Letzter Kick in Deutschland, bevor Teil 2 der Reise zur Eishockey-Weltmeisterschaft in Angriff genommen wird. Im diesem Part wird es voraussichtlich keine Fußballspiele
geben, sondern erst ab kommenden Dienstag dann wieder. Da es morgen Früh wieder recht früh gen Zürich geht, war ich froh, dass ich Anfang der Woche beim kontrollieren meiner Spiele gesehen
hatte, dass ein Spiel auf einem Kreisoberliga-Ground angesetzt ist, der mir noch fehlt und der nur etwas mehr als eine halbe Stunde Anfahrt von zuhause entfernt ist. Das kombiniert mit einem
frühen Anstoß um 19 Uhr, das nahm ich natürlich gerne mit. Da ich hier aber bereits den Nebenplatz gekreuzt habe, nahm ich mir mal einen Plan B im Hinterkopf mit. Das bedeutete aber, dass ich
vorsichtshalber schon eine halbe Stunde vor Anpfiff am Ground sein muss, um im Notfall direkt abhauen zu können, damit ich pünktlich bei meinem Ersatzspiel wäre. Also saß ich hier um 17:45
Uhr in meinem Auto und das Navi sagte mir 42 Minuten für die 39 Kilometer voraus. Via Ranstadt ging es bei Staden auf die A45, eine Ausfahrt später aber auch schon wieder runter. Durch
Altenstadt (wo es nur im Schritt-Tempo weiter ging, warum auch immer!?) und durch den Ort der Gast-Mannschaft hindurch, fuhr ich auf der B521 an Nidderau vorbei und erreichte meinen Zielort
um exakt 18:30 Uhr. Hier sah ich direkt beim Parken schon, dass auf dem Nebenplatz die Tore hochgeklappt waren und keine Eckfahnen steckten. Zudem konnte ich Spieler beim aufwärmen auf dem
Hauptplatz ausmachen, sehr gut. Nach dem Bezahlen von vier Euro am Eingang drehte ich direkt mal meine Fotorunde und am Ende dieser kam auch Matthias gerade und wir stellten uns seitlich an
die Barriere.
Es ist eine Partie der KOL Hanau, insgesamt hier auch schon das drittletzte fehlende Kreuz für mich. In einer Partie des 33. und somit vorletzten Spieltags dieser Spielzeit
trafen der SV Oberdorfelden und der KSV Eichen aufeinander. Bei einem Blick auf die Tabelle sieht man, dass es sich in einer Liga mit 18 Mannschaften um die aktuellen Tabellenplätze Elf und
Sechs handelt. Mit 43 und 51 gesammelten Punkten haben beide Teams keinerlei Chancen mehr auf den Aufstieg, müssen sich aber auch keinerlei Sorgen mehr um einen Abstieg machen. Für den SVO
als aktueller Aufsteiger aus der KLA vollkommen ausreichend und wenn man bedenkt, dass der KSV in der Saison 2019/20 noch Kreisliga C gespielt haben, also drei Spielklassen tiefer, ist das
vermutlich für sie auch erstmal okay. Das Hinspiel ging übrigens mit 5-3 an Eichen, wobei bereits zur Halbzeit mit 3-2 fünf Tore gefallen waren, mal schauen, ob wir heute genau so ein Spiel
präsentiert bekommen, zumal es für Eichen um gar nichts mehr geht, der Tabellenplatz ist in Stein gemeißelt, bei den Hausherren sind die möglichen Platzierungen immerhin noch zwischen den
Plätzen 7 und 13.
Man merkte schon früh, dass es wirklich hier um nicht mehr allzu viel geht, es war teilweise doch ein eher lauer Sommerkick bei endlich mal wieder angenehmen Temperaturen. Im Laufe der
ersten Halbzeit schlug dann doch aber das Pendel immer mehr in Richtung der Einheimischen aus, die sich auch ein paar Torchancen erspielten, diese auch noch wirklich gut ausnutzen und so mit
einem 3-0 in die Halbzeitpause gingen. Beide Mannschaften blieben draußen, der Referee kam ebenfalls früh zurück und so hatten wir nur knapp zehn Minuten Unterbrechung. Nach dem Seitenwechsel
waren es zuerst aber die Gäste, die mehr vom Spiel hatten und ihnen gelang auch der Anschlusstreffer. Die Hoffnung auf Punkt(e) war aber nur kurz, denn mit ihrem vierten Treffer stellte der
SVO die Weichen schon klar auf Sieg. Danach passierte auch nicht mehr wirklich viel, das Spiel plätscherte größtenteils nur noch so dahin. Da auch keine Tore mehr fielen, blieb es nach 90
Minuten auch beim Endstand von 4-1 für den SV Oberdorfelden.
Recht pünktlicher Beginn, verkürzte Halbzeitpause, überpünktliches Ende, so saß ich tatsächlich schon um 20:45 Uhr wieder in meinem Fahrzeug. Die Strecke nachhause war die
Gleiche, wie die auf der Hinfahrt, jedoch natürlich in der entgegengesetzten Richtung. Richtig nett im Hellen fahren zu können und auch nicht im Dunklen zuhause anzukommen, was um 21:25 Uhr
der Fall war. Oben noch den Bericht fertig gemacht, im TV zwischen Eishockey-Weltmeisterschaft, Bundesliga-Relegation und Darts Premier League hin und her geswitched, packte ich danach noch
meine Tasche komplett fertig gepackt und mich in Richtung Mitternacht ins Bett gelegt.