Saison 2025/26

Oberliga Niedersachsen

(11. Spieltag)

 

Hasestadion
(Bersenbrück)

 
Samstag, 18. Oktober 2025 / 17:00 Uhr
 
TuS Bersenbrück -
FC Verden 04


3:2 (2:2)


Tore:

0:1 (25.) Bastian Reiners

0:2 (43.) Dennis Hoins

1:2 (44.) Marcos Alvarez (Foulelfmeter)

2:2 (45.+3.) Marcos Alvarez (Foulelfmeter)

3:2 (81.) Maik Emmrich

 

Bes. Vorkommnis: Lukas Muszong verschießt Foulelfmeter (FCV/25.).

Rote Karte: Nils Böhmann (22/.TuS).

Gelb-Rote Karte: Jannis Niestädt (27./FCV).

Gelbe Karten: Moritz Waldow (33.), Connor Fabien Rohra (50.), xxx (90.+1.) / Jannis Niestädt (3.), Phil Sarrasch (28.), Jonas Austermann (67.), Luis Manuel Saul (70.).

Schiedsrichter: Kevin-Noah Traemann             

Zuschauer: 295

 

Zu Teil 1 des Berichts => KLICK!

 

Durch die ganzen Verzögerungen beim ersten Match (zweite Halbzeit wurde schon mit +11 angepfiffen und dazu gab es vier Minuten Nachspielzeit) war es wieder mal schon 15:03 Uhr, als ich den Motor meines Autos startete, obwohl wir nur zwei Minuten Fußmarsch zum Parkplatz hatten. Nach wenigen hunderten Metern waren wir schon wieder auf der A27, aber nur für ein paar Kilometern, bevor wir den Highway wieder verließen und ein ganzes Stück durch Bremen fuhren. Das endlich hinter uns gebracht, ging es auf die A28, um keine fünf Minuten danach am Dreieck Stuhr  wieder auf die A1 zu wechseln. Hier blieben wir bis zur Ausfahrt Neuenkirchen/Vörden und mussten dann noch exakt zehn Kilometer auf Landstraßen hinter uns zu bringen. Völlig entspannt trafen wir eine knappe halbe Stunde vor Spielbeginn am Sportgelände ein und bekamen auf dem kleinen Parkplatz sogar noch einen Platz. Am Eingang dieses Mal einen Zehner gelöhnt (das Doppelte gegenüber vier Stunden zuvor) und logischerweise erneut zuerst die Fotorunde gedreht. Nach dem ablichten des Anstoß gönnte ich mir eine Currywurst/Pommes zum Abendessen und wir setzten uns hinter das Tor auf eine kleine Bank, da wir hier noch ein wenig Sonne abbekamen.

 

In der Oberliga Niedersachsen stehen sich mit den TuS Bersenbrück und dem FC Verden 04 heute die Tabellenplätze Sieben und Neun gegenüber. Richtiges Mittelfeldduell also, wenn man die reinen Platzierungen nimmt, aber die Abstände sind immer noch recht gering. So haben die beiden Mannschaften „nur“ sechs bzw. acht Punkte Rückstand auf den direkten Aufstiegsplatz, aber zum ersten Abstiegsplatz sind es halt auch nur vier bzw. zwei Punkte. Eine gute oder schlechte Phase mit drei, vier Siegen oder Niederlagen am Stück und die Welt kann schon ganz anders aussehen - in beide Richtungen. Die TuS ist bereits seit 2016/17 durchgehend Sechstligist und waren immer auf einem einstelligen Tabellenplatz, vorletzte Saison scheiterte man erst in der Relegationsrunde am Aufstieg in die Regionalliga und auch vergangene Saison führte man in der Hinrunde lange die Tabelle an, brach aber nach der Winterpause komplett ein und landete „nur“ auf Platz 4. Die 04er sind in ihrem zweiten Oberliga-Jahr am Stück (letzte Spielzeit 14., man sammelte als Aufsteiger respektable 40 Punkte, aber am Ende hielt man die Klasse nur wegen der um fünf Tore besseren Tordifferenz) nach zuvor sieben Jahren Landesliga und davor sogar nur Bezirksliga.

 

Sie beiden heutigen Kontrahenten standen sich erst vor exakt zwei Wochen an gleicher Stelle gegenüber, im Landespokal-Viertelfinale setzte sich der TuS knapp mit 2-1 durch und zog in die Vorschlussrunde ein. Das alles war heute natürlich egal und vermutlich auch abgehakt, denn es ging um drei Punkte in der Liga-Tabelle, die alles andere als unwichtig sind. Die Gäste erwischten heute den besseren Start. Nach einem Rückpass trat der TuS-Torhüter über den Ball und musste die Notbremse ziehe , was Elfmeter und eine rote Karte für ihn zur Folge hatte. Der eingewechselte Schlussmann hielt zwar den schwach geschossenen Versuch vom Punkt, war aber gegen den Nachschuss machtlos. Das war der Auftakt zu wilden 20 Minuten, die fortgesetzt wurden durch eine gelb-rote Karte für den FCV, denn der einzige bereits verwarnte Spieler langte im Mittelfeld so dumm hin, dass es ab sofort mit Zehn gegen Zehn weiter ging. Zuerst ließ sich Verden davon aber nicht beeindrucken und erhöhte auf 0-2. Von Bersenbrück war echt wenig zu sehen und es schien so, als würde es mit dem Zwei-Tore-Rückstand in die Kabinen gehen, als man einen langen Ball nach vorne drosch und der Gäste-Torhüter kurz zögerte und so zu spät kam. Der Ex OFC-Spieler Marcos Alvarez ließ sich diese Chance nicht entgehen und verkürzte und nach dieser schwachen Leistung in den ersten 45 Minuten hätte man gut mit diesem 1-2 leben können, aber ein Angriff ging noch und nach der Flanke nach innen fiel kurz hinter der 16er Linie der heran stürmende TuS-Stürmer und nach kurzem Zögern und Blickkontakt mit dem Linienrichter zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt und erneut versenkte Alvarez die Kugel. Kaum zu glauben, dass dieses Spiel  zur Halbzeit echt 2-2 stand, was wirklich nicht dem Spielverlauf entsprechend war, aber Fußball ist nun mal ein Ergebnissport. Nach dem Seitenwechsel war die TuS dann aktiver und auch ein wenig das stärkere Team, aber Chancen waren auch eher Mangelware. Es plätscherte zeitweise sogar ein wenig dahin und die Zeit rannte von der Uhr. So langsam konnte man sich mit dem 2-2 anfreunden, aber die ganz in rot spielende einheimische Truppe setzte den Lucky Punch und traf nochmal. Dem hatten die Blauen dann nichts mehr entgegen zu setzen und kassierten somit eine ganz bittere Niederlage, so dass ihr Blick nun definitiv nach unten gehen muss.

 

Ziemlich genau 18 Uhr zeigte der Boardcomputer an, als ich den Schlüssel umdrehte und die Fahrt in Richtung Heimat für uns begann. Vom Navi wurden 354 Kilometer bzw. 3:23 Stunden angegeben, wobei ich noch den kleinen Schlenker nach Fernwald einbauen muss, um Matthias rauszuwerfen. Nach zehn Minuten Fahrt waren wir wieder auf der A1, bei Osnabrück nutzte ich die Querverbindung rüber zur A33 und nachdem wir an Bielefeld und Paderborn vorbei waren, switchte ich am Kreuz Wünnenberg-Haaren auf die A44. Hier machten wir direkt mal einen Pinkel- und Raucherpause. Danach weiter in Richtung Kassel, wo es am Westkreuz auf die zuletzt schon so oft benutzte „neue“ A49 ging. Am Ohmtal-Dreieck ein letzter Wechsel des Highways für heute, denn auf der A5 fuhren wir bis zur Ausfahrt Fernwald, wo ich Matthias einen Kilometer weiter um 22:05 Uhr auf dem Pendlerparkplatz heraus warf. Danach hatte ich noch etwa 25 Minuten Fahrzeit bis final zuhause, tankte aber unterwegs in Hungen zur fairen Abrechnung nochmal komplett voll. Um 22:35 Uhr stellte ich meine Karre in der Garage ab und war hochzufrieden, dass heute mit den beiden erhofften Oberliga-Grounds absolut alles geklappt hatte. Oben schaute ich noch ein wenig Bundesliga-Fußball vom Tag und auch DEL2-Highlights von gestern.


Datenschutz | Vertrag widerrufen