Saison 2023/24

Bayernliga Nord

Nachholspiel vom 23. Spieltag

 

Sepp-Endreß-Sportanlage - Platz 3
(Würzburg)

 
Mittwoch, 27. März 2024 / 19:00 Uhr
 
Würzburger FV 04 -

ASV Neumarkt


1:2 (0:0)


Tore:

1:0 (68.) Nico Wagner

1:1 (74.) Alexander Moratz

1:2 (90.) Maximilian Bergler

 

Gelbe Karten: Moritz Lotzen (49.), Samuel Röthlein (70.), Simon Schäffer (71.) / Fabian Pözl (44.).

Schiedsrichter: Peter Frank

Zuschauer: 300

 

Unser heutiges Spiel war bereits seit Monaten in der Planung, denn als wir beim Silvester-Match in Heinsdorfergrund mit Punky sprachen, nannte er uns diesen Termin, dass sein WFV auf einem Platz kicken würde, der eher selten von Männermannschaften bespielt wird - schon gar nicht so hochklassig. Dementsprechend wurde auch nicht mehr an diesem Plan gerüttelt und er stand fest, obwohl es doch noch die ein oder andere Alternative gab mit neuen Kreuzen oder eben ein bereits besuchter Ground, aber dafür feiert der hochgeschätzte Hopper-Kollege Jonas beim Hessenligisten FC Eddersheim seinen Geburtstag, was mich auch sehr gereizt hätte, aber die Chance auf den selten bespielten Platz wollten wir uns nicht entgehen lassen. Nach Feierabend zuhause zu Abend gegessen, andere Klamotten angezogen und es ging bereits umgehend wieder los in Richtung Langenselbold, wo ich mich um 17:30 Uhr mit Matthias verabredet hatte. Bei ihm gab es allerdings ein kleines Problem und er verzögerte sich auf 18 Uhr. Eigentlich war ich dran mit fahren, aber Matthias übernahm dann, weil er auch an der Verspätung Schuld war. Er gab mächtig Gas, aber irgendwie ging zu Beginn die Zeit auf dem Navi nicht wirklich herunter, sie blieb konstant bei 19:07 Uhr. Glücklicherweise waren A45 und A3 doch recht frei, so dass er ordentlich auf die Tube drücken konnte. Irgendwann fing doch auch die Zeit auf dem Navi an ein wenig zu purzeln und als wir die A3 verließen, waren wir bereits bei 18:58 Uhr, hatten dann aber einen Bus und einen LKW vor uns auf der Landstraße und durch den vielen Gegenverkehr war es lange nicht möglich zu überholen, erst kurz vor Würzburg kamen wir vorbei. Wir näherten uns dem Sportgelände und nahmen bereits 250-300 Meter davor den erstmöglichen freien Parkplatz, was auch ganz gut war, denn einen weiteren freien sah ich nicht auf unserem zügigen Fußmarsch zum Ground. Von außen konnte ich bereits sehen, dass noch niemand auf dem Rasen war und als ich um Punkt 19 Uhr an der Kasse meine acht Euro bezahlt hatte, lief in diesem Moment gerade die Gastmannschaft an mir vorbei (die Kabinen befinden sich außerhalb). Nach nur wenigen Metern dann mit Dominik, Patrick, Thorsten, Oli, Asche und WFV-Oberfan Punky bereits erste Hopping-Kollegen getroffen. Die Begrüßung fiel aber erst mal kurz aus, machte ich mich doch direkt auf meine Fotorunde. War es auf der Fahrt meistens noch trocken, fing es nun richtig an zu regnen und nachdem ich meine Fotos im Kasten bzw. auf dem Handy hatte, stellte ich mich zu den o.g. Kollegen, dir ein wenig den Schutz der Bäume gesucht hatten.

Auf diesen Platz wich der WFV aus, weil man auf dem Hauptspielfeld im Stadion kein Flutlicht hat und „der Trainer den Kunstrasen hasst“ (O-Ton Punky). Normalerweise tragen hier nur Jugendmannschaften ihre Heimspiele aus und hin und wieder mal die Zweite der Nullvierer. Heute in der Bayernliga Nord kam es in einem Nachholspiel des 23. Spieltags zu einem Abstieg-Kracher, denn der Traditionsverein aus Würzburg belegt aktuell in der 19er Liga den 17. Platz und wird sich (wenn überhaupt) nur durch die Relegation noch retten können. Man muss tierisch aufpassen, denn der Vorsprung auf die beiden direkten Abstiegsplätze beträgt auch nur zwei Punkte. Die Gäste aus der Oberpfalz befanden sich vor dem Spiel ebenfalls im Bereich der Abstiegsrelegation, man hat aber 13 Punkte mehr gesammelt und nur drei Punkte Rückstand auf das komplette rettende Ufer. Entsprechend der beiden Platzierungen war heute kein spielerischer Leckerbissen zu erwarten und genauso kam es dann auch. Sehr harte Kost, und an solchen Tagen und bei diesem Wetter, fragt man sich manchmal wirklich, warum man das alles überhaupt macht. Hervorzuheben war dafür die kleine Gruppe der einheimischen Anhänger, die wirklich ihre Mannschaft über 90 Minuten fast durchgehend unterstützen. Nach dem Seitenwechsel wurde es ein klein wenig besser und der WFV war am Drücker. Die Führung nach 68 Minuten war mittlerweile sogar verdient. War man in den Minuten zuvor stark, war es mit der eigenen Führung plötzlich wie abgeschnitten. Erst hatte man Glück als ein (wohl) regulärer Treffer wegen Abseits die Anerkennung verweigert wurde, aber nur zwei Minuten später klingelte es tatsächlich im Gehäuse der Blauen. Danach hatte sich eigentlich alles auf eine Punkteteilung eingestellt, aber in der 90. Minute traf der Gast tatsächlich noch zum 1-2. Die Gastgeber waren so geschockt, dass man in der dreiminütigen Nachspielzeit nicht mehr offensiv in Erscheinung trat und somit der ASV alle drei Punkte mit nachhause nahm.

Zu Spielende standen wir bereits am Ausgang und nachdem der Unparteiische die Partie beendet hatte, verabschiedeten wir uns alle voneinander und machten uns auf den Weg in Richtung Heimat. Dieses Mal logischerweise aber in gemütlicherer Fahrt gegenüber dem Hinweg. Um kurz nach 22 Uhr erreichten wir wieder Langenselbold, also waren wir mal kurz 110 Kilometer gefahren, haben 90 Minuten Fußball geschaut und sind erneut 110 Kilometer gefahren - und das alles in ziemlich genau vier Stunden. Es war exakt 22:30 Uhr, als ich mein Auto daheim abstellte, noch ein paar Sachen für die Oster-Tour richtete und mich alsbald ins Bett verzog.