Saison 2023/24

Kreispokal Biedenkopf

Halbfinale

 

Sportplatz Auf dem Schripp

(Bad Endbach - Günterod)
 
Mittwoch, 24. April 2024 / 18:30 Uhr

SSV Endbach/Günterod -

VfL Biedenkopf


0:4 (0:1)


Tore:

0:1 (14.) Enis Sadikovic

0:2 (50.) Enis Sadikovic

0:3 (59.) Kaan Akmese

0:4 (80.) Enis Sadikovic

 

Gelbe Karte: - / Sadettin Taskiran (81.).

Schiedsrichter: Johannes Stark

Zuschauer: 230

 

Für den heutigen Tag nahm ich sogar mal Abstand davon den Füllstand meiner Kreisoberligen nach vorne zu treiben. Im Fußballkreis Biedenkopf war nämlich Kreispokal-Halbfinale und hier traf der SSV Endbach/Günterod auf den VfL Biedenkopf. Die Gastgeber sind „nur“ in der A-Klasse beheimatet, allerdings der Heimatort von Henry, den ich schon seit über 20 Jahren vom Eishockey beim EC Bad Nauheim kenne. Er war es auch, der mich im Oktober 2022 zum Liga-Derby gegen die Hass-Liebe vom SSV Hartenrod lotste, weil er mir bereits wochen- und monatelang zuvor davon vorschwärmte und ich wurde damals absolut nicht enttäuscht. Da der Pokalkracher heute nun auf der anderen Spielstätte der grün-weißen Spielgemeinschaft angesetzt war, nahm ich diesen Kick sofort nach finaler Terminierung in meine Planungen auf und obwohl es genug höherklassige Alternativen gab, wurde nicht mehr daran gerüttelt.

Da es zeitlich gesehen fast die gleiche Strecke wie gestern war, trafen wir uns erneut in Staden, aber heute fünf Minuten eher um 17:15 Uhr. Ich stieg bei Matthias ins Auto und wir machten uns auf den Weg in nordwestliche Richtung, bis zum Wetzlarer Kreuz erst noch auf der A45 und dann eine knappe halbe Stunde in die Wallachei. In der Nähe von Gladenbach waren wir dann endlich an unserem heutigen Zielort angekommen und Matthias parkte sein Auto knapp eine Viertelstunde vor Anpfiff in der Nähe des Sportgeländes. Direkt am Eingang wurden wir nach dem Bezahlen von fünf Euro von Henry abgefangen und bevor wir uns auf unsere Foto-Runde machten wurde noch ein wenig gequatscht. Noch einen Zuschauer und Spieler der Einheimischen begrüßt, die ebenfalls immer in Bad Nauheim anzutreffen sind.

Der Fünfte aus der Kreisliga A traf auf den Neunten der Gruppenliga, die Rollen waren im Pokal-Halbfinale also eigentlich mal wieder klar verteilt, aber alles muss gespielt werden und rein vom Papier her ist noch kein Team eine Runde weiter gekommen. Die zwei Klassen höher spielenden Gäste ließen aber wenig Zweifel aufkommen, dass es heute nur einen Sieger geben kann. Man hatte zwar selbst nur wenige Chancen zu bieten, aber das Geschehen spielte sich nur vor dem grün-weißen Gehäuse hinter bzw. über dem in der ersten Halbzeit der einheimische Anhang stehend ein wenig Singsang zu bieten und auch zum Einlauf der Spieler ein Banner hängen hatte mit der Aufschrift „Es riecht nach Bier, Sieg und Sensation!“. Das war schon ganz nett so und natürlich besser als die meisten anderen unterklassigen Vereine. Sportlich gesehen fiel nach einer Viertelstunde Spielzeit der Führungstreffer für den Favoriten und danach plätscherte es dahin. Nervigerweise regnete es sich schön ein, ich nutzte das recht fade Spiel um mal am Essensstand vorstellig zu werden, hatte aber ein Déja-Vu, denn bereits als ich vor anderthalb Jahren in Bad Endbach war, musste ich ewig anstehen und auch heute dauerte es wieder über zehn Minuten bis ich meine Currywurst-Pommes hatte und es waren nicht mal eine handvoll Personen vor mir. Verpasst hatte ich sowieso nichts, außer dass ich diese Minuten ein wenig mehr geschützt vor dem immer stärker werdenden Regen war. Nach dem Seitenwechsel traf der Favorit ziemlich zeitnah zwei weitere Mal und die Partie war im mittlerweile strömenden Regen entschieden. Die tapferen Gastgeber hielten nach bestem Können dagegen und verteidigten leidenschaftlich, aber damit wirklich „etwas gehen“ hätte können, dafür fehlten offensiv komplett die Mittel. Zum Ende hin gab es noch einen weiteren Gegentreffer, aber mit 0-4 hielt sich am Ende die Niederlage gegen einen keinesfalls überzeugenden Gegner absolut im Rahmen.

Um 20:20 Uhr fuhren wir im Kreis Biedenkopf los und das Navi lotste uns erneut via Bischoffen am Wetzlarer Kreuz auf die A45. Nach gemütlicher Fahrt kamen wir gegen 21:15 Uhr wieder in Staden an, wo ich den „günstigen“ Spritpreis nutzte und tankte, bevor ich mich auf die letzten 15 Kilometer nachhause machte. Hier verzog ich mich nach einer Dusche recht schnell ins Bett, daddelte aber noch ziemlich lang am Handy herum, ehe ich endlich einschlief.