Saison 2008/09
Testspiel

Georg-Gassmann-Stadion
(Marburg)

Freitag, 25. Juli 2008

1. FC Kaiserslautern - Heart of Midlothian FC
1:0 (1:0)


Tor:
1:0 (45.) Erik Jendrisek

 Zuschauer: ca. 1.000

 

In der Gisselberger Straße in Marburg befinden sich drei Sportgeländen. Die beiden anderen Grounds, Stadion Gisselberger Straße vom VfB Marburg und den Kunstrasenplatz nebenan vom SF/BG Marburg hatte ich schon gegroundet, so dass nur das 12.000 Personen fassende Georg-Gassmann-Stadion fehlte. In diesem finden nur äußerst selten Ligaspiele statt, so dass es am einfachsten mit irgendwelchen Freundschaftsspielen von größeren Vereinen zu kreuzen ist. So hatte der 1. FC Kaiserslautern sein Trainingslage für eine Woche in Marburg aufgeschlagen und machte auch drei Testspiele gegen den hessischen Verbandsligisten VfB Marburg, den israelischen Zweitligisten Hapoel Ramat Gan und dem schottischen Erstligisten Heart of Midlothian. Letzteres suchten Markus und ich uns aus, um das Georg-Gassmann-Stadion zu grounden.
An jenem Freitag wollten wir uns um 16:30 Uhr in Staden treffen. Als ich gegen 16:10 Uhr wegfahren wollte, stand bei Markus im ICQ-Away noch "I´m sleeping!", was mich stutzig machte, denn auf meine Schreiben reagierte er nicht. Auch ein Anruf bei ihm war erfolglos, aber ich fuhr dann mal los. Kaum war ich in Staden angekommen, rief er zurück und sagte mir, dass er verschlafen hatte. Ich hatte aber Lust au Fußball, einen neuen Ground und keine Lust einfach so wieder zurück zu fahren, so dass ich dann alleine die restlichen etwa 70 Kilometer nach Marburg fuhr. Ich fuhr ganz gemütlich und Benzin sparend, kam aber dennoch schon früh gegen 17:20 Uhr auf dem Parkplatz an. Gemütlich ging ich auf meine Runde um Fotos zu schießen, als mir die Lauterer Spieler praktisch vor die Füße liefen, was mich aber auch weiter nicht interessierte. Ich holte mir noch eine Cola und setzte mich auf die große Sitztribüne, denn es war Einheitspreis angesagt.
Kaum hatte das Spiel begonnen, so gab es auch nach noch nicht einmal fünf gespielten Minuten schon den ersten Höhepunkt. Zwar nicht aus sportlicher Sicht, aber dafür aus menschlicher, denn es lief ein Flitzer komplett nackt über den Rasen. Da dieser für niemand eine Gefahr darstellte, ließ man ihn laufen und als er wieder auf den Zuschauerrängen zurück war, konnte das Spiel fortgesetzt werden. Im Mittelfeld kombinierten beide Teams recht ordentlich, aber sobald es in Strafraumnähe ging, war meistens Schluss. Erik Jendrisek hatte nach einer Flanke des Ex-Aacheners Laurentiu Reghecampf die erste Chance, konnte den Ball jedoch nicht richtig erreichen (20.). Nur drei bzw. fünf Minuten gab es auch die ersten Chancen für die Schotten, doch Laryea Kingston und Jamie Mole hatten ebenso kein Erfolg wie Jendrisek zuvor. Das war die stärkste Phase der Schotten, denn noch einer halben Stunde hatte erneut Larry Kingstoin eine Chance, aber sein Schuss wurde in letzter Sekunde abgefälscht. Aber auch Lautern wurde stärker und kam durch Sebastian Reinert (33.) und Alexander Bugera (34.) zu weiteren Chancen. Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff fiel nun auch das Tor. Nach einer Ecke der Bravehearts nahm Laurentiu Reghecampf den Ball und lief auf und davon. Weit in der gegnerischen Hälfte setzte er die Flanke nach innen, wo Erik Jendrisek den Ball aus 16 Metern volley ins lange Eck drosch. Ein Traumtor! Von der zweiten Spielhälfte gibt es weitaus weniger zu berichten. Diese war nämlich, auch aufgrund der vielen Auswechslungen auf beiden Seiten, einfach nur noch schwach. Florian Dick (54.) und Erik Jendrisek (84.) für Kaiserslautern, sowie Saulius Mikoliunas (60.) per Kopf für die Hearts, hatten noch kleinere Chancen, ohne aber die jeweiligen Tore arg in Bedrängnis zu bringen. So blieb es beim 1:0-Sieg des deutschen Zweitligisten, welcher von 1.000 Fans nach dem Spiel beklatscht wurde. Aber auch die etwa 40-50 mitgereisten Schotten waren mit der Leistung ihrer Mannschaft zufrieden und zollten ihrem Team Applaus.
Ich ging kurz nach dem Abpfiff zum Auto und fuhr dann auf dem direkten Wege nach Hause. Gegen 22 Uhr war ich schon zu Hause und nach ein wenig Internet surfen ging es noch mal weiter auf eine Party.