Saison 2008/09
Verbandsliga Hessen Süd

Sportpark
(Neu-Isenburg)

Donnerstag, 02. Oktober 2008 / 19:00 Uhr

SpVgg. 03 Neu-Isenburg -
SC Viktoria Griesheim
2:1 (0:1)


Tore:
0:1 (34.) Oliver Nedic
1:1 (48.) Nick Janovsky

2:1 (86.) Imad El-Issami

 Zuschauer: 150

 

Unter den letztjährigen Aufsteigern in die Verbandsliga Hessen Süd gehörte auch die SpVgg. 03 Neu-Isenburg. Es war der dritte Aufstieg in den letzten fünf Jahren, der den Verein von der Kreisliga A-West Offenbach bis hoch zur Verbandsliga brachte. Der Gast aus Griesheim belegte in der Vorsaison einen respektablen 7. Tabellenplatz.
Dieses Spiel hatte ich schon einige Zeit im Visier, da es mir an den Wochenenden zuvor nicht gelungen war Griesheim zu grounden. Rudi, ein Kumpel vom OFC, war auch schon informiert und aufgrund der Tatsache, dass es den ganzen Tag bei uns in Nidda ununterbrochen regnete, rief ich ihn anderthalb Stunden vor Spielbeginn noch einmal an. Er erzählte mir von Sonnenschein und bestes Fußballwetter. Ich war zwar ein wenig konsterniert, aber vertraute ihm natürlich. Also fuhr ich gegen 17:50 Uhr los und kam auch ohne Verkehr recht gut durch. Auf der Gegenfahrbahn staute es sich zwar fast auf 25 Kilometern, aber das war mir ja vorerst noch egal. An der Abfahrt Frankfurt-Süd, als ich gerade abbiegen wollte, klingelte mein Handy und ich fuhr eine Abbiegung zu früh runter. Zack, stand ich erst einmal auf der B44 in Richtung Stadtmitte Frankfurt im Stau. Ich fuhr über den Waldparkplatz, der bei Spielen der SGE benutzt wird über die B44, an der Commerzbank-Arena und dem DFB vorbei und sogar ein kleines Stück über einen Radweg, um endlich in die Gegenrichtung der B44 zu gelangen. Von dort war es dann natürlich wieder einfach und ich parkte mein Auto gegen 18:45 Uhr am Straßenrand. Von dort lief ich ein kleines Stück durch einen Park, um an den Sportpark Neu-Isenburg, der Spielstätte der heimischen SpVgg. 03, zu gelangen. Als ich gerade meinen Eintritt entlöhnt hatte, stand plötzlich der Schiedsrichter mir direkt gegenüber und wir beide mussten lachen. War es doch der im Fußballkreis Büdingen gut bekannte Schiedsrichter Matthias Kristek aus Aulendiebach. Kristek stand vor etwa fünf Jahren sogar schon in der zweiten Bundesliga an der Außenlinie, pfeift mittlerweile aber nur noch bis zur Hessenliga.
Ich lief eine halbe Runde, um ein paar Fotos zu schießen und traf auf der Gegenseite auch schon auf Rudi. Man blieb dort gemütlich stehen und verfolgte dem Geschehen. Kristek pfiff die Partie pünktlich um 19 Uhr an und zu Beginn war der Gast aus Griesheim das ein wenig stärkere Team. Bereits nach acht Minuten hätte die Viktoria mit 0:1 in Führung gehen können, aber Adam Michalczenia scheitere an 03-Keeper Philipp Mombauer. Den größten Chancen der Gastgeber ging meistens eine Standard-Situation voraus, mal abgesehen von der 24. Minute, als Nick Janovsky den Ball nach einem Konter aus 16 Metern knapp am Tor vorbeischoss. Nach 35 gespielten Minuten fiel dann die Führung der Gäste aus dem Darmstädter Raum, als sich Oliver Nedic schön durchsetzte und mit einem satten Schuss zum 0:1 einschoss. Mit diesem bis dahin nicht unverdienten Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause. Direkt nach der Halbzeit konnte Goalgetter Nick Janovsky dann doch zum Ausgleich einschießen. Er lief von halblinks auf Griesheims Torhüter Michael Pauer zu und traf gekonnt zum 1:1 (48.). Fortan wendeten sich auch die Spielanteile. Der Aufsteiger nun das bessere Team und mit der ein oder anderen guten Chance, so z.B. einem Flugkopfball in der 64. Minute. Allerdings dauerte es bis zur 86. Minute, als der lange Zeit verletzte und zur Halbzeit eingewechselte Imad El-Issami gar noch den Siegtreffer für Neu-Isenburg herstellen konnte. Der SC Viktoria versuchte in den Schlussminuten noch einmal alles, aber der Ausgleich wollte nicht mehr fallen.
Ich verabschiedete mich von Rudi und plauschte noch kurz mit Matthias Kristek, ehe ich mich dann auch auf den Nachhauseweg machte. Gerade auf die A3 gefahren wurden im Radio noch 7 Km stockender Verkehr vor mir vermeldet. Allerdings hatte ich Glück und habe davon nicht mitbekommen bzw. musste nicht stehen bleiben, sondern hatte nur viel Verkehr. So war ich gegen 21:45 Uhr zu Hause und konnte mir noch fast die komplette zweite Halbzeit plus anschließend Verlängerung und Elfmeter-Schießen des Dortmunder UEFA-Cup Spiels in Udine anschauen.