging verdient in Führung nach einem Querpass in der Mitte, wo der Sickenhofener Offensivakteur komplett frei stand und problemlos einschieben konnte. Danach wurde es ein wenig nickeliger und es gab viel Palaver auf dem Platz, Trotz Rückstand konnte Klein-Zimmern aber keine großartige Schlussoffensive mehr starten, im Gegenteil, in den Schlussminuten kassierte man sogar noch zwei weitere Treffer und am Ende stand ein 3-0 im Spielbericht, was den hochverdienten Dreier für den SVS bedeutete.

 

Um 21:20 Uhr fuhren wir nach der Verabschiedung voneinander los. Ich sah auf dem Navi in Nieder-Roden nur etwa 500 Meter von meiner regulären Fahrstrecke einen großen Supermarkt und machte hier noch meinen Wocheneinkauf. Als die Lautsprecherdurchsage die letzten zehn Minuten vor der Schließung ankündigten, war ich bereits wieder auf dem Weg zum Parkplatz, auf diesen immer noch zwei neue Autos gefahren kamen. Nach einer Minute war ich wieder auf der B45 und nachdem ich Hanau passiert hatte, ging es auf der A45 weiter. In Staden runter von der Autobahn war die letzte Viertelstunde noch via Landstraßen hinter mich zu bringen und um 22:35 Uhr stellte ich die Karre wieder daheim in der Garage ab. Den dritten Tag in Folge nahm ich um 1 das NHL Game Radio als Mittel zum einschlafen. Das muss sich nächste Woche ändern, denn das war für diese Woche insgesamt echt wenig Schlaf. Morgen ist wieder Freitag, also Büro-Frühdienst, uns zu allem Übel muss ich noch weitere zehn Minuten früher aufstehen, weil in Ortenberg wegen des kalten Marktes viele Straßen gesperrt sind und hier bis zum kommenden Mittwoch das blanke Verkehrschaos herrscht.

 


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