Saison 2023/24

Kreisoberliga Fulda Nord

22. Spieltag

 

Sportplatz Am Brunnerts

(Burghaun - Steinbach)
 
Sonntag, 07. April 2024 / 12:00 Uhr

SV Steinbach II -

SG Werratal


4:3 (3:0)


Tore:

1:0 (13.) Mirco Bott (Foulelfmeter)

2:0 (24.) Mirco Bott

3:0 (27.) Mirco Bott

4:0 (59.) Dominik Oelschläger

4:1 (66.) Alin Cotan

4:2 (76.) Constantin Puscasu

4:3 (86.) Silas Litz

 

Gelbe Karten: Lukas Becker (16.) / Alexander Deringer (10.).

Schiedsrichter: Vincenz Notarangelo

Zuschauer: ca. 40

 

Für den heutigen Sonntag hatte ich echt lange überlegt, denn Matthias hatte eine eigene Tour in den Norden der Republik und mir selbst sagte das Meiste nicht wirklich zu. Am Ende konzentrierte ich mich auf zwei mögliche Trips: Nummer Eins war der TSV Lochtum (Kreisliga Nordharz) und anschließend mit dem FC Einheit Wernigerode ein Team der NOFV-Oberliga Süd. Die zweite Alternative war mit der DJK Schwebenried/ Schwemmelsbach das letzte noch fehlende Puzzle-Teil in der Landesliga, Bayern Nordwest zu machen und danach wäre noch ein Gruppenligist in Fulda möglich. Natürlich wäre es reizvoll gewesen, einen weiteren Oberligist zu machen, aber letztendlich fiel meine Wahl doch auf die zweite Tour, einfach aus dem Grund, das ich bei Nr. 1 bereits wieder um 6:30-7:00 Uhr heute Morgen hätte aufbrechen müssen und dazu fehlte mir die Motivation ehrlicherweise ein wenig, außerdem bin ich immer noch ein wenig angeschlagen, wie bereits im Freitag-Bericht erwähnt. Für meine nun feststehende kurze Tour fand ich sogar noch ein drittes Spiel, aber selbst das bedeutete, dass ich nur um 10:30 Uhr weg muss und somit wenigstens ausschlafen konnte. Trotz dass ich am gestrigen Samstag nach dem OFC-Spiel nachhause gefahren war und dem Abend auf der Couch verbrachte, war es auch wieder nach 1 Uhr gewesen, als ich mich in mein Bett gelegt hatte.

Ich war heute dann um 9:30 Uhr wach geworden, machte mir direkt mein Frühstück, buchte unser Hotel für kommendes Wochenende und hatte auch bereits wieder ein klein wenig durch Spielpläne gestöbert und nach Neu-Ansetzungen geschaut, da es ja (gerade am letzten Wochenende) einiges an Ausfällen im hessischen Amateurbereich gab. Irgendwann war ich aber überall durch, warf mir die kurze Hose an (um 10:30 Uhr hatten wir bereite 17 Grad) und fuhr einfach los, auch wenn das einen ungewöhnlich hohen Puffer für mich von 20 Minuten bedeutete, bei einer Anreise von 92 Kilometern, die aber größtenteils über Landstraßen führt, auf welchen man normal sogar noch einiges an Zeit gewinnen kann, sofern nötig. Also fuhr ich mal wieder verdammt gemütlich, aber möglichst ohne für irgend wen ein Hindernis darzustellen, erstmal querfeldein durch den Vogelsberg in Richtung Fulda. Weil ich so viel Zeit hatte, verzichtete ich komplett auf die Autobahn und nahm einfach die kürzeste Strecke, die mich dann immer noch überpünktlich zu meinem ersten Zielort führte, aber doch noch ein paar Minuten länger dauerte, als wenn ich den Highway benutzt hätte. An Grebenhain vorbei, erst durch Hosenfeld, musste ich dann später noch durch Fulda fahren, aber Sonntags um die Mittagessenzeit war hier auch nicht wirklich etwas los. Das letzte Stück Wegstrecke wurde über die B27 bis kurz hinter Hünfeld auch noch hinter mich gebracht und so kam ich um 11:47 Uhr am Ground an. Manchmal ist schon echt komisch, hatte ich den Hauptplatz des Hessenligisten SV Steinbach bereits 2009 gekreuzt, war ich exakt 15 Jahre nicht mehr dort, bevor der Hessenpokal meinen OFC mal wieder hierher führte und nun bin ich nicht einmal vier Wochen später wieder hier, weil die zweite Mannschaft (immerhin auch ein Kreisoberligist) auf dem Nebenplatz spielt und es heute einfach gut in meine Tour-Planung passte. Manchmal ist es eben so...

Am 22. Spieltag der Kreisoberliga Fulda Nord trafen mit dem SV Steinbach II und der SG Werratal der Tabellenfünfte und -vierzehnte aufeinander. Für die Zweitvertretung dürfte es weder um Auf- oder Abstieg gehen, die Spielgemeinschaft hingegen belegt den Abstiegsrelegationsplatz und hat nur zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer, aber auch nur vier Punkte Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze. Als ich am Sportplatz ankam, der etwa 200-300 über dem Hauptplatz liegt, waren gerade einmal eine Handvoll andere Zuschauer am Platz. Ich drehte erst einmal meine übliche Foto-Runde und nach und nach kamen (vermutlich nach dem Mittagessen) doch noch mehr Zuschauer. Das Spiel begann bereits um 11:59 Uhr, was mir natürlich sehr gefiel, denn mein Puffer zum zweiten Spiel war nicht allzu groß. Den ersten Aufreger gab es bereits früh, eine gelbe Karte gegen die Gäste und eine Diskussion zwischen Schiedsrichter und einem Zuschauer. Ich persönlich hatte zwar nur „Wie kann man denn da eine gelbe Karte geben?“ verstanden, aber der Unparteiische meinte, dass er beleidigt worden wäre und verwies den Zuschauer direkt vom Sportgelände. Es folgte ein Elfmeter, ein langer Pass in die Tiefe (inkl. gewonnenem Laufduell) und ein Querpass des Außenspielers, dass in der Mitte nur noch der Fuß hingehalten werden musste - nach 27 Minuten hatte der Stürmer der Gastgeber bereits einen lupenreinen Hattrick zum Zwischenstand von 3-0 erzielt. Dazwischen lag noch ein Freistoß der Gäste an die Latte, es war ordentlich was los in der Anfangsphase und wurde nicht langweilig. Die Halbzeitpause war sehr zu meiner Freude nur zehn Minuten lang, was mir dann zum zweiten Spiel noch mehr Entspannung bringt. Die in der Hälfte Eins klar unterlegenen Gäste konnten durch die Einwechslung ihres Spielertrainers in der Zentrale ein wenig mehr Ordnung gewinnen und hatten durchaus die ein oder andere Tormöglichkeit. Es waren aber die Gastgeber, die mit ihrem ersten Angriff nach dem Seitenwechsel, der dazu aber wirklich mustergültig über die außen ausgespielt wurde (Lauf, Flanke, Kopfball, Tor), das nächste Tor der Partie erzielten. Die Truppe von der hessisch/thüringischen Grenze war aber weiterhin das bessere Team, ihr Spielertrainer traf per Fernschuss und es folgte ein weiterer Treffer nach einem Abpraller, nachdem der SVS-Torhüter einen Freistoß nur abklatschen lassen konnte. Eine Viertelstunde vor Spielende war also beim Zwei-Tore-Unterschied wieder etwas Spannung in der Partie. Und diese wurde noch mal erhöht, als in der 86. Minute sogar noch das 4-3 fiel. Die SGW versuchte noch mal alles, aber der Ball wollte danach einfach nicht mehr über die Linie. Fand ich irgendwie schade für die tapfer kämpfende Truppe, die auch nach dem klaren 4-0 nicht aufgesteckt hatte, aber gut, selbst Schuld. Ich stand zum Ende der fünf Minuten Nachspielzeit bereits vorne am Sportheim und machte mich direkt nach dem letzten Pfiff zu meinen 30 Meter vor dem Eingang geparkten Auto.

 

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