Saison 2020/21
Verbandsliga Sachsen-Anhalt
9. Spieltag

Stadion der Waggonbauer
(Halle - Ammendorf)

Freitag, 16. Oktober 2020 / 19:30 Uhr

BSV Halle-Ammendorf -
TV Askania Bernburg

4:2 (0:1)


Tore:
0:1 (44.) Angelos Ntais
1:1 (68.) Johannes Kühne (Eigentor)
1:2 (69.) Denjel Muca
2:2 (76.) Noah Schöneck
3:2 (78.) Martin Wehlert
4:2 (89.) Gerson Sachs

Gelb-Rote Karten: Alexandros Vasilakis (70.) und Tzonatan Moutsa (87.) - beide TV Askania Bernburg.
Gelbe Karten: Robin Zern (80.), Hannes Frohne (85.) / Bennet Weigel (22.), Alexandros Vasilakis (52.), Tzonatan Moutsa (63.).
Schiedsrichter: Julius Weiser

Zuschauer: 226

 

Die heutige Zwei-Tages-Reise fiel mir persönlich ein wenig schwer, da ich seit über 15 Jahren jedes Spiel meines EC Bad Nauheim live vor Ort anschaute und diesem auch alles unterordne. Einzig die NHL-Reisen, die wir meistens in den Deutschland-Cup Pausen im November machten, ließen mich in den bisherigen sieben DEL2-Saisons eine handvoll Spiele verpassen. Heute stand das Nauheimer Testspiel in Freiburg an, allerdings waren nur einheimische Zuschauer zugelassen. Wir überlegten lange, ob wir nicht doch in inkognito hinfahren sollten, ließen es dann aber sein und rückten schweren Herzens am Donnerstag Mittag von diesem Plan ab. Ich hatte mit Snicki schon ausgemacht, dass wir diese Zwei-Tages-Tour durchziehen, sofern wir uns gegen die Freitags-Fahrt nach Freiburg entscheiden würden. Falls wir doch nach Freiburg fahren würden, hätten wir am Folgetag nur einen Kurz-Trip zum Spiel des BAK nach Berlin. Also informierte ich Snicki und buchte uns direkt ein Hotelzimmer im Norden von Leipzig in der Nähe der Autobahn.
Snicki arbeitet Freitags immer bis 15 Uhr in FFM und so machten wir den Pendler-Parkplatz in Butzbach-Griedel als Treffpunkt aus. Er sah 15:45 Uhr als realistisch an, aber um keine Zeit zu verlieren, war ich bereits um 15:30 Uhr am vereinbarten Ort. Tatsächlich kam er auch ein wenig früher und so machten wir uns gegen 15:40 Uhr auf den Weg gen Osten. Entgegen unserer letzten größeren Tour anderthalb Wochen zuvor nach Hamburg hatten wir dieses Mal nicht so viel Verkehr gerade um das Kirchheimer Dreieck rum. Auch auf der A4 war nicht wirklich viel los und so erreichten wir Halle an der Saale bereits gegen 18:45 Uhr, also eher als geplant oder befürchtet. Einen Parkplatz in unmittelbarer Nähe zum Stadion hatten wir auch schnell gefunden und über eine halbe Stunde vor Spielbeginn betraten wir den Ground ohne irgendwo unsere Adressdaten hinterlegen zu müssen, was einem in dieser Zeit schon fast komisch vorkommt.
Eine komplette Runde um den Rasen wurde gedreht für die üblichen Fotos und wir gingen zum Verpflegungsstand um unser Abendessen zu uns zu nehmen. Für mich gab zwei der leckere Käse-Bratwürstchen mit zwei Bieren runtergespült. Für meinen Fahrer gab es drei Würstchen und in der Halbzeit holte er sich sogar noch eine Vierte :-)
Wenn der Tabellenzweite auf den Tabellenletzten trifft, scheinen die Rollen eigentlich klar verteilt zu sein. In der Minute vor der Halbzeit ging der Gast mit 0-1 in Führung, welche sie dann auch in die Pause retteten. Trotz dass Halle-Ammendorf nach der Halbzeit förmlichst anrannte, dauerte es bis zu 68. Minute, ehe sie unter Mithilfe eines Askania-Eigentores den Ausgleich erzielen konnten. Das war der Auftakt zu einer wilden Schlussphase, denn nur eine Minute danach gingen die Gäste erneut in Führung, dieses Mal durch einen gut ausgespielten Konter. Wiederum nur eine Uhrzeiger-Umdrehung später gab es die erste gelb-rote Karte für den Tabellenletzten aus Bernburg. Weiter ging der Sturmlauf für die Jungs von der Saale, welcher mit einem Doppelschlag in der 76. und 78. Minute zur erstmaligen Führung belohnt wurde. Es folgte die zweite gelb-rote Karte für die Gäste, eher der überaus agile Gerson Sachs für Halle kurz vor Schluss zum entscheidenden 4-2 traf.

Direkt mit dem Abpfiff gingen wir zu unserem Auto und tankten dieses auf dem Weg nach Leipzig noch einmal voll, damit wir uns hierum am Folgetag nicht mehr kümmern mussten. Dort kauften wir uns auch noch drei von Snicki so genannten Schlummertrunks, die dann nach dem Einchecken im Hotel ab 22:15 Uhr noch unsere Kehlen entlang rinnten, um die nötige Bettschwere zu erhalten. Gegen Mitternacht machten wir unsere Lichter aus und schlummerten in unseren Schlaf des Gerechten.