Saison 2021/22
Oberliga Nord

Kohlrabizirkus

(Leipzig)

Freitag, 12. November 2021 / 20:00 Uhr

Icefighters Leipzig - Saale Bulls Halle
4:5 (2:0/0:2/2:3)


Tore:

1:0 (01:26) Connor Hannon (Maximilian Spöttel, Ian Farrell/5-4)
2:0 (12:47) Ian Farrell (Joonas Riekkinen, Walther Klaus)
2:1 (21:47) Joonas Niemelä (Philipp Halbauer, Patrick Schmid)
2:2 (33:37) Erik Hoffmann (Joonas Niemelä, Patrick Schmid)
2:3 (41:41) Roman Pfennings (Patrick Schmid, Joonas Niemelä)
2:4 (42:27) Tatu Vihavainen (Michael Fomin, Sergej Stas)

3:4 (47:51) Joonas Riekkinen (Michal Schön, Robin Slanina)

3:5 (50:06) Tatu Vihavainen (Lukas Valasek, Erik Gollenbeck/4-5)
4:5 (50:40) Walther Klaus (Filip Stopinski, Maximilian Spöttel/5-4)

Strafen: IFL: 10 / SBH: 14
Torhüter: IFL: Patrick Glatzel (0-60:00) / SBH: Jakub Urbisch (0-60:00)
Schüsse: IFL: 26 (9/7/10) / SBH: 21 (10/5/6)
Schiedsrichter: Stephan Bauer und Carsten Lenhart
Zuschauer: 1.250 (coronabedingt ausverkauft)

 

Da an diesem Wochenende in der DEL2 des EC Bad Nauheim die übliche November-Länderspielpause stattfand, suchte ich mich nach interessanten Alternativen um und fand diese schon vor vielen Wochen in dem Eishockey-Oberliga Spiel zwischen den EXA Icefighters Leipzig und den Saale Bulls Halle. In der gesamten DEL, DEL2 und den beiden Oberligen hatte ich nur noch zwei Eisstadien, die ich noch nicht besucht hatte und da gehörte Leipzig dazu. Es bot sich geradezu somit an am heutigen Tag nach Leipzig zu fahren, zumal es sich hierbei um ein Derby handelt, welches diese Saison sportlich sogar noch äußerst hochklassig war, da beide Teams auf den Plätzen 4 und 2 nur zwei Punkte trennen. Des Weiteren kommt noch dazu, dass mit Tim May und Jannik Striepeke auf Seiten der Hallenser und Maximilian Spöttel und Patrick Glatzel (mit dem ich immer noch regelmäßig Kontakt habe) auf Seiten der Icefightern vier Ex-Nauheimer im Aufgebot beider Teams stehen.

Irgendwie verbummelte ich aber den Ticket-Vorverkauf und als ich etwa zehn Tage vor dem Spiel nach Tickets schauen wollte, stand im Online-Ticketsystem "ausverkauft". Ich forschte nach und sah aber, dass es aufgrund neuer Corona-Vorgaben in Sachsen mit mehreren Rückläufern im Ticketsystem gerechnet wurde und so beobachtete ich das in den nächsten Tagen. Die Möglichkeit von Patrick ein Ticket zu bekommen, bestand leider nicht, da selbst die Spieler für dieses Spiel vom Verein keine Zusatztickets zur Verfügung gestellt wurden. Allerdings hatte ich Glück und konnte Dienstags zwei Sitzplatz-Tickets schießen, da mein Dad auch Interesse hatte mitzufahren.

Somit stand diesem Trip nichts mehr im Wege und wir machten uns am Spieltag gegen 14:15 Uhr auf den Weg nach Leipzig. Der übliche Stopp beim Imbiss Haase in Magdala gehörte natürlich dazu und da wir weder auf der Freitags sonst so staugeplagten A5 noch auf der A4 oder A9 viel Verkehr hatten, kamen wir sehr gut durch und selbst das Umfahren der gesperrten Ausfahrt auf die A38 am Kreuz Rippachtal oder der aufkommende Nebel störten uns, so dass wir bereits gegen 18:40 Uhr am Kohlrabizirkus ankamen. Wir drehten eine halbe Runde um der Gebäude und gingen wenige Minuten später rein ins Innere. Auch wenn vieles natürlich einfach nur alt und baufällig erschien, hatte es gewissen Charme und mir gefiel das sehr.
Beim Aufwärmen wollte ich natürlich die vier Ex-Nauheimer besonders beobachten. aber mir fiel auf, dass Jannik Striepeke auf Seiten der Gäste nicht auf dem Eis war. Ich schrieb ihn kurz an und er teilte mir mit, dass er sich leider verletzt hatte. Sehr schade, denn als ich ihn vor einigen Jahren in Memmingen mal besuchte, war er gerade in diesem Spiel gesperrt. Er war aber die knapp 40 km mitgefahren und wir verabredeten uns für nach Spielende kurz. Das Spiel begann und Leipzig war aufgrund guter Special Teams im ersten Drittel das bessere Team. Bereits nach 86 Sekunden ging man im Powerplay in Führung und erhöhte diese auch noch. Im zweiten Abschnitt wendete sich aber das Blatt, nun war Halle tonangebend. Früh verkürzte man und ein abgefälschter Schuss kurz nach der Hälfte der Partie bedeutete der Ausgleich, mit dem man auch ins Schlussdrittel ging. Auch hier ging es wieder schnell zur Sache und nach knapp zweieinhalb Minuten führten die Saale Bulls plötzlich mit 2-4. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen mit einigen Wechsel des Momentums. Leipzig verkürzte, Halle legte vor und Leipzig kam erneut noch mal heran, so dass es nach etwas mehr als 50 Minuten 4-5 stand. Die Gastgeber versuchten noch mal alles, aber ein wirkliche Drangphase konnten sie nicht mehr aufbauen, auch nicht als Patrick für den sechsten Feldspieler das Eis verließ und so blieb es am Ende beim Derbysieg für die Gäste aus Halle, der von ca. 150 mitgereisten Fans frenetisch gefeiert wurde.

Nach dem Spiel ging ich zum ausgemachten Treffpunkt und traf erst den verletzten Jannik Striepeke, danach Max Spöttel und am Ende wurde noch ein wenig mit Patrick Glatzel das Spiel analysiert und auch über viele Dinge von früher und aktuell besprochen. Nach der Verabschiedung brachte ich dann meinen Dad und mich wieder sicher durch den Nebel nachhause, der sich zum Glück aber auf das erste Teilstück von ca. 30 km und die letzten etwa 70-80 Kilometern beschränkte. Gegen 3:15 Uhr kamen wir dann wieder zuhause an.