Saison 2023/24

Kreisoberliga Dieburg/Odenwald

Nachholspiel vom 18. Spieltag

 

Sportanlage Höhenstraße

(Michelstadt/Odenwald - Steinbach)
 
Donnerstag, 11. April 2024 / 18:30 Uhr
 
TSG Steinbach -

TSV Günterfürst


2:4 (1:1)


Tore:

1:0 (19.) Benjamin Reimer

1:1 (41.) Kim Naas

1:2 (66.) Lukas Köbler (Foulelfmeter)

1:3 (75.) Kim Naas

2:3 (77.) Nikola Cutura

2:4 (90.+2.) Louis Timocin (Handelfmeter)

 

Rote Karte: Alen Cutura (TSG/90.+1.).

10-Minuten-Strafe: Max Hörschelmann (85./TSV).

Gelbe Karten: Fabian Lulaj (9.), Alexander Wassner (90.+5.) / Kai Bundschuh (31.), Max Hörschelmann (76.), Tobias Kaufmann (79.).

Schiedsrichter: Christopher Bedikian

Zuschauer: ca. 150

 

Als ich vor einigen Wochen meine Vorab-Planungen gemacht hatte, sah es mit den Spielen in Hessen noch arg mau aus und ich nahm ein Spiel in Würzburg drauf, welches nichts Besonderes war, aber in dem Ground mit dem besonderen Namen „Beate Uhse Kampfbahn“ angesetzt war. Vor einigen Tagen, noch bevor ich mal wieder in unsere Planungen schaute, sagte Matthias, dass es mittlerweile auch in Hessen Alternativen hierzu gibt. Wir tauschten dann das Spiel, denn wir entschieden uns für die TSG Steinbach, einem Kreisoberligist im tiefen Odenwald. Gestern Abend noch an der westlichen Grenze Hessens zu Nordrhein-Westfalen gewesen, verschlug es uns heute also an die südliche Grenze fast ins Dreiländer-Eck Hessen / Bayern / Baden-Württemberg, so ist es nun mal im Leben eines Groundhoppers.

In einem Nachholspiel des 16. Spieltags traf die einheimische TSG als Tabellenachter und fernab von allen Träumen und allen Sorgen auf die Gäste vom TSV Günterfürst, welche fünf Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsplatz haben, aber eben das heutige Nachholspiel noch dazu, was der Konkurrent auf Platz 2 eben nicht hat. Da dieses Spiel bereits um 18:30 Uhr angesetzt war, bedeutete dies wenigstens, dass wir nicht ganz so spät wieder nachhause kommen, allerdings bei 1:20 Std. Anfahrt von zuhause muss auch entsprechend früh angereist werden. 16 Uhr Feierabend, 16:15 Uhr daheim, direkt kochen und anschließend essen, um 16:50 Uhr saß ich bereits wieder im Auto. Für meine Verhältnisse pünktlich um 17:15 Uhr (also zwei Minuten zu spät) kam ich in Langenselbold an und stieg schnell bei Matthias ins Auto. Ein wenig Arbeitsverkehr war unterwegs schon noch zu spüren, aber großartig behindert hat es uns nicht, unser Puffer blieb immer konstant im Bereich zwischen 10-15 Minuten. Wir parkten letztendlich auch eine knappe Viertelstunde vor Anpfiff oberhalb des Sportgeländes und nach dem Bezahlen von 3,50 Euro Eintritt drehten wir im Innenraum direkt unsere Foto-Runde. Auf dieser eine freudige Überraschung, denn da ich meistens vorher keine Bilder anschaue, war mir gar nicht bewusst, dass hier tatsächlich eine kleine, nette Tribüne steht. Nach unserer Runde und dem ablichten des Anstoß setzten wir uns dann auch ganz gemütlich auf diese und schauten dem Treiben auf dem Naturrasen zu.

Man merkte recht früh, dass die favorisierten Gäste auch die bessere Spielanlage auf dem holprigen Platz an den Tag legten, aber Chancen erspielten sie sich wenige bis gar keine. Wohingegen die erste richtig gefährliche Aktion der Gastgeber, ein langer Ball und ein gewonnenes Laufduell waren, die dann auch in dem Führungstreffer endeten. Diese hatte auch Bestand, bis ihr Innenverteidiger kurz vor der Halbzeitpause den Ball an der Mittellinie vertändelte und ein TSV-Akteur alleine auf das Tor zulaufen konnte, Ausgleich! Mit diesem wohl gerechten Remis ging es in die Kabinen und nach dem Seitenwechsel zogen die Jungs aus dem noch ein paar Kilometer weiter südlich gelegenen Günterfürst an und trafen auch zurecht zwei weitere Mal, wobei für das 1-3 ein (wohl korrekter) Foulelfmeter-Pfiff herhalten musste. Steinbach verkürzte nur zwei Minuten später, konnte aber keine großartige Schlussoffensive mehr starten. Auch nicht, als ein Gäste-Akteur in der 85. Minute nach einer dummen Aktion eine zehnminütige Zeitstrafe bekam. In den Schlussminuten bewegten wir uns bereits in Richtung Ausgang und konnten von direkt hinter dem Tor aufs nächste Nähe erleben, wie ein einheimischer Spieler vor der Linie den Ball mit der Hand stoppte. Matthias und ich waren uns nicht mal sicher, ob die Hulla überhaupt ins Tor gegangen wäre, es sah eher nach Richtung Latte (oder sogar noch höher) aus. Wie dem auch sei, er erhielt natürlich eine knallrote Karte und der fällige Strafstoß wurde erneut verwandelt, nun aber zur endgültigen Entscheidung. Kurios wurde es dann noch mal in der langen Nachspielzeit, als plötzlich der mit der Zeitstrafe des Platzes verwiesene Spieler wieder auf dem Rasen stand. Er schien von selbst wieder ins Geschehen gekommen zu sein, der Unparteiische schickte ihn natürlich postwendend wieder runter, denn meines Erachtens war er tatsächlich eine bis anderthalb Minuten zu früh. Nach dieser ganzen Aufregung um die rote Karte, den Elfmeter und den wieder zu früh aufgetauchten Spieler, dauerte die Nachspielzeit dann doch fast sieben Minuten an, obwohl er nur drei oder vier Minuten angezeigt hatte.

Gegen 20:30 Uhr kamen wir im Odenwald weg, das ist eine Zeit, wo in Bereich Frankfurt oder Wiesbaden manchmal Spiele erst angepfiffen werden. Bis nach Langenselbold brauchten wir etwa 45 Minuten, wo ich in mein Auto stieg, aber erst noch mal an einem Supermarkt stehen blieb, um frisches Obst für die Arbeit morgen einzukaufen. Danach ging es dann aber wirklich nachhause, wo ich mein Auto um exakt 22 Uhr abstellte und oben den Abend mit der Darts Premier League im TV ausklingen ließ.